DBB-Herren schlagen China17. August 2007

Team von Dirk Bauermann überzeugt beim 88:55 durch geschlossene Mannschaftsleistung

Nach zwei Siegen gegen Österreich und die Slowakische Republik in Wien präsentierte sich die deutsche A-Nationalmannschaft der Herren in der Hamburger Color Line Arena erstmals vor deutschem Publikum. Auch Dirk Nowitzki (Foto) gab sein diesjähriges Debüt im Nationaltrikot, wurde aber über weite Strecken des Spiels geschont. So war es eine Mannschaftsleistung, die 10.433 Zuschauer überzeugte und zu begeistern wusste. Gegen die Volksrepublik China, Olympia-Gastgeber 2008 in Peking, gewann das Team von Bundestraner Dirk Bauermann mit 88:55 (20:14, 24:8, 18:17, 26:16).

Bauermann schickte als Starting Five Steffen Hamann, Demond Greene, Ademola Okulaja, Dirk Nowitzki und Patrick Femerling aufs Parkett. Die DBB-Auswahl erwischte einen sehr guten Start in die Partie. Besonders Demond Greene bewies in den Anfangsminuten ein heißes Händchen aus der Distanz und brachte das deutsche Team mit seinem zweiten erfolgreichen Dreier mit 8:3 in Führung (3. Min.). Die Mannschaft arbeitete gut im Rebound und überzeugte durch eine gute Verteidigung. Fünf Punkte in Folge von Dirk Nowitzki sorgten schließlich für die erste zweistellige Führung (13:3, 4. Min.), die durch ein Drei-Punkt-Spiel von Ademola Okulaja auf elf Punkte erhöht wurde (16:5, 6. Min.). Die chinesische Auswahl fand unter den Augen ihres angeschlagenen Stars Yao Ming nur schwer zu ihrem Rhythmus. Der Center der Houston Rockets, zur Zeit mit seiner Ehefrau in Flitterwochen, legte auf dem Weg nach Berlin einen Zwischenstopp in Hamburg ein und beobachtete, wie der talentierte Yi Jianlian sein Team zwei Minuten vor Ende des 1. Viertels auf 12:18 heranbrachte. Mit 20:14 ging es schließlich in die Pause.

Im 2. Spielabschnitt setzte sich der gute Eindruck fort. 10.433 Zuschauer in der Color Line Arena erlebten, wie die deutsche Mannschaft in den einen 22:2-Lauf hinlegte. Insbesondere Johannes Herber, der acht Punkte beisteuerte, und Steffen Hamann gaben wichtige Impulse im Angriff. Hamann überzeugte ein ums andere Mal durch seinen guten Zug zum Korb und erzielte mit seinem zweiten Drei-Punkt-Spiel in Folge zum 42:16 (19. Min.) die bis dato höchste Führung der Partie. Die deutschen Spieler zeigten eine starke Mannschaftsleistung und waren den Chinesen in allen Aspekten überlegen. Nach 20 Minuten führte das Team verdient mit 44:22. Insgesamt holte das Team sechs Rebounds mehr (16:10) und traf vor allem besser aus dem Feld. 10 von 19 Würfen aus der Zweierdistanz sowie fünf von elf Dreiern fanden ihr Ziel.

Angeführt vom ehemaligen NBA-Spieler Wang Zhizhi gelang es den von Jonas Kazlauskas trainierten Chinesen, die Begegnung dank einer besseren Trefferquote ausgeglichener zu gestalten. Das DBB-Team konnte die dominante Leistung aus der 1. Hälfte nicht fortsetzen und kam seltener zu einem gelungenen Abschluss im Angriff. Ein Alley-Oop von Hamann auf Julian Sensley zum 54:30 (26. Min.) wirkte auf Team und Zuschauer gleichermaßen wie ein Weckruf. Zwei schöne Fastbreaks, abgeschlossen durch Robert Garrett (58:34, 27. Min.) sowie Sensley (60:36, 29. Min.) ließen die deutsche Mannschaft zurück ins Spiel finden. Besonders Sensley zeigte eine starke Leistung und sorgte zu Beginn des Schlussviertels mit seinem 9. Punkt für eine 65:39-Führung. Die Auswahl von Dirk Bauermann präsenterte sich sehr ausgeglichen, so dass es nicht ins Gewicht fiel, dass der Headcoach Dirk Nowitzki lange Zeit auf der Bank behielt. Jan-Hendrik Jagla, Pascal Roller und Sven Schultze hießen die Protagonisten der letzten Minuten. Es blieb jedoch Julian Sensley überlassen, mit einem Dreier eine Sekunde vor Schluss zum 88:55-Endstand seinen starken Auftritt zu krönen und den Schlusspunkt auf ein gelungenes Testspiel zu setzen. Am Sonntag, 19. August 2007, stehen sich die beiden Mannschaften in der SAP Arena in Mannheim erneut gegenüber.

Für Deutschland spielten:
Mithat Demirel (ohne Verein), Patrick Femerling (ALBA Berlin), Robert Garrett (Brose Baskets Bamberg, 4), Demond Greene (Brose Baskets Bamberg, 6), Guido Grünheid (Hanzevast Capitals Groningen/Niederlande, 4), Steffen Hamann (Brose Baskets Bamberg, 12), Johannes Herber (ALBA Berlin, 8), Jan-Hendrik Jagla (Joventut Badalona/Spanien, 5), Eyinmisan Nikagbatse (Köln 99ers, 2), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks, 17), Ademola Okulaja (ohne Verein, 7), Pascal Roller (Deutsche Bank Skyliners, 6), Sven Schultze (Snaidero Udine/Italien, 5), Julian Sensley (ohne Verein, 12).

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