DBB-Herren ohne Niederlage zur EM11. September 2012

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat es geschafft: ungeschlagen ist das DBB-Team durch die EM-Qualifikation gestürmt und blickt bereits jetzt mit Spannung auf die Auslosung (18. November 2012) zur Basketball-Europameisterschaft 2013 in Slowenien. Im abschließenden Spiel der EM-Qualifikationsgruppe B setzten sich die ING-DiBa-Korbjäger mit 81:68 (21:22, 22:17, 15:15, 23:14) gegen Aserbaidschan durch. 2.227 Zuschauer in Oldenburg verabschiedeten die Mannschaft um Bundestrainer Svetislav Pesic mit verdientem Applaus. Tim Ohlbrecht, Philipp Schwethelm und Robin Benzing (je 11 Punkte) trafen für ihre Farben am besten.

Kurz vor Spielbeginn wurde Fotograf Ulf Duda von DBB-Präsident Ingo Weiss mit dem Manfred-Ströher-Medienpreis für das DBB-Foto der Jahres 2011 ausgezeichnet. Anschließend beließ Pesic zum achten Mal in Folge seine Erste Fünf unverändert (Per Günther, Heiko Schaffartzik, Robin Benzing, Jan-Hendrik Jagla, Tibor Pleiß). Die machte gleich in den ersten Minuten klar, wer der Herr in der EWE Arena sein würde. Trotz der “müden Beine” (O-Ton Pesic) wurde ein hohes Tempo vorgelegt, dem die Gäste anfangs allerdings gut folgen konnten.  Bis zum 14:8 nach vier Minuten hatten Pleiß und Benzing bereits zwei 3er versenkt. Pleiß kontrollierte den eingebürgerten US-Amerikaner Charles Davis und Benzing traf wieder von „downtown“ (17:8, 5. Min.).

Noch war nicht viel von einer besonders aggressiven Spielweise der Gäste zu sehen. Das änderte sich aber schnell, Davis kam besser ins Spiel und brachte sein Team heran (17:13, 6. Min.). Der deutsche Spielfluss war gänzlich dahin, als Aserbaidschan sogar zum Ausgleich kam (17:17, 7. Min.). Mittels einer Auszeit versuchte Pesic sein Team wachzurütteln. Mit nur mäßigem Erfolg, denn das Team vom Kaspischen Meer übernahm durch einen nun kaum zu bremsenden Davis in der neunten Minute die Führung (20:22). Die Würfe der ING-DiBa-Korbjäger wollten gegen die aserbaidschanische Zonenverteidigung nicht fallen. Folgerichtig wurde nach dem ersten Viertel ein 21:22 notiert.

Deutschland intensivierte den Druck in der Defense, wurde durch Ballgewinne belohnt und holte sich die Führung durch Bastian Doreth und Tim Ohlbrecht zurück (25:24, 12. Min.). Doreth zog beherzt zum Korb (Foto) und schloss erfolgreich ab. Aserbaidschan hielt dagegen und zog sich weiter in eine eher passive Zonenverteidigung zurück.  Nach zwei 3ern von Karsten Tadda und Philipp Schwethelm hieß es 33:26 (15. Min.), ehe Davis wieder punkten konnte. Schwethelm legte von jenseits der 3-Punkte-Linie nach (36:28, 16. Min.), Aserbaidschan flüchtete sich, vom Tempo schon sichtlich gezeichnet, in eine Auszeit. Aus der kamen die Gäste verstärkt und verkürzten auf 38:37 (19. Min., Davis).  Ohlbrecht konterte mit einem kräftigen Dunking, aber Davis (18 Punkte bis zur Pause) blieb der Dreh- und Angelpunkt der Gäste.  Zum Seitenwechsel hatte Jagla sein Team mit einen 3er nach vorne gebracht (43:39).

Benzing eröffnete den dritten Spielabschnitt mit einem 3er und gab damit die Richtung vor. Doch kurz später war Aserbaidschan wieder mitten im Spiel (48:47, 24. Min.), weil es der DBB-Auswahl einfach nicht gelang, mehrere Minuten in Folge konzentriert und fehlerfrei zu agieren. Auch der deutschen Mannschaft merkte man den Kräfteverschleiß an, es ging jetzt nur über den Kampf.  Günther wühlte sich zum 50:47 durch (25. Min.), aber die Gäste witterten nun ernsthaft ihre Chance auf eine EM-Teilnahme. Es entwickelte sich ein Kampf auf Biegen und Brechen, in dem es nach 26 Minuten 50:51 hieß. Pleiß musste mit fünf Fouls auf die Bank (27. Min.). Der 3er von Schwethelm zum 53:52 und sein anschließender Fastbreak-Treffer waren wie eine Erlösung für die deutsche Mannschaft (28. Min.). Bis zum Viertelende blieb es knapp (58:54, 3er Lucca Staiger mit dem Buzzer).

Noch einmal schlug der Gegner mit großem Kampfgeist zurück (60:58, 32. Min.), aber Jaglas 3er tat Deutschland sehr gut und Aserbaidschan dementsprechend weh. Die Gäste wehrten sich „auf der letzten Rille“ gegen ein deutsches Team, das gerade noch rechtzeitig den Kopf aus der Schlinge zog (68:60, 34. Min., 3er Staiger). Fortan gelang es Aserbaidschanern nicht mehr, ein weiteres Comeback zu starten. Deutschland baute den Vorsprung noch aus und sicherte sich den achten Sieg im achten EM-Qualifikationsspiel.

“Das war ein sehr schwieriges Spiel heute, besonders mental. Wir haben gezeigt, dass wir physisch in einer erstklassigen Verfassung sind. Ich will immer gewinnen, aber heute war es schwierig für mich zu coachen, denn es ging ja auch um andere Teams, die von unserem Ergebnis abhängig waren. Wir haben insgesamt keinen großen Basketball gezeigt, aber alle acht Spiele gewonnen. Da darf man auch einmal zufrieden sein”, bilanzierte Svetislav Pesic nach der Partie.

Für Deutschland spielten:
Robin Benzing (FC Bayern München, 11), Bastian Doreth (TBB Trier, 4), Per Günther (ratiopharm Ulm,2 ),  Jan-Hendrik Jagla (FC Bayern München, 10), Tim Ohlbrecht (ohne Verein, 11), Tibor Pleiß (Caja Laboral Vitoria/ESP, 9), Heiko Schaffartzik (ALBA Berlin, 9), Philipp Schwethelm (ratiopharm Ulm, 11), Lucca Staiger (Neckar RIESEN Ludwigsburg, 8), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg, 3), Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg, 1), Philip Zwiener (Eisbären Bremerhaven, 2).

Statistiken, Ergebnisse und Tabellen gibt es immer aktuell auf der Website der FIBA Europe

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