DBB-Herren nehmen erfolgreich Revanche30. Juli 2006

Sieg gegen Kanada vor ausverkaufter Halle in Nürnberg
Über 9.000 Zuschauer in der ausverkauften ARENA NÜRNBERGER VERSICHERUNG überzeugten sich am Sonntag Abend davon, dass Dirk Bauermann, Bundestrainer der deutschen Basketball-Nationalmannschaft der Herren, Wort hielt. Denn der hatte nach der Niederlage seines Teams zwei Tage zuvor in Hamburg erklärt: „Wir verlieren nicht zwei Mal gegen die gleiche Mannschaft!“ Er sollte Recht behalten, denn in Nürnberg gewann die DBB-Auswahl gegen die Ahornblätter mit 95:75 (24:19, 30:23, 24:15, 17:18) und zeigte dabei erhebliche Fortschritte.

Schon zu Beginn der Partie machte die deutsche Mannschaft bei tropischen Temperaturen einen ganz anderen Eindruck als noch in Hamburg. Doch auch die Kanadier  haten einen guten Start und forderten der DBB-Auswahl wieder alles ab.Demond Greene traf einen umjubelten Dreier zum 7:7 nach vier Minuten, einen weiteren zum 10:9 eine Minute später. Dirk Nowitzki nahm und traf seinen ersten Wurf nach sechs Minuten nach starkem Anspiel von Guido Grünheid (14:14). Die fränkischen Basketball-Fans verbeiteten eine unglaubliche Atmosphäre und trieben ihr Team nach vorne. Früh wechselte Dirk Bauermann munter durch, was seinem Team zunächst gut tat (20:16, Jan-Hendrik Jagla, 9. Min.). Doch erneut offenbarten die deutschen Spieler Nachlässigkeiten beim Rebound, so dass Kanada im Spiel blieb.

Im 2. Viertel ging Kanada in Führung (24:27, 13. Min.), doch der wieder starke Jagla glich noch in der gleichen Minute per Dreier aus und brachte Deutschland erneut per Dreier und mit seinem bereits 10. Punkt wieder nach vorne (30:29). Nowtzki vollendete einen schönen Fastbreak per Dunking und traf direkt im nächsten Angriff wieder (34:31, 14. Min.), die Halle kochte. Kanada ließ sich aber nicht abschütteln und kam vor allem durch den schon in Hamburg auffälligen Carl English immer wieder heran. Für das Publikum war es ein sehr unterhaltsames Spiel mit vielen schönen Korbszenen. Von denen hatte jetzt auch Robert Garrett einige (41:36, 16. Min.). Langsam brachten die ING-DiBa-Korbjäger etwas mehr Abstand zwischen sich und den Gegner (44:36, Steffen Hamann, 17. Min.). Ein spektakulärer Dunking von Hamann sorgte noch vor der Pause für ein weiteres Highlight (48:38, 19.Min.). Zum Seitenwechsel führte Deutschland nach einem Okulaja-Dreier komfortabel (54:42).

Carl English blieb auf kanadischer Seite der beeindruckendste Spieler, der mit seinen unglaublichen Distanzwürfen dafür sorgte, dass es erst einmal keine Vorentscheidung gab (58:50, 23. Min.).Vorne lief das deutsche Spiel sehr ansehnlich (Dunking Nowitzki, 65:50, Dreier Demirel, 68:50, 14. Min.). Der freie wWerfer wurde gesucht und oft gefunden. Ademola Okulaja sorgte mit seinem „put back“-Dunking für Begeisterung auf den Tribünen (70:50, 26. Min.) – Basketball-Unterhaltung pur! Minutenlang war jeder Wurf der deutschen Mannschaft ein Treffer. Jagla vollendete mit seinem dritten Dreier zum 78:53 (29. Min.) und bestätigte seinen enormen Leistungssprung.

Julian Sensley explodierte per Dunking zum 80:57, das Publikum konnte sich über einen Mangel an spektakulären Aktionen nicht beschweren, denn auch Guido Grünheid ließ es ordentlich krachen (82:57, 33. Min.). Ein rundherum schönes Basketballpiel mit einem im Schlusviertel aufdrehenden Julian Sensley. Lediglich der 100. Punkt der deutschen Mannschaft fehlte am Ende. Den hätten die Zuschauer verdient gehabt.

Deutschland:
Mithat Demirel 8, Ademola Okulaja 16, Sven Schultze, Robert Garrett 3, Steffen Hamann 6, Demond Greene 9, Pascal Roller 4, Patrick Femerling 4, Dirk Nowitzki 15, Robert Maras, Jan-Hendrik Jagla 15, Guido Grünheid 2, Julian Sensley 13, Johannes Herber.

Kanada:
Osvaldo Jeanty 3, Jermaine Anderson (6), Ryan Bell (1), Andy Rautins 3, Carl English (22), Levon Kendall (4), Aaron Doornekamp, Dave Thomas (7), Jesse Young (10), Nate Doornekamp (3), Joel Anthony, Vladimir Kuljanin, Rans Brempong (8), Jevohn Shepherd (4), Jermaine Bucknor (2).

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