DBB-Herren in Frankreich lange sehr stark9. August 2013

Die deutsche Herren-Nationalmannschaft hat ihr erstes Spiel beim internationalen Turnier in Straßburg verloren. Vier Tage nach dem 84:89 in Mannheim musste sich das Team von Bundestrainer Frank Menz dieses Mal mit 66:74 (24:20, 14:21, 14:19, 14:14) geschlagen geben. Bei den Franzosen wirkte NBA-Star Tony Parker mit und zog geschickt die Fäden. Auf deutscher Seite war der zuletzt am Finger verletzte Tibor Pleiß wieder mit von der Partie. Die meisten Punkte für die Gäste erzielte Lucca Staiger (15).

Vor Spielbeginn stellten sich beide Teams für ein Foto anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Deutsch-Französischen Jugendwerkes (unten). Menz schickte Per Günther, Heiko Schaffartzik, Niels Giffey, Alex King und Tibor Pleiß als “starting five” aufs Parkett. Überragender Start für das DBB-Team: Deutschland legte zwei Dreier von Schaffartzik und Günther vor, Giffey traf gar zum 9:2 (3. Min.). Der vierte und fünfte Dreier der DBB-Auswahl ging jeweils auf das Konto von Staiger (15:4, 5. Min.), Frankreich wirkte überrascht und nahm eine Auszeit. Die Franzosen erhöhten den Druck in den Folgeminuten gewaltig und brachten die DBB-Youngster in Bedrängnis. Parker vollendete ein “and one” und die Partie war noch in der 6. Minute wieder offen (15:12).

Die 4.500 Zuschauer in der Rhenus Arena frohlockten schon, aber die deutsche Mannschaft wehrte sich und kam nach einem schönen Move von Pleiß zum 19:14 (8. Min.). Staiger versenkte seinen dritten Dreier (22:18, 9. Min.), Deutschland gewann ein starkes erstes Viertel mit 24:20. Deutschland bot dem haushohen Favoriten auch weiterhin einen engagierten Kampf (28:24, 12. Min.). Mit großartiger Defense und überraschend cleverem Angriffsspiel lagen die Deutschen auch nach 16 Minuten und einem schönen “backdoor”-Anspiel von Schaffartzik auf Simon (Foto)  in Front (30:27). Kurz später durfte sich die deutsche Bank über ein tolles Anspiel von Simon auf Seiferth freuen (32:29). Bis zur 18. Minute behaupteten die ING-DiBa-Korbjäger ihre Führung, ehe Frankreich durch Ajinca zum 32:34 kam. Frankreich nutzte das Momentum und setzte sich per Dreier von Parker weiter ab (32:39, 19. Min.). Es spricht für die junge DBB-Auswahl, dass sie umgehend mit einem krachenden Dunking von Zirbes zurückschlug (38:39, 20. Min.). Zum Seitenwechsel war noch keine Entscheidung gefallen (38:41).

Deutschland lässt sich nicht abhängen

Der Beginn der zweiten Halbzeit war geprägt von hektischen Aktionen, aber Deutschland ließ sich nicht abhängen, sondern agierte auf Augenhöhe mit dem EM-Medaillenkandidaten (43:45, Dreier Giffey; 45:47, King, 25. Min.). Zwiener verwandelte zwei Freiwürfe zum 47:52 (27. Min.), die DBB-Auswahl hängte sich in der Defense mit unvermindertem Einsatz “rein” und blieb am Drücker (49:52, Seiferth). Frankreich versuchte für die Galerie zu spielen, hatte diese Rechnung aber ohne die DBB-Cracks gemacht. Dennoch, ganz langsam schienen die Kräfte und damit die Konzentration der Gäste nachzulassen. Das nutzte der Favorit binnen kürzester Zeit aus, auch wenn Pleiß einen wichtigen Dreier versenkte (52:57, 30. Min.). Nach 30 Minuten hießt es 52:60 aus deutscher Sicht.

Deutschland ging noch einmal voll motiviert in die zehn Schlussminuten. Die zwischenzeitlich etwas verloren gegangene Intensität blitzte wieder auf und vorne traf Staiger aus der Distanz (55:62, 32. Min.). Das vierte Foul von Pleiß tat der deutschen Verteidigung weh, Frankreich ging erstmals zweistellig in Front (55:65). Die Unparteiischen meinten es in diesen Minuten nicht allzu gut mit den Deutschen, die aber keinesfalls aufsteckten (57:65, Zirbes 34. Min.). Frankreich war jetzt aber Herr der Lage und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Die deutsche Mannschaft dürfte aber viel Positives aus dem Spiel mitgenommen haben (63:70, Dreier Staiger, 36. Min.). Das nächste Aufeinandertreffen beider Mannschaften findet dann am Auftakttag der EuroBasket am 4. September 2013 in Ljubljana statt.

“Ich bin fast schon etwas überrascht über meine Mannschaft. Von Frankreich hatte ich nach dem knappen Spiel in Mannheim eigentlich erwartet, dass sie sich gegen uns deutlicher durchsetzen würden. Umso mehr freue ich mich über eine erneut sehr couragierte Vorstellung meiner Spieler. Wir haben eine tolle Moral bewiesen und wir befinden uns weiter auf einem guten Weg”, war der Bundestrainer nach dem Spiel durchaus zufrieden.

Für Deutschland spielten:
Niels Giffey (University of Connecticut/USA, 8), Per Günther (ratiopharm ulm, 3), Philip Zwiener (Eisbären Bremerhaven, 4), Heiko Schaffartzik (FC Bayern München, 8), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg,), Lucca Staiger (FC Bayern München, 15), Tibor Pleiß (Laboral Kuxta Vitoria/ESP, 9), Bastian Doreth (Artland Dragons, 2), Andreas Seiferth (TBB Trier, 4), Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg, 9), Jonas Wohlfarth-Bottermann (ALBA Berlin), Alex King (ALBA Berlin, 2), Nicolai Simon (medi Bayreuth, 2), Johannes Lischka (WALTER Tigers Tübingen).

Die Spiele der DBB-Herren in Straßburg im Überblick:
Samstag, 10. August 2013, 18 Uhr: Deutschland – Griechenland
Sonntag, 11. August 2013, 15.30 Uhr: Deutschland – Kroatien

Weiteres Ergebnis: Griechenland – Kroatien 87:85

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