DBB-Herren liefern Spanien einen tollen Kampf3. September 2005

68:75-Niederlage vor 5.000 Zuschauern in Valencia

Das Wort „Härtetest“ wird gerne auch unpassend verwendet. Im Falle des Spiels der deutschen Basketball-Nationalmannschaft der Herren gegen Spanien in Valencia trifft der Begriff allerdings hundertprozentig zu. Beide Teams lieferten sich vor 5.000 Zuschauern einen tollen Kampf, den letztlich die Deutschen mit 68:75 (16:15, 14:15, 15:21, 23:24) verloren. Die DBB-Auswahl zeigte eine homogene Teamleistung und agierte sehr selbstbewusst.

Von Beginn an bot die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann den enthusiastisch angefeuerten Spaniern erfolgreich Paroli. Das Spiel verlief über weite Strecken völlig ausgeglichen, im 2. Viertel konnte die DBB-Auswahl um Topscorer Dirk Nowitzki (Foto) sogar leicht in Führung gehen (27:22, 18. Min.). Doch dann begannen die drei spanischen Schiedsrichter ihr Werk und drückten dem Spiel maßgeblich ihren Stempel auf. „Immer wenn es nötig war, haben die Spanier die Pfiffe bekommen, das war schon sehr auffällig“, meinte DBB-Sportdirektor Wolfgang Brenscheidt.

Trotz dieser Widrigkeiten blieb die deutsche Mannschaft eine echte Einheit und kam bis in die Schlusssekunden für einen Sieg in Frage. Noch 35 Sekunden vor dem Ende war beim 67:69 alles drin- Das DBB-Team foulte, doch die Spaniern behielten an der Freiwurflinie die Nerven. und gewannen die Partie. Insgesamt hatten die Unparteiischen 35 Fouls auf deutscher Seite, aber lediglich 22 bei den Spaniern gesehen. Die ING-DiBa-Korbjägern zeigten dieses Mal besonders von der Dreierlinie Schwächen (6/29 = 21 Prozent) und trafen auch aus dem Zweierbereich nur duchschnittlich (15/37 = 41 Prozent). Von der Freiwurflinie allerdings gab es nichts zu bemängeln (20/21 = 95 Prozent). Ausgeglichen war die Reboundbilanz (39:39).

„Das Spiel war sehr intensiv und hart umkämpft. Wir hatten in Spanien eine Siegchance, mehr kann man nicht erwarten. Manchmal siegt man in solchen Spielen, manchmal unterliegt man. Die drei spanischen Schiedsrichter haben wohl einen neuen Weltrekord aufgestellt, indem sie den Spaniern 51 Freiwürfe zugesprochen haben. Besonders als wir vorne lagen haben sie doch sehr seltsame Entscheidungen getroffen. Alles in allem bin ich zufrieden, wir haben uns hier klar verbessert präsentiert. Jetzt folgt der ultimative EM-Härtetest in Athen“, meinte Dirk Bauermann nach der Partie.

Deutschland
Stephen Arigbabu (letzter Verein: Roseto Basket/Italien, 4), Robert Garrett (letzter Verein: Navigo.it Teramo/Italien, 2), Demond Greene (ALBA Berlin, 6), Robert Maras (letzter Verein: CSF Sevilla/Spanien, 4), Misan Nikagbatse (Vertical Vision Cantu/Italien, 4), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/USA, 24), Ademola Okulaja (letzter Verein: Pamesa Valencia, 3), Marko Pesic (letzter Verein: RheinEnergie Köln, 2), Pascal Roller (Deutsche Bank Skyliners, 5), Sven Schultze (Armani Mailand/Italien, 5), Denis Wucherer (BC Telindus Oostende/Belgien, 7).

Bei den Spaniern trafen Carlos Navarro (18), Rudy Fernandez (11) und Felipe Reyes (10) am besten.

Scouting

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