DBB-Herren mit deutlicher Leistungssteigerung gegen Kroatien7. August 2010

76:77-Niederlage gegen Kroatien beim “Love Cyprus Basketball Tournament”

Mit einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber der 54:82-Niederlage vom Vortag gegen Griechenland hat die deutsche Herren-Nationalmannschaft am zweiten Spieltag des “Love Cyprus Basketball Tournament” aufgewartet. In Limassol unterlag das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann gegen Kroatien mit 76:77 (25:14, 19:26, 12:16, 20:21). Morgen geht es im abschließenden Spiel gegen Russland.

Nachdem gegen die Griechen Per Günther und Christopher McNaughton pausiert hatten, setzten dieses Mal Yassin Idbihi und Konrad Wysocki aus. Kaum Zuschauer waren in die Halle gekommen. Die aber sahen einen sehr guten Start der deutschen Mannschaft mit Steffen Hamann, Demond Greene (Foto), Robin Benzing, Jan-Hendrik Jagla und Tibor Pleiß. Über 8:3 nach einer sehr schönen Aktion von Benzing (4. Min.) und einen Dunking von Hamann erspielte sich das DBB-Team nach einem Jagla-Dreier den 15:8-Vorsprung nach sechs Minuten. Sehr gut hatte man bis dahin offensiv variiert und den Ball mal unter den Korb gepasst und mal Nadelstiche durch erfolgreiche Dreier gesetzt. Und es ging positiv weiter, Harris stopfte den Ball zum 22:12 durch die Reuse (8. Min.), Ohlbrecht sorgte mit einem Dreier gar für den 28:14-Vorsprung nach elf Minuten.

Deutschland kontrollierte bis dahin das Tempo der Partie, ließ keinen der gefürchteten Fastbreaks der Kroaten zu. Kroaten allerdings wurde aggressiver in der Defense und kam nach den Dreiern von Lucca Staiger (31:16, 12. Min.) und erneut Ohlbrecht (34:18, 13. Min.) besser ins Spiel. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die ING-DiBa-Korbjäger die sagenhafte Dreierquote von 6/8 zu verzeichnen. Doch in den folgenden Minuten häuften sich Fehlwürfe und Ballverluste, die von den Kroaten jetzt auch in Fastbreaks umgemünzt wurden. Marko Banic war in dieser Phase mit zehn Punkten in kürzester Zeit kaum zu stoppen, Kroatien kam nach und nach heran (40:29, 42:38). Das Momentum war eindeutig auf die kroatische Seite gewechselt, weil das DBB-Team jetzt auch defensiv nachließ und dem Gegner zu viele Rebounds überließ. Dennoch konnte man eine 44:40-Führung mit in die Kabine nehmen. Da war Ohlbrecht mit einem “überstreckten Knie” bereits ausgeschieden und wurde in der Begegnung nicht mehr eingesetzt. Nach erster Diagnose soll er aber morgen gegen Russland wieder spielen können. In der Halbzeit gab Bauermann seinen Spielern mit auf den Weg, dass man sich nicht auf der guten Leistung ausruhen solle und dass man noch viel besser spielen könne.

Bis zum ersten deutschen Feldkorb nach dem Seitenwechsel dauerte es ganze fünf Minuten, Kroatien war in Führung gegangen (45:49) und hatte den Ball mehrfach erfolgreich unter den deutschen Korb gespielt. Doch Deutschland konterte in Person von Demond Greene, der fünf Punkte in Folge zum 50:49 erzielte (26. Min.). Vorne lief aber weiter nicht viel für die DBB-Korbjäger zusammen, während man die Kroaten in einem insgesamt ereignisarmen dritten Viertel defensiv einigermaßen kontrollieren konnte (56:56, 30. Min.).

Der gut gegen Marko Popovic verteidigende Per Günther erhielt viel Spielzeit, konnte aber auch nicht verhindern, dass Kroatien nach einigen weiteren Fastbreaks zur höchsten Führung kam (60:67, 34. Min.). Die DBB-Auswahl nahm zu frühe und zu schlechte Würfe und baute den Gegner dadurch auf. Doch aufgeben wollte man noch lange nicht, und spätestens nach dem Dunk von Christopher McNaughton zum 71:72 nach 38 Minuten war die Bauermann-Truppe wieder voll im Spiel. Es entwickelte sich ein echter Krimi, den Deutschland auch gut für sich hätte entscheiden können. Beim Stand von 76:77 neun Sekunden vor dem Ende verwarf der Kroate Zoric zwei Freiwürfe, doch in der verbleibenden Spielzeit reichte es für die Deutschen nur noch für einen “out of balance”-Dreier von Staiger, der sein Ziel verfehlte. 

“Die Mannschaft hat verstanden, was auf diesem Niveau geht und was nicht geht. Das ist eine erfreuliche Reaktion auf gestern. Wir waren von der Spielanlage, von der Disziplin, vom ganzen Verhalten her besser, und es war sicher ein Schritt in die richtige Richtung,” bilanzierte der Bundestrainer.

Deutschland
Demond Greene (FC Bayern München, 11/1 Dreier), Per Günther (ratiopharm Ulm), Steffen Hamann (ohne Verein, 8), Heiko Schaffartzik (Turk Telekom Ankara/Türkei, 2), Lucca Staiger (ALBA Berlin, 9/2), Philipp Schwethelm (Eisbären Bremerhaven, 3/1), Robin Benzing (ratiopharm Ulm, 9), Elias Harris (Gonzaga University/USA, 8/1), Jan-Hendrik Jagla (ohne Verein, 8/1), Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn, 6/2), Tibor Pleiß (Brose Baskets Bamberg, 8), Christopher Mcnaughton (EWE Baskets Oldenburg, 4).

Freiwürfe: 18/25
2er:  17/34
3er:  8/19
Rebounds: 27 (CRO 34)
Turnover: 12 (CRO 12 )
Assists: 12 (CRO 17)

Link zum Scouting

Weiterer Spielplan Turnier Zypern (deutsche Zeiten)
Sonntag, 8. August 2010, 17.30 Uhr: Deutschland – Russland; 20.00 Uhr: Griechenland – Kroatien

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