DBB-Herren kommen gegen Griechenland unter die Räder15. August 2006

Zweiter Platz beim Champions Cup

Die deutsche Nationalmannschaft hat ihren letzten Test vor der Weltmeisterschaft verloren. Mit 47:84 (10:18, 15:23, 11:22, 11:21) unterlag die Mannschaft um Bundestrainer Dirk Bauermann gegen Griechenland im Finale des Champions Cups im chinesischen Kunshan. In der Neuauflage des EM-Finales von 2005 erschien die Mannschaft gegen aggressive Griechen weitestgehend chancenlos.

Dabei zeigte Deutschland einen vielversprechenden Beginn. Bis Mitte des 1. Viertels blieb das Nationalteam durch 7 Punkte von Dirk Nowitzki und einem Dreier von Demond Greene beim Spielstand von 10:12 auf Augenhöhe mit dem Europameister von 2005. Doch schon bald sackte die Trefferquote bei Deutschland immer weiter in den Keller (nur noch 33%), Griechenland dagegen zog Punkt um Punkt davon. Das Viertel endete mit 10:18.

Trainer Bauermann fing früh an durchzuwechseln und hatte schon im 2. Viertel alle Akteure bis auf Julian Sensley aufgestellt. Doch die Einwechslungen brachten nur wenig neue Ideen in das deutsche Spiel. Die Offensive lief nicht rund. Weder Nowitzki noch Ademola Okulaja konnten gut in Szene gesetzt werden. In der Defensive gewährte die DBB-Auswahl den Griechen zu viel Platz, die diese bei einer Trefferquote von 69% aus dem Feld und 50% von der Dreierlinie bitter bestraften. Zudem zeigten die Deutschen ungewohnte Schwächen im Defensivrebound, so dass Griechenland zur Halbzeit einen komfortablen 16-Punkte-Vorsprung herausgespielt hatte (25:41).

Nach dem Seitenwechsel erwischte die deutsche Mannschaft den schlechteren Start und musste zunächst einen 0:6-Lauf der Griechen hinnehmen (25:47), bevor Okulaja und Robert Garrett jeweils per Dreier den Rückstand kurzzeitig wieder unter die 20-Punkte-Marke drücken konnten (32:49). Doch diese währte nicht lange. Ein weiterer 4:14-Lauf folgte, in dem Johannes Herber (Foto) und Jan-Hendrik Jagla jeweils einmal für Deutschland punkteten. Griechenland setzte dagegen weiterhin sein Distanzfeuerwerk fort und hielt die Trefferquote in traumhaften Dimensionen (68% 2er, 55er 3er). Vor allem der Grieche Vasileios Spanoulis blieb mit einer hundertprozentigen Ausbeute von der Dreierlinie (3/3) treffsicherster Spieler eines starken griechischen Teams.

Mit einem desaströsen 36:63-Rückstand ging es in den Schlussabschnitt. Bauermann nahm seine Leistungsträger vom Feld und schickte die “zweite Fünf” aufs Parkett. Während Herber mit 2 Dreiern im letzten Viertel für kurze Lichtblicke im deutschen Team sorgen konnte, kam die deutsche Mannschaft weiterhin nicht mit der aggressiven Defense des griechischen Teams klar und musste auch das Schlussviertel mit 11:21 zum 47:84-Endstand abgeben.

Trainer Bauermann nach dem Spiel:
“Die Griechen haben auf höchstem Niveau verteidigt und uns mit dieser Verteidigung dominiert. Wir sind die Physis und Aggressivität nicht mitgegangen und haben deswegen so hoch verloren. Während des Turniers konnten wir aber mit Brasilien und China zwei sehr starke Gegner schlagen.”

Die Entscheidung darüber, welche 12 der 13 verbleibenden Spielern die WM in Japan bestreiten werden, fällt morgen früh.

Deutschland:
Mithat Demirel, Ademola Okulaja 6, Sven Schultze, Robert Garrett 5, Steffen Hamann, Demond Greene 3, Pascal Roller, Patrick Femerling 5, Dirk Nowitzki 9, Jan-Hendrik Jagla 5, Guido Grünheid 4, Julian Sensley, Johannes Herber/Foto, 10.

Weitere Informationen unter http://stankovic.qq.com 

Scouting

Weitere News

18. Januar 2017

DBB-Damen im Ausland 2016/17: Update 11

Oft ging es knapp zu

GuelichMarie2017vsWash-500

18. Januar 2017

DBB-TV: NBBL ALLSTAR Game 2017 in Bonn

Highlights vom NBBL-Allstar Game

NBBL_Allstar-Game-2017_500

17. Januar 2017

DBB-Öffentlichkeitsarbeit sucht Praktikantinnen/Praktikanten

Große Affinität zum Basketball und zum Thema „Social Media“ sowie journalistische Vorkenntnisse erwünscht

DBB-Logoaufgrau-500

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.