DBB-Herren: Klare Niederlage gegen Griechenland10. August 2013

Erfolgserlebnis gegen einen der “Großen” in Europa verpasst. Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Herren hat ihr zweites Turnierspiel im französischen Straßburg verloren. Gegen Griechenland hat damit die zwölf Jahre lange Durststrecke weiterhin Bestand. 52:80 (11:19, 15:20, 17:22, 9:19) lautete der Endstand, zu dem Heiko Schaffartzik die meisten Punkte für Deutschland beisteuerte (11). Morgen geht es in der abschließenden Partie gegen Kroatien.

Bundestrainer Frank Menz musste auf Robin Benzing (weiterhin Trainingsrückstand) und Nicolai Simon (Muskelverhärtung in der Wade) verzichten und begann mit Heiko Schaffartzik, Karsten Tadda, Per Günther, Alex King und Tibor Pleiß. Deutschland hatte Probleme, gegen die sehr aggressive Defense der Griechen in die offensiven Strukturen zu finden, führte aber dennoch 9:7 (5. Min.), weil Schaffartzik stark begann und die Hellenen ihrerseits Probleme im Angriff offenbarten. Beide Teams fanden im ersten Viertel nie richtig zu einem Rhythmus, “zerfahren” ist das richtige Wort dafür (11:11, 8. Min.). Viele Fehler auf deutscher Seite ermöglichten den Griechen dann die Führung (11:16, 9. Min.). Im deutschen Spiel fehlte der “Kick” der letzten beiden Spiele gegen Frankreich, so stand es 11:19  nach den ersten zehn Minuten.

Es war nicht die Stärke des Gegners, die das DBB-Team in diese schwierige Phase gebracht hatte, sondern es waren erstmals im Laufe der Vorbereitung die vielen eigenen Fehler. Menz ließ seine Mannschaft mit aggressiver Ganzfeld-Verteidigung reagieren (15:19, Pleiß, 12. Min.): Der Effekt kam kurzfristig zum Tragen, auch wenn es vorne weiter “rumpelte” (19:24, 16. Min.). Auf beiden Seiten vermochten die beiden Mannschaften kaum einfache Körbe zu erzielen. Die DBB-Auswahl fing sich zwei griechische Dreier (19:31, 18. Min.), ehe Schaffartzik ebenfalls aus der Distanz antwortete. Bis zum Seitenwechsel dominierten die jetzt viel “abgezockter” auftretenden Griechen ganz klar (26:39).

0:15-Lauf verhindert jegliche Aufholjagd

Gegen Frankreich in Mannheim hatten die deutschen Youngster einen hohen Rückstand fast wieder wettmachen können. Sollte dies auch gegen Griechenland gelingen? Zunächst einmal sah es überhaupt nicht danach aus, denn Griechenland machte die ersten fünf Punkte nach der Pause (26:44, 22. Min.). Die Griechen, die ohne Spanoulis, Bourousis und Schortsanitis antraten, schienen einem sicheren Sieg entgegen zu streben. Zwei Dreier von King und Staiger verkürzten aber (32:46, 23. Min.), Giffey zog mit Mut zum Korb: 34:46, (24. Min.). Das Momentum war auf deutscher Seite, als Pleiß ein schönes Anspiel von Giffey verwandelte und seine Mannschaft auf zehn Punkte heran brachte (36:46, 25. Min.). In der Folge ließ man mehrere Chancen den Rückstand weiter zu verringern ungenutzt. Dafür netzten die Griechen drei Dreier ein und gingen wieder deutlicher in Führung (42:59, 29. Min.).

Auch in den abschließenden zehn Minuten änderte sich nicht viel daran, dass es einfach nicht der Tag der DBB-Korbjäger war. Sie ließen weiterhin nichts unversucht, um näher an den Gegner heran zu kommen, aber Griechenland gestattete kaum etwas und die Menz-Truppe musste die bittere Erfahrung machen letztlich chancenlos zu sein (43: 65, 33. Min.). Immer größer wurde der Rückstand (43:72, 35. Min.) und man musste ein Debakel fürchten. Erst nach einem 0:15-Lauf und mehr als acht punktlosen Minuten kam Deutschland wieder zu Punkten (46:74, Schaffartzik, 37. Min.). Giffey stopfte noch einmal spektakulär, aber die Niederlage war besiegelt.

“Es ist für uns schwierig, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gegen zwei europäische Topteams zu spielen. Wir haben uns gestern mit Herz gegen die französische NBA-Truppe ausgepowert, das ist für uns momentan nicht beliebig wiederholbar. Trotzdem sind auch solche Spiele ganz wertvoll für meine junge und unerfahrene Mannschaft, denn letztlich machen sie einen besser. Am Ende sind wir leider weggebrochen, bis zur Pause war es noch ganz in Ordnung”, meinte Frank Menz nach der Schlusssirene.

Für Deutschland spielten:
Niels Giffey (University of Connecticut/USA, 4), Per Günther (ratiopharm ulm, 2), Philip Zwiener (Eisbären Bremerhaven, 6), Heiko Schaffartzik (FC Bayern München, 11), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg,), Lucca Staiger (FC Bayern München, 5), Tibor Pleiß (Laboral Kuxta Vitoria/ESP, 8), Bastian Doreth (Foto, Artland Dragons, 8), Andreas Seiferth (TBB Trier, 2), Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg, 1), Jonas Wohlfarth-Bottermann (ALBA Berlin), Alex King (ALBA Berlin, 3),  Johannes Lischka (WALTER Tigers Tübingen, 2).


Abschließendes Spiel der DBB-Herren in Straßburg:

Sonntag, 11. August 2013, 15.30 Uhr: Deutschland – Kroatien


Die treuesten Fans der Nationalmannschaft: Michaela Behrens und Henry Voss waren auch in Straßburg mit dabei.

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