DBB-Herren lösen Olympia-Ticket!20. Juli 2008

96:82-Sieg über Puerto Rico – Grenzenloser Jubel in Athen

Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel in der Athener OAKO-Arena keine Grenzen: die DBB-Herren lagen sich mit dem Trainerstab, der Betreuer-Delegation und dem DBB-Präsidium in den Armen. Zum ausgelassenen Feiern, das heute Abend sicherlich noch in Athen weiter gehen wird, hatten die deutschen Basketballer auch allen Grund: in einem spannenden Spiel setzten sich die ING-DiBa-Korbjäger gegen die Auswahl Puerto Ricos mit 96:82 (22:23, 26:16, 26:19, 22:24) durch. Die Auswahl von DBB-Bundestrainer Dirk Bauermann (Foto rechts) wird damit Deutschland bei den Olympischen Spielen im August in Peking vertreten.

Bereits vor dem Spiel wurde bekannt, dass mit Carlos Arroyo ein wichtiger Spieler auf Seiten der Puerto Ricaner nicht eingesetzt werden konnte. Der NBA-Profi von den Orlando Magics hatte sich im gestrigen Halbfinale gegen Gastgeber Griechenland eine schmerzhafte Muskelzerrung im linken Kniegelenk zugezogen.

Im vielbeschworenen “wichtigsten Spiel im DBB-Trikot” (Dirk Nowitzki) vertraute Bundestrainer Dirk Bauermann seiner mittlerweile angestammten Starting Five um Steffen Hamann, Demond Greene, Konrad Wysocki, Dirk Nowitzki und Chris Kaman. Die Südamerikaner erwischten den besseren Start und gingen durch fünf Punkte von Juan Jose Barea mit 5:2 in Führung. Doch Nowitzki und Hamann hielten in einer schnellen und intensiven Anfangsphase für das DBB-Team dagegen. Während Puerto Rico häufig von außen den Abschluss suchte, waren die Angriffe der deutschen Basketballer variantenreicher: Hamann (Foto unten links) penetrierte erfolgreich zum Korb, Greene traf aus der Distanz und Kaman punktete im Eins-gegen-Eins unter dem Korb. Dennoch war die Partie im ersten Spielabschnitt komplett offen: nach sieben Minuten stand es 16:16. Dirk Nowitzki sorgte für die erste deutsche Führung zum 22:21 (9. Min.), die John Ramos für die Südamerikaner erfolgreich kontern konnte. So lag Puerto Rico nach den ersten zehn Minuten knapp mit 23:22 in Front.

Im zweiten Spielabschnitt verzichtete Puerto Rico zunächst auf ihren Spielmacher JJ Barea, was Deutschland gleich ausnutzen konnte: Sven Schulze traf per Dreier zur 31:28-Führung (14. Min.). Doch Puerto Rico ließ sich nicht abschütteln; das Team von Trainer Manuel Cintron blieb weiter dran. Lee und Ayuso trafen jenseits der Dreipunktelinie für die Südamerikaner. Doch Hamann hatte – ebenfalls per Dreier – die richtige Antwort für Deutschland parat. Kaman sicherte viele wichtige Rebounds (zur Halbzeit bereits neun), handelte sich dann aber in der 19. Minute sein drittes persönliches Foul ein. Deutschland agierte jedoch souverän, punktete durch Nowitzki per Dreier zum 44:39 und hatten sich zur Halbzeit etwas abgesetzt (48:39).

Im dritten Spielabschnitt funktionierte das deutsche Teamspiel weiter: Hamann in einem seiner besten Länderspiele punktete für Deutschland und führte überragend Regie. Auf Femerlings Punkte von der Freiwurflinie folgte Greenes Dreier, der sich heute trotz Probleme mit ausgekugeltem Finger ernorm verbessert zeigte. In dieser Phase des Spiels verhinderten einzig Puerto Ricos Schützen, dass die DBB-Herren sich weiter absetzen konnten. Nach 25 Minuten führte Deutschland 58:51. Deutschlands Basketball-Herren agierten souverän und spielten mit viel mehr Selbstbewußtsein als noch beim gestrigen Spiel gegen Kroatien. Robert Garrett traf zwei Mal aus der Distanz zum 67:54 (28. Min.), Greene erhöhte erneut per Dreier – das DBB-Team hatte zu diesem Zeitpunkt eine sensationelle Dreierquote von 65 Prozent. Vor dem Schlussviertel lag Deutschland gegen nun völlig konsternierte Puerto Ricaner mit 74:58 vorne.

Doch die Südamerikaner steckten nicht auf und kämpften für ihren Olympia-Traum. Dies bekam besonders Dirk Nowitzki zu spüren, der nun wieder mit harten Bandagen bearbeitet wurde. Doch Deutschland verwaltete nicht nur den Vorsprung, sondern spielte konzentriert und engagiert weiter. Das DBB-Team agierte zudem nervenstark von der Freiwurflinie und ließ den Südamerikanern so keine Chance mehr, das Spiel noch zu drehen. Auch als das Team um Barea noch einmal auf neun Punkte heran kam (86:77), reagierte die deutsche Mannschaft abgezockt: Nowitzki netzte beide Freiwürfe ein und Hamann krönte seine Leistung mit einem Dunking. Deutschland setzte sich souverän und extrem fokussiert gegen Puerto Rico durch und sicherte sich durch den 96:82-Sieg das letzte verbleibende Ticket für die Olympischen Spiele in Peking.

Für Deutschland spielten:
Robert Garrett (Brose Baskets Bamberg, 8), Demond Greene (Brose Baskets Bamberg, 15), Steffen Hamann (ALBA Berlin, 19), Jan-Hendrik Jagla (DKV Joventut Badalona/Spanien, dnp), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/USA, 32), Tim Ohlbrecht (Brose Baskets Bamberg, dnp), Pascal Roller (Deutsche Bank Skyliners, 5), Sven Schultze (Amatori Snaidero Udine/Italien, 3), Konrad Wysocki (Deutsche Bank Skyliners), Philip Zwiener (ALBA Berlin, dnp), Chris Kaman (LA Clippers, 10) und Patrick Femerling (ALBA Berlin, 4). 

Für Puerto Rico spielten:
Peter John Ramos (Caguas Criollos, 16), Jose Juan Barea (Dallas Mavericks, 18), Filiberto Rivera (Carolina Gigantes, 12), Javier Mojica (Fajardo Cariduros), Alejandro Carmona (Carolina Gigantes, ), Ricardo Sanchez (Humacao Grises, 12), Luis Villafane (Carolina Gigantes, dnp), Alexander Falcon (Santurce Cangrejeros), Larry Ayuso (Cibona Zagreb, 15), Carmelo Antrone Lee (Conquistadores de Guaynabo, 7), Daniel Santiago (Unicaja Malaga, 2), Carlos Arroyo (Orlando Magic, dnp), Joel Jones (Ponce Leones). 

Weitere News

28. März 2017

FIBA 3×3 World Cup 2017

Vorrundengruppen gesetzt

Logo3x3WM2017Nantes-500breit

28. März 2017

DBB-Herren im Ausland 2016/2017 – Update 21

Mavs wohl raus, Bulls knapp dran, Hawks zittern - Zipser mit career high - Benzing in Abstiegsgefahr

ZipserPaul2017vsDetroit-500

27. März 2017

Schiedsrichter im Blickpunkt

Kampagne im Rahmen eines bundesweiten Aktionstags

Schiedsrichter

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.