DBB-Herren schaffen den Einzug ins Achtelfinale23. August 2006

Ein gutes Viertel reicht zum 81:63-Erfolg gegen Panama

Die Herren-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in Japan den Einzug ins Achtelfinale bereits am vorletzten Vorrundenspieltag sichergestellt. Mit 81:63 (17:15, 20:23, 26:7, 18:18) gewann das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann (Foto) gegen Panama. Dabei zeigte die DBB-Auswahl über weite Strecken des Spiels eine schwache Vorstellung und konnte nur im 3. Viertel ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Morgen geht es nun im letzten Spiel der Vorrunde gegen Angola (5.55 Uhr) um den zweiten Platz in der Gruppe B.

Die ING-DiBa-Korbjäger fanden zu Beginn des 1. Viertels überhaupt nicht ins Spiel und offenbarten ungewohnte Schwächen. Besonders in der Reboundarbeit agierte man zu nachlässig und ermöglichte Panama immer wieder leichte Punkte. Die Folge war ein 3:8-Rückstand nach drei Minuten. Zumindest in der Offensive kam das DBB-Team dann etwas besser in die Partie und konnte durch einen Dreier von Ademola Okulaja sowie zwei weiteren Punkten von Dirk Nowitzki egalisieren (8.). Doch die Probleme in der Defense blieben: Das Umschalten von Angriff auf Verteidigung erfolgte viel zu langsam, so dass die Mittelamerikaner einen Fast-Break nach dem anderen laufen konnten. Jan-Hendrik Jagla sorgte mit einem Hakenwurf mit der Schlusssirene zwar für das 17:15 zum Viertelende, doch diese Führung war gemessen am Spielverlauf sehr schmeichelhaft.

Auch im 2. Viertel wurde das Spiel der deutschen nicht besser. Sven Schultze konnte den Vorsprung durch einen 3-Punkte-Wurf zwar zunächst auf fünf Punkte ausbauen (20:15, 11. Min), ein 6:0-Run Panamas zwang Coach Dirk Bauermann jedoch zu einer Auszeit (14. Min). Auch die lautstarken Worte des Coaches kamen nicht an. Das deutsche Angriffsspiel wirkte weiterhin statisch und ideenlos gegen die Zonenverteidigung Panamas. Das DBB-Team suchte sein Glück fast ausschließlich aus der Distanz (4/16 Dreier in der 1. Halbzeit) und fand nur selten den Weg zum Korb. Glück für die DBB-Herren, dass Panama diese schwache Phase nicht ausnutzen konnte um weiter davon zu ziehen. Die Partie blieb zur Halbzeit weiterhin ausgeglichen.

In der Pausenbesprechung schien Dirk Bauermann die richtigen Worte gefunden zu haben. Die ING-DiBa-Korbjäger zeigten sich nach dem Wechsel wesentlich konzentrierter und kamen wie verwandelt aus der Kabine. Über fünf Minuten ließen sie keinen Korb des Gegners zu und gaben dem Spiel durch einen 16:0-Run eine komplette Wende. Zwar profitierten sie in dieser Phase auch von der Abschlussschwäche der Mittelamerikaner, dennoch zeigten sich sowohl die Offensiv- als auch die Defensivleistung deutlich verbessert.
Und auch Dirk Nowitzki fand endlich seinen Wurfrhythmus und erzielte neun seiner insgesamt 25 Punkte im 3. Viertel. Demond Greene, der mit zwölf Punkten erneut bester Punktesammler hinter Nowitzki war, Mithat Demirel und Ademola Okulaja trafen ebenfalls von jenseits der 6,25 m Linie und sorgten somit für eine deutliche Führung vor dem letzten Viertel (63:45).

Im letzten Spielabschnitt fiel die Leistungskurve des DBB-Teams wieder ab. Dirk Bauermann nutzte die beruhigende Führung um seine Leistungsträger zu schonen, was dazu führte, dass der Spielrhythmus wieder verloren ging. Als Panama durch einen Dreier auf 66:53 verkürzte (33. Min) brachte der Trainer Nowitzki und Greene zurück ins Spiel, was sich als richtige Entscheidung herausstellte. Dirk Nowitzki erhöhte durch zwei Freiwürfe auf 74:58 (37. Min). Die Schlussminuten gehörten dann Sven Schultze, der sein Punktekonto auf zehn hochschraubte und seine ansprechende Leistung somit noch einmal unterstrich.

Deutschland:

Mithat Demirel 5, Ademola Okulaja 8, Sven Schultze 10, Robert Garrett 3, Steffen Hamann 2, Demond Greene 12, Pascal Roller, Patrick Femerling 6, Dirk Nowitzki 25, Jan-Hendrik Jagla 4, Guido Grünheid 2, Johannes Herber 4.

Scouting

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