DBB-Herren: Letzter EM-Härtetest in der Color Line Arena8. September 2005

Am kommenden Sonntag gegen Bosnien-Herzegowina

Nach fünf anstrengenden Spielen in nur sechs Tagen bei den Turnieren in Valencia und Athen kehrt die deutsche Herren-Nationalmannschaft heute nach Deutschland zurück. Dann ist erst einmal Ausruhen angesagt, ehe es zum letzten EM-Härtetest gegen Bosnien-Herzegowina nach Hamburg geht (Color Line Arena, Sonntag, 11.9., 14.30 Uhr, live im DSF). „Wir benötigen jetzt dringend die knapp zwei Tage Pause. Die Spieler müssen regenerieren. Am Samstag werden wir dann noch einmal leicht trainieren, damit die Beine zurück kommen“, beschreibt Bundestrainer Dirk Bauermann die Planungen.

Aufgehellt hatten sich die deutschen Mienen nach der abschließenden 60-70-Niederlage gegen Serbien und Montenegro beim Akropolis-Turnier in Athen. Zwar bedeutete das die vierte Niederlage in Folge, aber viel wichtiger waren die positiven Aspekte des Spiels. Center Patrick Femerling (Foto) feierte knapp drei Wochen nach seinem Eingriff am Knie (Meniskusglättung) ein 18-minütiges, vielversprechendes Comeback, und auch der zuletzt wegen erneuter Knieprobleme fehlende Ademola Okulaja konnte 21 Minuten lang beschwerdefrei mitwirken. „Das macht schon einen erheblichen Unterschied aus. Es ist insgesamt ein gutes Zeichen, dass sich alle Spieler in diesem Spiel gesteigert haben“, freute sich Dirk Bauermann.


Patrick Femerling

Misan Nikagbatse wurde im Spiel gegen Serbien und Montenegro wegen Sprunggelenksbeschwerden geschont. Zum Spiel gegen Bosnien-Herzegowina werden alle 13 Spieler aus Athen und zusätzlich Mithat Demirel anreisen. Demnach sind folgende Spieler in Hamburg dabei:

Stephen Arigbabu (Forward/Center, 2,06 m, ALBA Berlin)
Robert Garrett (Guard, 1,93 m, Navigo.it Teramo/Italien)
Demond Greene (Guard, 1,85 m, ALBA Berlin)
Robert Maras (Center, 2,15 m, CSF Sevilla/Spanien)
Dirk Nowitzki (Forward, 2,13 m, Dallas Mavericks/USA)
Marko Pesic (Guard, 1,98 m, RheinEnergie Köln)
Pascal Roller (Guard, 1,80 m, Deutsche Bank Skyliners)
Sven Schultze (Forward, 2,06 m, Armani Mailand/Italien)
Denis Wucherer (Guard, 1,95 m, Telindus Oostende/Belgien)
Johannes Herber (Guard, 1,97 m, West Virginia University)
Patrick Femerling (Center, 2,13 m, Panathinakos Athen)
Ademola Okulaja (Forward, 2,04 m, Pamesa Valencia/Spanien)
Misan Nikagbatse (Guard  1,95 m, Vertical Vision Cantu/Italien)
Mithat Demirel (Guard, 1,80 m, Besiktas Istanbul)

„Bosnien-Herzegowina ist eine Mannschaft mit ganz viel Erfahrung, ebenfalls EM-Teilnehmer und daher der ideale Gegner für den letzten Test. Die Mannschaft verfügt über eine sehr starke 1. Fünf mit dem überragenden, aus den USA eingebürgerten Guard Henry Domercant und den auch in Deutschland bekannten Centern Elvir Ovcina und Alexander Radojevic. Außerdem haben sie mit Jasmin Hukic einen der stärksten Flügelspieler in Europa. Die Zuschauer in Hamburg dürfen sich auf eine interessante Partie freuen“, macht Dirk Bauermann Appetit auf die letzte Standortbestimmung vor der EM (16.-25. September in Serbien und Montenegro). 

Die von Mensur Bajramovic trainierte Mannschaft aus Bosnien-Herzegowina, die bei der EM in der Vorrundengruppe C (Belgrad) auf Slowenien, Griechenland und Frankreich treffen wird, hat sich für das Turnier in Serbien-Montenegro diesmal viel vorgenommen und möchte möglichst das Viertelfinale erreichen. Neben dem hoch gehandelten „Most Valuable Player“ der bosnischen Liga, Kenan Bajramovic und dem eminent korbgefährlichen Jasmin Hukic, der schon beim Turnier in Valencia zu den besten Korbschützen zählte (11Pkt. gegen Deutschland und 21Pkt gegen die Ukraine) ruhen die Hoffnungen vor allem auf dem dynamischen Henry Domercant. Der aus den USA eingebürgerte Guard, der mit seiner spektakulären Spielweise in der vergangenen Saison die Fans von Efes Pilsen Istanbul zu begeistern wusste, war mit einem Schnitt von 14 Punkten und vier Rebounds gleichzeitig einer der effektivsten Spieler des türkischen Meisters in der abgelaufenen Europaligasaison. Auch in Valencia war er mit durchschnittlich 20,0 Punkten bester Werfer seines Teams und brachte dort auch die deutsche Verteidigung ein ums andere Mal in Verlegenheit.

Den Backcourt komplettiert der mit 35 Jahren erfahrenste Spieler, Damir Mrsic, der seit Jahren einer der gefährlichsten Korbschützen ist und während der EM-Qualifikation zweitbester Scorer seines Teams war. Neben dem 2,19 m großen Aleksandar Radojevic, der beim Turnier in Spanien eine Konstante war, soll Elvir Ovcina dafür sorgen, dass es unter den Brettern eng wird. 

Der aktuelle EM-Kader der Bosnier:

Sasa Vasilijevic (Guard, 1,83 m, Hemofarm Vrsac/SCG)
Elvir Ovcina (Center, 2,09 m, zuletzt RE Köln/GER)
Mirza Teletovic (Forward/Center, 2.05 m, Telindus Oostende/BEL)
Samir Leric (Center, 2,04 m, Polonia Warschau/POL)
Vedran Princ (Guard, 1,92 m, Siroki Brijeg)
Henry Domercant (Guard, 1,91 m, Efes Istanbul/TUR)
Sinisa Kovacevic (Guard, 2,00 m, Bosna Sarajevo)
Barisa Krasic (Forward, 2,02 m, Artland Dragons/GER)
Damir Mrsic (Guard, 1,88 m, Fenerbahce Istanbul/TUR)
Jasmin Hukic (Forward, 2,03 m, Ural-Great Perm/RUS)
Aleksandar Radojevic (Center, 2,20 m, Prkom Sopot/POL)
Kenan Bajramovic (Center, 2,04 m, Azovm. Mariupol/UKR)
Mujo Tuljkovic (Forward, 2,02 m, Wisla Krakau/POL)

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