DBB-Herren machen es gegen Brasilien spannend – 76:75!12. August 2006

Damit im Endspiel des Champions Cup am Dienstag – Gegner steht noch nicht fest
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Herren ist beim Champions Cup im chinesischen Nanjing ins Endspiel eingezogen. Einen Tag nach dem 82:73-Erfolg gegen China gewann das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann gegen Brasilien mit 76:75 (18:17, 23:19, 21:19, 14:20). Damit spielen die ING-DiBa-Korbjäger am kommenden Dienstag im Finale in Kunshan (Gegner steht noch nicht fest).

Zur schnellen 7:2-Führung der DBB-Auswahl steuerten Demond Greene (5) und Patrick Femerling die Zähler bei. Dann traf auch Dirk Nowitzki erstmals (9:4, 3. Min.). Desweiteren standen Steffen Haman und Ademola Okulaja in der 1. Fünf. Nachdem Brasilien durch Tiago Splitter und die beiden NBA-Spieler Leandro Barbosa und Anderson Varejao auf 11:10 heran gekommen war, trafen Nowitzki und der eingewechselte Mithat Demirel per Dreier zum 16:10 (7. Min.). Auch Jan Jagla, Johannes Herber und Guido Grünheid wurden früh von Bauermann gebracht. Letzterer führte sich nach erstklassigem Anspiel von Nowitzki mit zwei Zählern zum 18:12 gleich gut ein (8.). Brasilien konterte zum 18:17 kurz vor Ende des 1. Viertels.

Trotz Dreiers von Robert Garrett kam Brasilien zum Ausgleich nach zwölf Minuten (21:21), aber Femerling holte die Führung umgehend zurück. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten die deutschen Korbjäger mit einer mäßigen Wurfquote von nur knapp 30 Prozent auskommen. Gegen die brasilianische Zonenverteidigung fielen die Würfe einfach nicht. Pascal Roller übernahm die Regie von Mithat Demirel, Brasilien ging Mitte des 2. Viertels erstmals in Führung (26:28). Der WM-Geheimfavorit traf deutlich hochprozentiger als die Deutschen. Aber Garrett (Foto) mit seinem zweiten Dreier, Ademola Okulaja und Pascal Roller holten die Führung für das DBB-Team zurück (33:32, 17. Min.). Es entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, in dem die Führung mehrfach wechselte (Dreier Roller zum 36:36). Nowitzki mit zwei Zweiern und  „and one“ besorgte das 41:36 (20. Min.). Die nur wenigen Zuschauer freuten sich über eine attraktive Partie. Fünf deutsche Würfe in Folge hatten ihr Ziel getroffen und die Wurfquote auf 40 Prozent angehoben.

Nowitzki per Dunking und Okulaja punkteten nach dem Seitenwechsel schnell zum 47:36 (22. Min.), dem ersten größeren Vorsprung in dieser Begegnung. Okulaja hatte nun seine beste Phase und erzielte Punkt um Punkt (52:40, 24. Min.). Unmittelbar nach seiner ersten Einwechslung vollstreckte Sven Schultze per Dreier zum 55:42, legte dann per Zweier zum 58:46 nach (27. Min.). Wie schon tags zuvor überzeugte Center Patrick Femerling mit cleverer und effektiver Verteidigung. Außerdem hatte die deutsche Mannschaft bis dato auch im Rebound Vorteile (37:29). Dann war es mal wieder Zeit für einen Garrett-Dreier (61:50). Doch Brasilien wehrte sich, vor allem durch den agilen Power Forward Anderson Varejao, und kam auf 62:55 heran (30. Min.).

Die Partie schien zu kippen, Punkt um Punkt kam Brasilien heran (62:61, 33. Min.), während auf deutscher Seie nicht mehr viel funktionierte. Die deutschen Guards kamen mit dem immensen Druck der brasilianischen Pressverteidigung in dieser Phase überhaupt nicht zurecht und verursachten einige Ballverluste. Brasilien glich aus (64:64, 35. Min.), wirkte frischer und wacher. Nowitzi sorgte mit seinem Korb zum 66:64 nach längerer „Pause“ zunächst dafür, dass die Südamerikaner nicht am DBB-Team vorbei zogen. Doch Barbosa brachte Brasilien in Front (66:67, 36. Min.). Nowitzki, Roller und Okulaja schlugen zurück (72:69), das Spiel entwickelte sich zu einem echten Härtetest für die WM. Greenes Dreier sorgte für große Freude auf der deutschen Bank (75:69, 38. Min.), war aber noch keine Vorentscheidung. Denn Varejao und Co. kämpften mit allen Mitteln um den Anschluss und schaffte den erneuten Ausgleich (75:75, 39.Min.). Patrick Femerling sicherte den deutschen Erfolg mit einem Freiwurftreffer kurz vor Schluss. Der letzte Dreier von Brasilien verfehlte sein Ziel.

„Wir sind gut ins Spiel hinein gekommen und konnten uns eine klare Führung erspielen. Dann hat uns Brasilien mit unterschiedlichen Zonenverteidigungen den Rhythmus kaputt gemacht. Außerdem haben wir im 3. Viertel einige ganz schlechte Pfiffe der Unparteiischen bekommen und uns zu sehr damit beschäftigt. Das wir dieses Spiel unter diesen schwierigen Bedingungen gegen einen sehr starken Gegner trotzdem gewonnen haben, ist sehr erfreulich. Sven Schultze hat heute eine gute Leistung gezeigt. Wir sind auf einem guten Weg, die beiden Siege waren wichtig für das Selbstbewusstsein. Die Spiele hier sind auch so etwas wie Charaktertests für die Spieler, die wenig oder gar nicht zum Einsatz kommen. Da erkenne ich, wie diese Spieler mit der Situation umgehen können“, meinte Dirk Bauermann nach dem Spiel.

Deutschland:
Mithat Demirel 5, Ademola Okulaja 11, Sven Schultze 5, Robert Garrett 9, Steffen Hamann, Demond Greene 10, Pascal Roller 7, Patrick Femerling 8, Dirk Nowitzki 18/16 Rebounds, Jan-Hendrik Jagla, Guido Grünheid 2, Julian Sensley, Johannes Herber 1.

Weitere Informationen unter http://stankovic.qq.com 

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