DBB-Herren gewinnen gegen Serbien15. August 2009

4.000 begeisterte Zuschauer in der Braunschweiger Volkswagen Halle – Drei Debütanten im DBB-Team

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat ihr erstes Heimspiel in diesem Sommer gewonnen. Einen Tag nach der EM-Absage von Dirk Nowitzki siegte das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann gegen Serbien mit 74:53 (8:15, 28:12, 18:18, 20:8). Rund 4.000 Zuschauer  in der Braunschweiger Volkswagen Halle waren von der Vorstellung der völlig neuformierten ING-DiBa-Korbjäger über weite Strecken hellauf begeistert. 

Drei weitere Debütanten feierten ihr erstes Länderspiel: Robin Benzing, Tibor Pleiß und Elias Harris. Damit haben in diesem Sommer neun Spieler ihre Debüts im Trikot der A-Nationalmannschaft absolviert. Deutschland begann mit Lucca Staiger, Robin Benzing, Steffen Hamann, Tim Ohlbrecht und Jan-Hendrik Jagla. Die DBB-Auswahl begann glänzend, ließ kaum Nervosität erkennen (4:0, 2. Min.) und unterhielt das Publikum bestens. Doch Serbien ließ sich nur kurz beeindrucken und kam vor allem durch ihren NBA-Center Nenad Krstic ins Spiel (4:7, 5. Min.). Sven Schultze brachte Energie ins deutsche Spiel und Benzing Deutschland an der Freiwurflinie wieder in Führung (8:7, 7. Min.). Serbien konterte mit zwei eiskalten Dreiern. Das DBB-Team, in dem bereits alle drei Neulinge auf dem Feld gestanden hatten, wirkte leicht verunsichert (8:15, 8. Min.).

Leidenschaftlich kämpften die deutschen Spieler und hatten auch Erfolgserlebnisse in Defense und Offense (15:19, 13. Min., Idbihi). Zwar gab es auf beiden Seiten viele Fehler, aber der große Einsatz wurde von den Zuschauern honoriert. der künftige Lokalmatador Heiko Schaffartzik (Foto) netzte per Dreier zum 18:21 ein (15. Min.), Jagla ebenfalls von “downtown” zum 21:23 nur eine Minute später. Yassin Idbihi gelang sogar der Ausgleich in dieser starken deutschen Phase, und Schaffartzik brachte die Volkswagen Halle mit einem weiteren Dreier zum Kochen (26:23, 18. Min.). Jagla zog jenseits der 6,25-Meter-Linie nach (29:25), und gegen die nun zweite Reihe der Serben hatten sich die Deutschen Vorteile erspielt. Die Vorgabe des Coaches, zu jeder Sekunde des Spieles immer alles zu geben, wurde bestens umgesetzt. So hatte die junge DBB-Auswahl ein tolles 2. Viertel hingelegt (35:27, 3. Dreier Schaffartzik, 36:27, Freiwurf Staiger, 20. Min.).

Den Serben merkte man zu Beginn an, dass sie keineswegs gewillt waren, sich einfach zu ergeben. Jetzt wieder mit Krstic und angefeuert von ihren Fans kamen sie heran (37:33, 23. Min.). Deutschland hielt dagegen, kassierte jetzt aber einige schmerzhafte Pfiffe der Unparteiischen. Demond Greene übernahm Verantwortung, stemmte sich gegen die Serben und erzielte sechs Punkte hintereinander (43:40, 26. Min.). Benzings Dreier mit der Sirene der “shot clock” machte Freude (46:42, 27. Min.), und der eiskalte Dreier von Schaffartzik über Krstic zum 51:43 (29. Min .) war ein gutes Zeichen dafür, dass sich das DBB-Team von der kleinen Schwächephase gut erholt hatte. Serbiens Coach Dusan Ivkovic hatte seinen Mannen in der Auszeit Einiges zu erzählen. Johannes Lischka machte an der Freiwurflinie die erste zweistellige Führung der Deutschen perfekt (54:44, 30. Min.).

Staiger traf mit Beginn des Schlussabschnitts einen blitzsauberen Dreier, Idbihi erhöhte per Tip-in auf 59:45, Jagla nach wunderbarem Anspiel von Idbihi auf den fast unglaublichen Zwischenstand von 61:45 (32. Min.). Ivkovic wurde in der folgenden Auszeit deutlich lauter. Die deutsche Mannschaft geriet nicht mehr in Gefahr (63:45, Hamann, 36. Min.), spielte selbst hervorragend und hatte in den Serben einen Gegner, dem nun überhaupt nichts mehr gelingen wollte. 68:47 hieß es nach einem weiteren Benzing-Dreier zwieinhalb Minuten vor dem Ende. Wysocki dunkte nach ‘Vorarbeit’ von Benzing zum umjubelten 72:49. Den Schlusspunkt in einem tollen Spiel aber setzte Elias Harris, der per Alley-Oop zum 74:53-Endstand traf.

Im serbischen Team überzeugten Nenad Kristic mit 15 sowie Milos Teodosic mit zehn Punkten.

Für Deutschland spielten:
Lucca Staiger (Iowa State University/USA, 13:22 Min., 4 Punkte, 2 Rebounds, 2 Assists), Heiko Schaffartzik (New Yorker Phantoms Braunschweig, 24:02, 13, 4/6 Dreier, 4 Reb., 4 Ass., 3 Steals), Sven Schultze (ohne Verein, 19:19, 3, 3 Reb.),  Konrad Wysocki (ohne Verein, 12:21, 5, 3 Reb.), Philip Zwiener (ALBA Berlin, 6:00, 2 Reb.), Steffen Hamann (ALBA Berlin, 24:12, 4, 2 Reb., 2 Ass., 2 St.), Demond Greene (ohne Verein, 19:32, 8, ), Per Günther (ratiopharm Ulm, dnp), Yassin Idbihi (CSP Limoges/FRA, 18:01, 9, 5 Reb.), Johannes Lischka (Lti Gießen 46ers, 7:08, 1, 2 Reb.), Jan-Hendrik Jagla (ohne Verein, 12:33, 9, 2 Reb.), Tibor Pleiß (ohne Verein, 15:42, 2, 3 Reb.), Tim Ohlbrecht (ohne Verein, 10:36, 4, 3 Reb.), Robin Benzing (ratiopharm Ulm, 24:20, 8, 2/2 Dreier, 5 Reb.), Elias Harris (Gonzaga University/USA/BiS Baskets Speyer, 6:34, 2, 2 Reb.).

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