DBB-Herren landen umjubelten Erfolg gegen Puerto Rico20. August 2010

6.750 Zuschauer im GERRY WEBER STADION in Halle/Westfalen – Tolles Duell nach dem Seitenwechsel

Im vorletzten Testspiel vor der Weltmeisterschaft in der Türkei (28. August – 12. September) hat die deutsche Herren-Nationalmannschaft einen umjubelten Sieg gelandet. 6.750 begeisterte Zuschauer im GERRY WEBER STADION  in Halle/Westfalen wurden Zeuge des 73:63 (16:21, 14:19, 21:14, 22:9). Kommenden Sonntag um 16.00 Uhr geht es im Bonner Telekom Dome erneut gegen den gleichen Gegner, ehe die dann um zwei Spieler reduzierte Mannschaft am Mittwoch ins türkische Kayseri reist.

Sehr schwer fanden die ING-DiBa-Korbjäger (Foto Robin Benzing in Aktion) in die Partie. Den deutschen Kaltstart nutzte Puerto Rico zur schnellen Führung (0:7, 2. Min.), ehe die Schützlinge von Dirk Bauermann langsam in die Gänge kamen und durch Dreier von Jan-Hendrik Jagla und ein Dreipunktspiel von Tibor Pleiß auf 6:9 heran. Die rund 6.000 Zuschauern freuten sich über einen weiteren Dreier – dieses Mal von Steffen Hamann – und den Ausgleich, als fünf Minuten absolviert waren. Anschließend übernahmen die unkonventionell und sehr schnell agierenden Puertorikaner wieder das Kommando. Interessant war bis dahin das Duell zwischen Puerto Ricos 2,22-Meter-Center Peter John Ramos und DBB-Youngster Tibor Pleiß. Bis zur ersten Viertelpause hatten sich die Mannen von der Karibikinsel wieder leicht abgesetzt (16:21).

Lucca Staiger traf aus der Distanz und Elias Harris brachte viel frischen Wind in die deutsche Offense, doch Puerto Rico um die drei NBA-Stars JJ Barea, Carlos Arroyo und Renaldo Balkman blieb vorne (22:27, 14. Min.). Bauermann brachte Per Günther gegen den wieselflinken Barea. Balkman ließ es gegen Tim Ohlbrecht gewaltig krachen, die Kulisse zeigte sich ob der athletischen Fähigkeiten einiger Puertorikaner beeindruckt. Zu statisch und durchsichtig agierten die DBB-Akteure, als dass sie in dieser Phase eine Wende herbei führen konnten. Auch das eindringliche “Auf geht´s” von Coach Bauermann führte nicht zum Erfolg (22:31, 17. Min.). Unermüdlich feuerte der Bundestrainer seine Spieler an, versuchte, seine Energie auf das Spielfeld zu übertragen. Noch war von dem vor der Partie angekündigten “Feinschliff” nicht viel zu sehen. Beim 26:40 nach 19 Minuten musste man sich um die deutsche Mannschaft Sorgen machen. Puerto Rico gelang es, die geballte Erfahrung auch aufs Parkett zu bringen und zu zeigen. Pleiß und Jagla gestalteten das Resultat zum Seitenwechsel freundlicher (30:40).

Zwei deutsche Fastbreaks, einer von Benzing mit akrobatischer Bewegung abgeschlossen und einer sicher von Hamann per Layup vollstreckt, brachten Deutschland zu Beginn des dritten Viertels heran (34:40, 22. Min.). Ganz andere Körpersprache zeichnete die DBB-Akteure jetzt aus, die sich offenbar Einiges  vorgenommen hatten. Puerto Rico blieb cool, Nathan Peavy von den Artland Dragons stopfte zum 40:49 (26. Min.). Jagla übernahm nun mehrfach die Verantwortung und Harris traf einen Dreier zum 45:49, 28. Min.). Die gut gefüllte Halle dankte es mit lautstarker Unterstützung. Alle sehnten den deutschen Anschluss herbei, aber gleich mehrere Würfe drehten sich (noch) aus dem Korb heraus. Dann versenkte Staiger einen Dreier zum 48:51 und Schaffartzik traf unmittelbar danach ebenfalls aus der Distanz zum Ausgleich (51:51, 30. Min.). Das Publikum stand Kopf, und auch Vasallos Dreier zum 51:54-Viertelendstand konnte daran nichts ändern.

Wieder verfielen die DBB-Korbjäger einige Male in hektische Aktionen, dann konnte Harris zum 53:54 punkten und per Dreier das 56:54 besorgen (33. Min.). Längst hatte sich ein mehr als sehenswertes Spiel entwickelt. Schaffartzik machte jenseits der Dreierlinie weiter (59:57, 34. Min.), es ging immer verbissener zu, Puerto Rico versuchte sich zunehmend mit körperlicher Härte zu wehren (unsportliches Foul Balkman, 35. Min., 61:57 Jagla). Ein blitzsauberer Hakenwurf von Jagla, zwei erfolgreiche Freiwürfe von Schaffartzik und ein Dreier von Jagla schraubten die deutsche Führung auf 68:57 (37. Min.). Sogar 70:57 stand es, als Puerto Rico sich nach langer Abstinenz mit Punkten auf das Scoreboard zurück brachte (38. Min.). Jagla überragte mit einem weiteren Dreier, der Sieg war in trockenen Tüchern.

“Unabhängig davon, was ein Trainer in der Halbzeitpause sagt, seine Mannschaft muss auch in der Lage sein das umzusetzen. Es ist sehr erfreulich und zeugt vom guten Charakter, dass uns das heute gelungen ist. Wir haben eine neu gewonnene Aggressivität und eine attackierende Spielweise, mit der ich sehr zufrieden bin.  Puerto Rico ist eine sehr starke Mannschaft, die uns sicher auch am Sonntag alles abverlangen wird. Besonders gefreut habe ich mich über die vielen Kinder in der Halle, das zeigt das große Potenzial, das Basketball in Deutschland hat”, meinte ein aufgeräumter Bundestrainer in der Pressekonferenz. “Ich sehe mich als Energizer von der Bank und komme mit der Rolle gut klar. Wir müssen nicht ängstlich sein und uns verstecken, das hat man heute gesehen. Ich fühle mich sehr gut vorbereitet auf die WM, wir könne dort befreit aufspielen”, so Elias Harris. 

Deutschland
Lucca Staiger (ALBA Berlin, 8), Heiko Schaffartzik (Turk Telekom Ankara/Türkei, 8), Yassin Idbihi (ALBA Berlin), Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn), Konrad Wysocki (PGE Turow Zgorzelec/POL), Steffen Hamann (FC Bayern München, 5), Demond Greene (FC Bayern München, 2), Tibor Pleiß (Brose Baskets Bamberg, 5), Elias Harris (Gonzaga University/USA, 13), Philipp Schwethelm (Eisbären Bremerhaven, 2), Robin Benzing (ratiopharm Ulm, 2), Jan-Hendrik Jagla (Asseco Prokom Gdynia/POL, 25), Per Günther (ratiopharm Ulm), Christopher McNaughton (EWE Baskets Oldenburg, 3).

Puerto Rico
Carlos Arroyo, 9, José Juan Barea, 7,  Peter John Ramos, 2, Daniel Santiago, 10, Angel Daniel Vasallo, 6, Carmelo Lee, 5, Nathan Peavy, 16, Renaldo Balkman, 6, Ricardo Sánchez, Filiberto Rivera, 2.

Hier der Link zum kompletten Scouting.

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