DBB-Herren: 50 Minuten Scrimmage gegen Finnland28. Juli 2014

Einen Tag nach dem offiziellen Länderspiel der deutschen Herren-Nationalmannschaft gegen Finnland trafen sich beide Teams heute erneut zu einem inoffiziellen, sogenannten “Scrimmage”. Es ging in der Arena Leipzig über fünf mal zehn Minuten, beide Teams setzten jeweils 15 Spieler ein. Nach jedem Fünftel wurde der Score zurückgestellt, sodass es kein Gesamtergebnis gibt. Die Punkte der einzelnen Korbjäger wurden allerdings erfasst.

Trotz der erneut drückenden Hitze in der Arena ging es von Beginn an voll zur Sache. 13:10 lag die DBB-Auswahl nach dreieinhalb Minuten vorne, kam deutlich besser mit den “pick and roll”-Situationen zurecht als noch am Vortag. Die Finnen waren aber jederzeit gefährlich, trafen anfangs gut aus der Distanz und sicherten sich zum Ärger des Bundestrainers einige Offensivrebounds. Das erste Fünftel holten sich dennoch die ING-DiBa-Korbjäger.

Ein agiler Elias Harris bestimmte das deutsche Spiel in den ersten Minuten im zweiten Fünftel. Mutapcic wechselte viel durch, um die Intensität möglichst hoch zu halten. Der Begriff “Trainingsspiel” wäre für die Partie verfehlt gewesen. Immer wieder setzten die Skandinavier Nadelstiche aus der Dreierdistanz, Deutschland wurde voll gefordert. Beim Bemühen, den frühen, langen Pass zu spielen, unterliefen den Deutschen einige Fehler (9:12). Ein Schröder-Dreier konnte nicht verhindern, dass sich die Finnen in der Schlusssekunde durch einen”off balance”-Dreier den zweiten Abschnitt sicherten.

Auch das dritte Fünftel verlief ausgeglichen. Einen weiteren Schröder-Dreier konterten die Finnen umgehend (5:5), die zwischenzeitlich etwas Oberwasser bekamen (11:15). Finnland netzte weiter von weit draußen ein und der Bundestrainer forderte “Druck, Druck” von seiner Defense. Das DBB-Team tat sich mit den unbeschwert aufspielenden Finnen schwer, war gegen Ende des Spielabschnitts aber wieder auf der Höhe, auch wenn sich die Finnen knapp durchsetzten.

Ein toller “alley oop” von Schaffartzik auf Zirbes eröffnete das vierte Fünftel, gefolgt von einem Staiger-Dreier. Harris traf zum 7:2, es lief jetzt deutlich besser im deutschen Team. Konsequent wurden die Chancen genutzt, ob unter dem Korb oder von außen. Zwei Mal netzte Schaffartzik von jenseits der Dreierlinie ein: 13:5. Bis zum 17:7 durch einen Harris-Dunking dominierte Deutschland klar. Dann gestattete man dem Gegner bis zum Ende des Fünftels durch nachlässige Defense wieder einige offene Würfe. Nach Fünfteln stand es damit vor dem Schlussabschnitt unentschieden 2:2.

Barthel tankte sich erfolgreich durch und brachte Deutschland im fünften Fünftel mit “and one” 5:0 in Front. Der Wille, diese zehn Minuten zu gewinnen, war bei beiden Teams spürbar. Nicht zuletzt der stark dirigierende und scorende Schröder sorgte u.a. per Dunking und unterstützt von Theis, Barthel und Lo dafür, dass die Deutschen am Ende triumphierten.

Es spielten:
Maodo Lo (Columbia University, 10), Akeem Vargas (ALBA Berlin, 6), Heiko Schaffartzik (FC Bayern München, 8), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg, 6), Lucca Staiger (FC Bayern München, 3), Robin Benzing (FC Bayern München, 5), Bastian Doreth (Artland Dragons, 2),  Andreas Seiferth (Artland Dragons, 4), Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg, 12), Elias Harris (Brose Baskets Bamberg, 9), Daniel Theis (Brose Baskets Bamberg, 7), Dennis Schröder (Atlanta Hawks/USA, 23), Maximilian Kleber (Rio Natura Monbus Obradoiro/ESP, 6), Johannes Voigtmann (FRAPORT SKYLINERS, 6), Danilo Barthel (FRAPORT SKYLINERS, 5).

2er: 24/38 = 63,2 %; 3er: 12/26 = 46,2 %; Fw: 28/39 = 71,8 %; Reb.: 7/38; BV: 23

 

Link zum Interview mit Dennis Schröder und Elias Harris bei DBB-TV

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