DBB-Herren auch in Münster erfolgreich20. August 2005

Fortschritte beim 96:51 gegen die Niederlande deutlich erkennbar – King und Nikagbatse aus dem Kader

Die deutsche A-Nationalmannschaft der Herren hat auch ihr 2. Testspiel gegen die Niederlande erfolgreich bestritten. In Münster gewannen die „Bauermänner“ mit 96:51 (28:18, 27:13, 18:14, 23:6) und zeigten dabei bereits deutliche Fortschritte gegenüber dem ersten Spiel in Quakenbrück.

Die Niederländer verzichteten auf ihren leicht angeschlagenen NBA-Spieler Francisco Elson, Deutschland gab Center Patrick Femerling eine Pause. Mit viel Feuer kamen die ING-DiBa-Korbjäger aus der Kabine (6:0, 2. Min.). Mit Pressverteidigung über das gesamte Feld versuchten die deutschen Spieler viel Druck auszuüben, da die Niederländer tags zuvor vor allem auf der Playmakerposition Schwächen offenbart hatten. Es entwickelte sich ein sehenswertes Spiel mit packenden Szenen (12:7, 4. Min.). Auch die Niederländer trugen durchaus dazu bei, bei den Deutschen überzeugte zu Beginn vor allem Robert Maras, der für Patrick Femerling in die Startformation gerückt war. Gerrit Terdenge kam nach vierjähriger Abstinenz nach sieben Minuten zu seinem Länderspiel-Comeback und erzielte umgehend seine ersten beiden Punkte zum 20:14 (8. Min.). Demond Greene mit zwei Fastbreaks erhöhte auf den ersten zweistelligen Vorsprung (24:14, 9. Min.).

Rund 2.500 Zuschauer in der gut gefüllten Sporthalle am Berg Fidel freuten sich an einem unterhaltsamen Spiel, auch wenn sich zu Beginn des 2. Viertels einige kleine Fehler im deutschen Spiel einschlichen. Die blieben jedoch resultatsmäßig ohne Konsequenzen (34:23, 13. Min.). Man merkte allen deutschen Spielern an, dass die ernsthafte Phase der EM-Vorbereitung begonnen hat, der Einsatz stimmte. Der sehr präsente, später aber angeschlagen geschonte Marko Pesic (Foto) traf nach 14 Minuten zum 38:23, auch Geritt Terdenge beließ es nicht bei seinen ersten Comeback-Punkten. Jan Jagla nutzte seinen ersten Einsatz zu fünf schnellen Punkten, die DBB-Auswahl setzte sich weiter ab (44:25, 16. Min.). Man durfte in dieser Phase ohne Übertreibung von deutschem Spielwitz sprechen. Zum Seitenwechsel sprach alles für einen deutlichen deutschen Sieg.

Als Mithat Demirel nach 23 Minuten das 60:33 erzielte, hatten bereits alle deutschen Spieler gepunktet.Das DBB-Team blieb tonangebend, den Niederländern schien das 2. Spiel in zwei Tagen mehr zuzusetzen. Sie bemühten sich um Schadensbegrenzung und spielten ihre Angriffe nun länger aus. Bereits Mitte des 3. Viertels war die Partie endgültig entschieden (67:38, 26. Min.). Dennoch lohnte es sich weiter zuzuschauen, denn die deutschen Korbjäger bemühten sich um gute Unterhaltung für das Publikum. Dass dabei naturgemäß nicht alles klappte verziehen die Müsteraner Zuschauer gerne.

Im Schlussabschnitt rollte sogar – zunächst etwas zaghaft –  die „La Ola“-Welle durch die Halle. Deutschland führte 80:47 nach 34 Minuten, die Schallmauer 100 kam aber nicht mehr in echte Reichweite. Deutschland blieb bis zur Schlusssirene konzentriert und einsatzfreudig und machte mit der Leistung Lust auf mehr beim Supercup in Braunschweig (26.-28.8.). Aus dem deutschen Kader wurden nach dem Länderspiel in Münster Alex King und Misan Nikagbatse gestrichen.

Deutschland:
Stephen Arigbabu (letzter Verein Roseto Basket/Italien, 12), Mithat Demirel (letzter Verein ALBA Berlin, 4 ), Stefano Garris (Deutsche Bank Skyliners, 10), Demond Greene (ALBA Berlin, 9), Jan-Hendrik Jagla  (letzter Verein Artland Dragons, 12), Robert Maras (letzter Verein CSF Sevilla/Spanien, 6), Marko Pesic (letzter Verein RheinEnergie Köln, 7), Pascal Roller (Deutsche Bank Skyliners, 7), Sven Schultze (Armani Mailand/Italien, 6), Denis Wucherer (letzter Verein Benetton Treviso/Italien, 1), Robert Garrett (letzter Verein Navigo.it Teramo/Italien, 9),  Gerrit Terdenge (Gießen 46ers, 13).

Scouting

Stimmen

Gerrit Terdenge:
Für mich ist es eine Ehre, nach vier Jahren Abstinenz wieder eingeladen worden zu sein. Heute war ich voll motiviert, und es hat echt Spaß gemacht, wieder in der Nationalmannschaft zu spielen. Ich freue mich auf den Supercup in Braunschweig.

Dirk Bauermann:
Zunächst einmal möchte ich ein paar Worte zu Gerrit sagen. Ich bin für seine Nominierung kritisiert worden, aber er hat im vergangenen halben Jahr eine sehr gute Entwicklung genommen und hat es absolut verdient, hier im Team dabei zu sein. Das gilt auch für den Supercup.
Wir haben heute frischer als die Niederlande gewirkt, das ist nach dem harten Training sehr erfreulich. Außerdm zeigt sich, wie tief unser Kader besetzt ist. Das macht meinen Job sehr schwierig, aber ich muss mich halt entscheiden. Es können leider nicht alle Spieler mit zur EM, obwohl alle gut genug wären. Patrick Femerling hat leichte Knieprobleme und wird am Montag untersucht. Nicht zuletzt deshalb bleiben alle `Großen` im Kader für den Supercup. Die Aufschlüsse sind nach zwei Spielen natürlich noch nicht sehr groß, aber die ersten Eindrücke stimmen mich positiv.

Glenn Pinas, Headcoach der Niederlande:
Wir sind dankbar, dass wir zwei Mal gegen Deutschland spielen durften. Heute haben wir ohne Francisco Elson, aber vor allem ohne Selbstbewusstsein und ohne Defense gespielt. Das war ein bisschen zu viel. Unser Ziel für die kommenden Qualifikationsspiele ist es, die A-Gruppe zu halten und nicht abzusteigen.

 

Weitere News

22. Juni 2017

3×3 U18-Mädchen zur WM

FIBA 3x3 U18 World Cup 2017 vom 26. Juni - 4. Juli 2017 in Chengdu/China

22. Juni 2017

13 neue B-Trainerinnen und B-Trainer

Sonderlehrgang im Olympia-Stützpunkt Rhein-Neckar in Heidelberg

22. Juni 2017

3. dezentrales DBB-Minifestival

Große Begeisterung am Leistungsstützpunkt in Grünberg