DBB-Herren gegen Griechenland mit zwei Gesichtern – 81:915. September 2005

Desaströser erster Hälfte folgen zwei starke Viertel
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Herren ist mit einer Niederlage gegen Griechenland in das Akropolis-Turnier in Athen gestartet. Dabei zeigte das DBB-Team zwei Gesichter, eine desaströse erste Hälfte und zwei starke Schlussviertel. Die änderten letztlich aber nichts mehr an der 81:91 (9:32, 15:20, 27:20, 30:19)-Niederlage. Die deutsche Auswahl musste ohne Ademola Okulaja auskommen, den neuerliche Knieprobleme plagten. Auch ein Einsatz von Center Patrick Femerling wurde als noch zu früh erachtet. 

Die ersten Spielminuten begannen noch halbwegs ausgeglichen (4:6, 3. Min.). Dann aber lief minutenlang überhaupt gar nichts im deutschen Team zusammen. Ängstlich, unsicher und ohne Wurfglück agierten die ING-DiBa-Korbjäger, die sich plötzlich mit 4:21 im Rückstand sahen (8. Min.). Und es wurde noch schlimmer, denn die wie entfesselt aufspielenden Griechen versenkten weiter Wurf um Wurf gegen eine kaum vorhandene deutsche Defense.

Als Antonis Fotsis für die Griechen zum 9:35 traf (11. Min.), sprach TV-Kommentator Michael Körner im DSF zurecht von “einer Demütigung nach der anderen”. Erst jetzt gab es erste kleine Lichtblicke in der deutschen Mannschaft (17:39, 13. Min.), doch dann übernahmen die immer einen Schritt schnelleren Gastgeber vor etwa 5.000 Zuschauern in der OAK-Arena in Athen wieder das Kommando. Beim 17:48 nach 17 Minuten wurde der höchste deutsche Rückstand notiert. 

Nach dem Seitenwechsel fand die deutsche Mannschaft ganz langsam in die Partie hinein. Als einziger Spieler im deutschen Team war bis dahin Robert Garrett mit drei erfolgreichen Dreiern positiv aufgefallen. Der jetzt deutlich stärkere, ja überragende Dirk Nowitzki brachte die DBB-Auswahl in der 27. Minute wieder in erträgliche “Gefilde” (42:61). Kampf und Emotionen waren jetzt im deutschen Spiel. Und hätte nicht Sven Schultze Ende des 3. Viertels viel Pech mit einem Dunking-Versuch gehabt, vielleicht wäre das Momentum noch etwas früher auf die deutsche Seite gesprungen.

So blieb es eine mühsame, aber immer erfolgreichere Aufholjagd. Denis Wucherer krönte seine stärkste Phase mit einem spektakulärem Dunking und anschließendem Dreier, es stand nur noch 60:75 (23. Min.). Kurz später sogar das 62:75 durch Sven Schultze, doch die folgenden Minuten dominierte wieder Griechenlands Center Lazaros Papadopoulos (68:82, 36. Min.). Drei Dreier von Dirk Nowitzki, Pascal Roller und Misan Nikagbatse brachten die deutsche Mannschaft drei Minuten vor dem Ende auf 77:87 heran, kurz vor der Schlusssirene stand es gar 81:89. Für eine erfolgreiche Wende waren die Versäumnisse in den ersten zwanzig Minuten aber zu groß gewesen.

Deutschland
Stephen Arigbabu (ALBA Berlin), Robert Garrett (letzter Verein: Navigo.it Teramo/Italien, 11), Demond Greene (ALBA Berlin, 4), Robert Maras (letzter Verein: CSF Sevilla/Spanien, 5), Misan Nikagbatse (Vertical Vision Cantu/Italien, 7), Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks/USA, 28), Marko Pesic (Foto, letzter Verein: RheinEnergie Köln, 2), Pascal Roller (Deutsche Bank Skyliners, 8), Sven Schultze (Armani Mailand/Italien, 9), Denis Wucherer (BC Telindus Oostende/Belgien, 8), Johannes Herber (West Virginia University).

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