DBB-Herren gewinnen gegen Israel8. August 2009

Tolle kämpferische Leistung – Mittwoch geht es in Braunschweig weiter – Bahiense de Mello und Zirbes aus dem Kader gestrichen

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat ihr 2. Spiel beim internationalen Turnier in Leiden /Niederlande gewonnen. Gegen Israel gab es einen 79:72 (15:14, 26:22, 16:20, 22:16)-Erfolg. Lediglich etwa 200 Zuschauer hatten sich eingefunden, um das Duell der beiden EM-Teilnehmer zu verfolgen.

Dieses Mal baute Bundestrainer Dirk Bauermann auch auf seine erfahrenen Kräfte. So standen Steffen Hamann, Tim Ohlbrecht (Foto), Jan Jagla, Lucca Staiger und Konrad Wysocki in der Starting 5. Verärgert nahm Bauermann bereits nach etwas mehr als einer Minute eine Auszeit (0:3). Besonders in den ersten beiden Angriffen hatten seine Schützlinge so gar nicht das gemacht, was er ihnen mit auf den Weg gegeben hatte. Die Besserung trat umgehend ein, denn Ohlbrecht, Wysocki und Jagla besorgten die 9:3-Führung (4. Min.). Es entwickelte sich eine muntere Partie (11:10, 6. Min.), in die jetzt auch die Olympiateilnehmer Sven Schultze und Philipp Zwiener eingriffen. Die Israelis erhöhten den Druck in der Verteidigung, Deutschland musste einige gezwungene Würfe nehmen. Dennoch behauptete man die Führung nach dem 1. Viertel (15:14).

An der Freiwurflinie erhöhten Schultze und Wysocki auf 18:14 (12. Min.). Deutschland überzeugte aber weiterhin eher mit einem großen Kampfgeist in der Defense. Ein schönes Dreipunktspiel von Jagla führte zum 21:16 (14. Min.). Das Spiel hatte jetzt deutlich an Fahrt verloren. Beide Teams suchten ihre Abstimmung im Angriff, da blieb einiges an Spielfluss auf der Strecke. Zwei Dreier von Schultze und Wysocki sowie ein Lay up von Staiger machten aus dem zwischenzeitlichen Remis eine deutsche 31:23-Führung (16. Min.). Staiger erhöhte per Dreier auf 34:25 (17. Min.). Es lief nun deutlich besser im deutschen Angriff, der einige sehr schöne Szenen produzierte (Ohlbrecht, Wysocki, Hamann, 41:31, 19. Min.). Die letzten Sekunden vor dem Seitenwechsel verliefen allerdings so unglücklich, dass Israel noch heran kam (41:36).

Guter Auftakt für das DBB-Team im 3. Viertel: Ohlbrecht und Hamann trafen zum 45:36, (22. Min.). Dann agierte die deutsche Defense etwas zu nachlässig und im Angriff zu unkonzentriert, was die Israelis umgehend zur Resultatsverbesserung ausnutzten (50:50, 27. Min.). Zwiener beendete die minutenlange deutsche Durststrecke erst beim Stand von 50:51 nach 29 Minuten. Dieses Mal hatte die DBB-Auswahl das bessere Viertelende für sich, als Idbihi mit der Schlusssirene zum 57:56 einnetzte.

Das Spiel blieb umkämpft, aber Deutschland bekam den kontinuierlich punktenden Lior Eliyahu nicht in den Griff (59:63, 34. Min.). Hamann hielt per Dreipunktspiel dagegen und holte auch die Führung zurück (64:63, 35. Min.). Israel ließ jetzt nicht mehr locker und hatte in dieser Phase immer eine „schmerzhafte“ Antwort parat. Deutschland mit einem Dreier von Ohlbrecht zum 69:68 (37. Min.) aber auch. Schultze erhöhte nach schönem Anspiel von Schaffartzik auf 71:68, ehe Schaffartzik per Dreier zum 74:70 vollstreckte (38. Min.). Idbihis Tip-in zum 76:72 schürte die Hoffnungen auf einen Sieg, gefolgt von einem weiteren Dreier durch Ohlbrecht (79:72, ´55). Danach brannte nichts mehr an.
Dominik Bahiense de Mello und Maik Zirbes werden zum kommenden Lehrgang in Braunschweig aus dem Kader gestrichen.

„Man hat gemerkt, dass uns die erfahrenen Spieler eine andere Qualität geben. Ich freue mich über den Einsatz der Mannschaft, die auch nach einer schwächeren Phase nie aufgesteckt hat. Der Sieg war zum Abschluss der ersten harten Vorbereitungsphase ganz wichtig für uns“, meinte Bauermann.

Für Deutschland spielten:
Per Günther (ratiopharm Ulm, dnp), Steffen Hamann (ALBA Berlin, 14), Yassin Idbihi (CSP Limoges/FRA, 7), Jan-Hendrik Jagla (ohne Verein, 9), Johannes Lischka (Lti Gießen 46ers), Tim Ohlbrecht (ohne Verein, 13), Heiko Schaffartzik (New Yorker Phantoms Braunschweig, 5), Sven Schultze (ohne Verein, 11), Lucca Staiger (Iowa State University/USA, 7), Konrad Wysocki (ohne Verein, 11), Maik Zirbes (TBB Trier, dnp), Philip Zwiener (ALBA Berlin, 2).

Weitere Informationen zum Turnier gibt es auf der Turnier-Homepage 

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