DBB-Herren bieten den USA eine Halbzeit lang Paroli30. August 2006

65:85-Niederlage im Viertelfinale der WM in Japan

Die Herren-Nationalmannschaft muss sich vom großen Traum einer Medaille verabschieden. Mit 65:85 (21:13, 18:17, 13:27, 13:18) verlor das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann sein Viertelfinalspiel bei der Weltmeisterschaft in Japan gegen den Titelfavorit aus den USA. Dabei zeigten die ING-DiBa-Korbjäger besonders in der 1. Halbzeit eine tolle Leistung und waren den Amerikanern ebenbürtig. Nach der Pause stellten die NBA-Stars ihre Klasse eindrucksvoll unter Beweis, so dass die deutsche Mannschaft ihre Hoffnung auf die große Sensation schnell begraben musste.

Die DBB-Auswahl startete selbstbewusst in die Partie. Steffen Hamann sorgte für die ersten Punkte des Spiels. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand (4:6, 3. Min) machte erstmals Dirk Nowitzki auf sich aufmerksam. Vier Punkte in Folge von ihm sowie ein weiterer Dreier von Demond Greene ließen das deutsche Team auf 11:6 davonziehen (4. Min). In der Folgezeit erhöhten die Amerikaner den Druck beim Ballvortrag und erzwangen somit viele Ballverluste der DBB-Auswahl. Nach einem spektakulären Alley-Hoop von Chris Bosh glichen sie wieder aus (16:16, 8. Min). Sven Schultze war es schließlich, der durch fünf Punkte in Folge den alten Vorsprung wieder herstellte (21:16, 8. Min). In der letzten Minute hatten das deutsche Team dann viel Pech: Nowitzki kassierte sein 2. Foul und die USA ging nach einer fragwürdigen Entscheidung der Schiedsrichter mit 21:23 in Führung.

Das 2. Viertel verlief weiterhin sehr ausgeglichen. Zwar kamen die Amerikaner nach einer Vielzahl von Offensiv-Rebounds immer wieder zu zweiten Wurfchancen, aber die Zonenverteidigung des DBB-Teams hatte den von Dirk Bauermann erhofften Effekt. Unter dem Korb gab es nur wenig Freiräume. Die US-Auswahl konnte nur selten von ihrer Stärke im 1:1-Spiel profitieren. In der Offensive hatte Dirk Nowitzki zwar nicht seinen besten Tag und kassierte früh sein 3. Foul (17. Min), doch der Rest des Teams, allen voran Ademola Okulaja, konnte dies gut kompensieren. Okulaja zeigte eine starke Leistung und brachte seine Mannschaft eine Minute vor der Pause durch einen Tip-In noch einmal in Führung. Dies war jedoch die letzte für das DBB-Team.

Gleich zu Begin des 3. Viertels bekamen die ING-DiBa-Korbjäger einen Vorgeschmack auf das, was sie nun erwarten sollte. Die USA verteidigten druckvoller und aggressiver, so dass das deutsche Team kein geordnetes Angriffspiel mehr aufziehen konnte. Durch die sich nun häufenden Turnovers kamen sie außerdem zu vielen leichten Punkten nach Fast Breaks. So brachte der in dieser Phase überragende Carmelo Anthony das Starensemble durch einen krachenden Dunking mit sechs Punkten in Führung (43:49, 14. Min). Die Amerikaner zogen nun Punkt um Punkt davon, kurz vor Ende des 3. Viertels führten sie bereits deutlich (45:60). Dann hatte Dirk Nowitzki seine stärkste Phase. Er erzielte sieben Punkte in Folge und ließ den Vorsprung wieder auf zehn Punkte zusammen schmelzen (52:62, 29. Min). Doch Lebron James und Chris Paul gaben dem nun aufkommenden Hoffnungsschimmer wieder einen herben Dämpfer und erzielten fünf Punkte in den letzten 25 Sekunden des Viertels.

Das deutsche Team zeigte jedoch eine tolle Moral. Beim Stande von 54:72 (32. Min) konnte es durch einen 7:0-Run erneut verkürzen. Demond Greene, Steffen Hamann und Johannes Herber mit einem erfolgreichen 3-Punkte-Wurf sorgten für die Punkte. Doch die Mannschaft um NBA-Champion Dwyane Wade hatte wieder die richtig Antwort parat, erzielte ihrerseits sieben Zähler in Folge und zog auf 61:79 (37. Min) davon. Das Spiel war entschieden. In den verbleibenden drei Minuten gab Coach Dirk Bauermann auch den bis dahin nur wenig zum Einsatz gekommenen Spielern die Möglichkeit noch ein wenig NBA-Luft zu schnuppern.

Das deutsche Team spielt morgen (12.25 Uhr) das erste Spiel um die Ränge 5-8 gegen Frankreich.

Deutschland:

Mithat Demirel (Foto), Ademola Okulaja 15, Sven Schultze 7, Robert Garrett 2, Steffen Hamann 8, Demond Greene 9, Pascal Roller 2, Patrick Femerling 4, Dirk Nowitzki 15, Jan-Hendrik Jagla, Guido Grünheid, Johannes Herber 3.

Scouting

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