DBB-Herren mit Rückenwind zur EM30. August 2013

Mit Rückenwind zur EM! Unter dieses Motto darf man das heutige, letzte Testspiel der deutschen Herren-Nationalmannschaft vor der EuroBasket stellen (4.-22. September 2013 in Slowenien). In der Bamberger Stechert Arena wurde das ebenfalls an der EM teilnehmende Schweden mit 78:66 (17:11, 23:20, 24:18, 14:17) in die Schranken gewiesen. Dazu steuerte Heiko Schaffartzik auf deutscher Seite die meisten Punkte bei (17). Am kommenden Montag reist die deutsche Mannschaft nach Ljubljana, wo zwei Tage später die erste EM-Partie gegen Frankreich auf dem Programm steht (21.00 Uhr, live bei spox.com, Kommentator Frank “Buschi” Buschmann).

Vor den Augen des frischgebackenen Vaters Dirk Nowitzki, der derzeit in Deutschland weilt und das Spiel aus einer Loge verfolgte (Foto unten mit Armin Andres und Holger Geschwindner), schickte Bundestrainer Frank Menz zu Beginn Heiko Schaffartzik, Niels Giffey, Lucca Staiger, Robin Benzing und Tibor Pleiß (Foto) aufs Spielfeld. Schwedens Coach Brad Dean verzichtete auf einen seiner zwei NBA-Profis, Jonas Jerebko (Detroit Pistons, Rückenbeschwerden) nahm auf der Bank Platz. Jeffery Taylor von den Charlotte Bobcats war allerdings mit von der Partie und wurde von Giffey verteidigt. 5.158 Zuschauer waren Zeuge eines guten deutschen Starts (6:0, 3. Min.). Anschließend hatten es beide Teams schwer zu Punkten zu kommen, da sie noch keinen Rhythmus gefunden hatten und die Körbe wie vernagelt wirkten (10:5, 7. Min.). Ein spektakulärer Dreier von Staiger brachte das umjubelte 13:8 zwei Minuten vor der Viertelpause. Nach zehn Minuten blieben die ING-DiBa-Korbjäger vorne (17:11).

Pleiß agierte stark mit dem Rücken zum Korb und traf zum 23:15, 12. Min.), während Benzing mit enormen Zug zum Korb zu überzeugen wusste und per “and one” das 26:15 besorgte. Das Publikum dankte es mit lautstarker Anfeuerung, auch als es danach einige Minuten lang nicht gut lief im deutschen Spiel (26:22, 15. Min.). Nach 16 Minuten zeigte Per Günther mit einem Sprint über fast das gesamte Feld, den er mit einem erfolgreichen Korbjäger plus Foul abschloss, wie wertvoll er für die deutsche Mannschaft sein kann (33:24). Die kompakten Schweden blieben ein unbequemer Gegner, den das DBB-Team in dieser Phase nach vier Zirbes-Punkten aber gut im Griff hatte (37:26, 18. Min.). Mit dem 40:31 zum Seitenwechsel durfte man durchaus zufrieden sein.

Deutschland setzt sich weiter ab

Wunderbares Zusammenspiel zwischen Benzing und Pleiß: 47:35 nach 23 Minuten. Bei Schweden war bis dahin allein Taylor als gefährlicher Korbschütze aufgefallen, während auf deutscher Seite mehrere Spieler nennenswert punkteten. Taddas Dreier fiel zur bis dato höchsten deutschen Führung durch die schwedische Reuse (53:38, 25. Min.). Deutschland gelangen einige erfolgreiche Fastbreaks (57:40, 27. Min.). Schaffartzik bewies einmal mehr seine Qualitäten sowohl von der Dreierlinie (60:42) als auch als Passgeber. Zirbes zeigte vor “eigenem” Publikum eine deutliche Leistungssteigerung und war auch bereits in “double figures”. Es schien nach 30 Minuten, als sollte es klappen mit dem ersehnten Erfolg (64:49).

Der Eindruck trog nicht, und als Staigers Dreier traf (69:52, 33. Min.), war schon fast eine Vorentscheidung gefallen. Zwar ließen die DBB-Akteure in diesen Minuten die letzte  Konzentration vermissen, blieben aber jederzeit Herr der Lage. Dennoch rief Menz seine Mannen zusammen und forderte vollen Einsatz bis zum Ende. Die Partie verflachte etwas und war nun geprägt von Ballverlusten. Schweden gelang noch eine Resultatsverbesserung (71:60, 37. Min.), die Menz gar nicht gefiel. In Gefahr geriet der Sieg aber in keinster Weise mehr.

Bundestrainer Frank Menz sagte nach dem Spiel: “Das war heute ein sehr wichtiger Test für uns und ich freue mich, dass wir unser Konzept umsetzen konnten und uns mit einem Sieg belohnt haben. Insgesamt war unsere Vorbereitung zufriedenstellend, wir haben viel gegen schwere Gegner gelernt und gehen gut vorbereitet in die Europameisterschaft. Das Publikum in Bamberg hat uns toll unterstützt – vielen Dank dafür!”

Für Deutschland spielten:
Niels Giffey (University of Connecticut/USA, 8), Per Günther (ratiopharm ulm, 3), Philip Zwiener (Eisbären Bremerhaven, 2), Heiko Schaffartzik (FC Bayern München, 17), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg, 3), Lucca Staiger (FC Bayern München, 6), Tibor Pleiß (Laboral Kuxta Vitoria/ESP, 12), Robin Benzing (FC Bayern München, 9), Bastian Doreth (Artland Dragons), Andreas Seiferth (TBB Trier, 2), Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg, 12), Alex King (ALBA Berlin, 3).

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