DBB-Herren gestalten 1. EM-Test erfolgreich10. August 2007

In Wien gewinnt das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann gegen Österreich mit 97:77

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft ist erfolgreich in die EM-Saison 2007 gestartet. Im 1. Testspiel für die Europameisterschaft in Spanien (3.-16. September 2007) bezwangen die Spieler von Bundestrainer Dirk Bauermann Österreich am Ende standesgemäß mit 97:77 (18:25, 22:10, 30:21, 27:21). 1.200 Zuschauer in der ausverkauften Wiener Stadthalle B wollten die Partie gegen die frisch aus dem Trainingslager auf Mallorca zurückgekehrte DBB-Auswahl, die noch ohne Dirk Nowitzki antrat, sehen. Morgen um 14.00 Uhr steht das 2. Spiel in Österreich auf dem Programm, wenn es gegen die Slowakische Republik geht.

Deutschland begann mit Steffen Hamann, Demond Greene, Julian Sensley, Ademola Okulaja (Foto) und Patrick Femerling. Zunächst fand die deutsche Auswahl nur schwer ihren Rhythmus (4:10, 5. Min.), verbuchte einige Fehler wie ungenaue Anspiele und nahm schlechte Würfe. „Deutsche auf dem falschen Fuß erwischt“ nannte es der österreichische Kommentator und hatte Recht damit. Okulajas Dreier machte Mut, aber die gut zusammen spielenden Österreicher blieben vorne (11:14, 7. Min.). Bauermann wechselte früh (Nikagbatse, Jagla, Roller, Grünheid), suchte wohl die passende Formation. Noch wirkten die deutschen Beine schwer vom anstrengenden Trainingslager. Österreich beeindruckte mit einer sehr guten Vorstellung und lag weiter vorne (15:22, 9. Min.). Einzig Nikagbatse traf in dieser Phase für die Deutschen und hielt mit seinen sieben Punkte den Abstand halbwegs gering. 

Probleme gab es vornehmlich auf den großen Positionen, die von den Österreichern sehr stark verteidigt wurden. Aber jetzt lief das deutsche Spiel besser, und Grünheid tippte den Ball zur 26:25-Führung für Deutschland in den Korb (14. Min.), der starke Nikagbatse erhöhte per Fast Break. Fünf Minuten brauchten die Österreicher in diesem Viertel für ihre ersten Punkte. Das DBB-Team übernahm langsam die Kontrolle über die Partie, machte dann aber wieder einige leichte Fehler. Okulajas Dreier zum 35:29 (18. Min.) war der erste etwas deutlichere Vorsprung für die Gäste, Roller ließ ebenfalls von „downtown“ das 38:31 folgen (19. Min.). Zum Seitenwechsel war von einem Klassenunterschied nichts zu bemerken (40:35), auch weil die Österreicher stark von der Freiwurflinie (14/15) agierten. Okulaja (10) und Nikagbatse (9) waren die besten deutschen Korbschützen in den ersten beiden Vierteln.

Femerling und ein Dreier von Sensley machten den Vorsprung unmittelbar nach der Pause zweistellig (45:35), aber Österreich gab sich nicht geschlagen und setzte sich einige Male durch. Doch jetzt trafen Greene, Sensley und Okulaja erneut von jenseits der 3-Punkte-Linie zum 58:44 (25. Min.). Hamann stopfte den Ball in den Korb der Alpenländler, die Deutschen spielten jetzt flüssig und gaben den Gastgebern manches Rätsel auf. Die aber kämpften munter weiter und verkürzten wieder etwas, vornehmlich durch ihren Besten, Stjepan Stazic (62:50, 27. Min.). Dann spielten Jagla und Grünheid gemeinsam auf den Positionen 4 und 5, möglicherweise die deutsche Zukunft unter den Brettern. Der Abstand blieb jetzt konstant bei 10-14 Punkten, die DBB-Auswahl traf fast jeden Dreier in dieser Phase (Grünheid, Roller). Nach 30 Minuten schien Deutschland das Spiel ganz sicher im Griff zu haben (70:56).

Immer noch kämpfte Österreich um jeden Ball und wurde dafür belohnt (70:64, 32. Min.). Aber Grünheid und Dreier von Nino Garris und Okulaja brachten wieder etwas Luft für die Deutschen (78:66, 34. Min.). Vor allem Okulaja zeigte gute Frühform und konnte von den Österreichern nie wirklich gestoppt werden. Die deutsche Führung wuchs nach einem Jagla-Dreier auf 20 Punkte (90:70, 38. Min.), das Spiel war entschieden.

„Ich bin alles in allem zufrieden. Wir haben aber teilweise nicht gut verteidigt. Es war ein wichtiger Test gegen einen guten Gegner. Wir haben letztlich Geduld bewiesen und am Ende verdient gewonnen“, so der Bundestrainer nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Patrick Femerling (ALBA Berlin, 4), Stefano Garris (Deutsche Bank Skyliners, 5), Demond Greene (Brose Baskets Bamberg, 5), Guido Grünheid (Hanzevast Capitals Groningen/Niederlande, 10), Steffen Hamann (Brose Baskets Bamberg, 8), Johannes Herber (dnp, ALBA Berlin), Jan-Hendrik Jagla (Joventut Badalona/Spanien, 11), Eyinmisan Nikagbatse (Köln 99ers, 9), Ademola Okulaja (ohne Verein, 25), Pascal Roller (Deutsche Bank Skyliners, 12), Sven Schultze (dnp, Snaidero Udine/Italien), Julian Sensley (ohne Verein, 8).

Weitere News

14. Dezember 2017

Nominierung U18-Jungen

Ibrahimagic wählt 17 Korbjäger aus

14. Dezember 2017

DOSB sucht Deutschlands coolste Seniorensportgruppe

Bewerbung bis zum 28. Februar 2018 möglich

13. Dezember 2017

DBB und Peak verlängern Partnerschaft vorzeitig um acht Jahre

Ausrüster langfristig an der Seite des deutschen Basketballs