DBB-Herren gewinnen gegen Serbien nach doppelter Verlängerung29. August 2010

82:81-Erfolg für das Bauermann-Team im Basketball-Krimi in Kayseri – Jagla bester Werfer
Im zweiten Vorrunden-Spiel der Basketball-Weltmeisterschaft in der Türkei haben die DBB-Herren sensationell ihren ersten Sieg eingefahren. Die Mannschaft von DBB-Bundestrainer Dirk Bauermann überzeugte mit hoher Intensität und setzte sich nach doppelter Verlängerung mit 82:81 (14:17, 23:18, 19:19, 13:15, 4:4, 9:8) gegen Serbien durch. Deutschland zeigte wie bereits im gestrigen Spiel gegen die Argentinier eine klasse Leistung und überstand auch zwei Verlängerungen, um die Sensation gegen die favorisierten Serben perfekt zu machen. Jan-Hendrik Jagla (Foto Camera4) war mit 22 Punkten der beste Werfer der deutschen Mannschaft, Demond Greene (15) Heiko Schaffartzik (14), Christopher McNaugthon (12) und Steffen Hamann (10) punkteten ebenfalls zweistellig.

Steffen Hamann, Demond Greene, Robin Benzing, Jan-Hendrik Jagla und Tibor Pleiß erhielten erneut das Vertrauen von Dirk Bauermann, nicht aber ohne den Hinweis, von Beginn an mit hoher Intensität zu agieren. Diese zeigte die deutsche Mannschaft auch, allerdings gepaart mit etwas Nervosität, die auf beiden Seiten zu zahlreichen Fehlwürfen in der Anfangsphase führte. Serbien musste auf die von der FIBA gesperrten Kristic und Teodosic verzichten und hatte Probleme mit der gut aufgelegten deutschen Mannschaft. Jagla und Greene trafen aus der Distanz für Deutschland und brachten das DBB-Team nach drei Minuten mit 5:4 in Führung. Vor allem Jagla war in der Anfangsphase sehr aktiv und wurde von Hamann glänzend in Szene gesetzt (9:9, 6. Min.). Beide Akteure bekamen, wie die anderen Starter auch, eine kurze Pause vom deutschen Cheftrainer, sodass mit Heiko Schaffartzik, Philipp Schwethelm, Elias Harris, Tim Ohlbrecht und Christopher McNaughton ein vergleichsweise unerfahrenes Team auf dem Parkett stand. Schaffartzik übernahm Verantwortung und versenkte einen Dreipunktewurf, die Serben gingen dennoch in Führung (12:17 aus deutscher Sicht, 8. Min.). Die umkämpften und phasenweise zähen ersten zehn Minuten endeten mit den ersten beiden WM-Punkten von McNaughton, der nach Schaffartzik-Pass zum 14:17-Viertelstand traf.

McNaugthon traf auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts für die ING-DiBa-Korbjäger, die in der Verteidigung weiterhin mit viel Einsatz agierten und sich nach Schaffartziks Distanzwurf die Führung zurückeroberten (21:20, 13. Min.). Während der deutsche Bundestrainer mit der Leistung seines Teams durchaus zufrieden sein konnte, konnte sein Gegenüber Dusan Ivkovic die Offensiv-Leistung seines Teams nicht gutheißen. Die Serben blieben durch Rasic dran, Hamann gab jedoch für Deutschland die Antwort (31:28). Der deutsche Regisseur musste nach seinem Steal und nachfolgendem Korbleger mit einer Platzwunde vom Feld und mit zwei Stichen an der Augenbraue genäht werden. Schaffartzik, der wie die komplette deutsche Mannschaft eine sehr gute erste Halbzeit spielte, traf mit dem Buzzer zum 37:35-Halbzeitstand.

Jagla und Greene waren auch in der zweiten Halbzeit zur Stelle und vergrößerten den Vorsprung der deutschen Mannschaft auf 44:39 (23. Min.). Die DBB-Herren behaupteten sich jetzt auch mehr und mehr unter den Körben und verbesserten die noch zur Halbzeit schwache Rebound-Bilanz (9:19) auf 15:20. Serbien konnte drei Minuten vor Beginn des Schlußviertels ausgleichen (48:48), dennoch war für das junge deutsche Team noch alles drin. McNaughton bleib ein Aktivposten im deutschen Team und war mit einem sehenswerten Drei-Punkt-Spiel zur Stelle. Schaffartziks Dreipunktewurf brachte den deutschen Basketballern die wichtige 56:54-Führung vor den letzten zehn Minuten.

Elias Harris war der Mann des Schlußviertels, der dieses zunächst mit einen Dunk eröffnete und dann exzellent verteidigte und Deutschland somit das 63:58 ermöglichte. Die beiden Kapitäne Hamann und Jagla harmonierten glänzend, beispielsweise als der deutsche Power Forward seinen Aufbau unter dem Korb in Szene setzte und Deutschland mit sechs Punkten davonzog. Die ING-DiBa-Korbjäger schafften es, trotz der immer wütender werdenden Angriffe der Serben, dagegen und den Vorsprung konstant zu halten (Greene zum 67:63, 37. Min.). Rasic traf aus der Distanz für die serbische Auswahl und verkürzte 90 Sekunden vor Spielende auf drei Punkte (69:66 für Deutschland). Rasic war es auch, der seine Farben in die Verlängerung warf, da Deutschland in den letzten zwei Minuten offensiv nichts mehr auf die Anzeigetafel brachte (69:69).

Vier Punkte von Steffen Hamann sorgten für den perfekten Beginn der Overtime, in der Deutschland defensiv wieder überzeugte. Jagla sicherte sich wichtige Rebounds und zeigte sich mit verantwortlich dafür, dass die Serben nach drei Minuten der Verlängerung noch nicht getroffen hatten (73:69). Tepic erlöste die Serben aus der Distanz und machte den Basketball-Krimi noch spannender (73:72). Doch weil Perovic nur einen seiner Freiwürfe traf und Steffen Hamann seinerseits keine Freiwürfe zugesprochen kam, gab es noch einmal fünf Extra-Minuten (73:73).

Demond Greene war der Mann der zweiten Verlängerung, der nach zwei Freiwürfen von Jagla mit vier ganz wichtigen Punkten für Deutschland dem Spiel seinen Stempel aufdrückte. Mit 2:42 auf der Uhr führte das DBB-Team mit 79:73. Trotz des Wahnsinns-Dreiers von Jagla aus der Ecke blieb es ein Basketball-Krimi: Rasic verkürzte nach umstrittenem Pfiff auf 82:81 aus deutscher Sicht. Am Ende jubelten jedoch die deutschen Basketballer, die defensiv hervorragend arbeiteten und im Angriff einen kühlen Kopf bewahrten.

Am morgigen Montag kann die deutsche Mannschaft im Spiel gegen Australien für die nächste Überraschung sorgen. Das Spiel beginnt um 18 Uhr deutscher Zeit. SPORT 1 überträgt live ab 17.45 Uhr.

Alle weiteren Informationen rund um das deutsche Team und die Weltmeisterschaft in der Türkei finden Sie auf www.turkey2010.fiba.com.

Für Deutschland spielten:

Robin Benzing (ratiopharm Ulm, 2), Demond Greene (FC Bayern München, 15), Per Günther (ratiopharm Ulm, dnp), Steffen Hamann (FC Bayern München, 10), Elias Harris (Gonzaga University/USA, 4), Jan-Hendrik Jagla (Asseco Prokom Gdynia/POL, 22), Christopher McNaughton (EWE Baskets Oldenburg, 12), Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn), Tibor Pleiß (Brose Baskets Bamberg, 2), Heiko Schaffartzik (Turk Telekom Ankara/TUR, 14), Philipp Schwethelm (Eisbären Bremerhaven, 1), Lucca Staiger (ALBA Berlin, dnp).

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