DBB-Herren machen 1. Platz perfekt23. September 2004

Hart erkämpfter 78:70-Erfolg in Ungarn
Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft der Herren hat sich mit einem 78:70 (18:27, 22:15, 14:15, 24:13)-Erfolg in Ungarn vorzeitig den Gruppensieg in der EM-Qualifikationsgruppe C gesichert. Die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann musste in Budapest allerdings erheblichen Widerstand überwinden, um sich letztlich durchzusetzen. Bis zwei Minuten vor dem Ende war die Partie völlig offen.

Die DBB-Auswahl verschlief den Start vor rund 3.000 Zuschauern völlig. 2:14 hieß es nach gerade einmal vier Minuten aus deutscher Sicht, lediglich Steffen Hamann hatte zur 2:0-Führung getroffen. Danach dirigierten die sehr starken Ungarn das Geschehen, allerdings begünstigt durch enorme deutsche Nachlässigkeiten in der Verteidigung und im Rebound. Auch im Angriff klappte zunächst nicht viel. Bezeichnend die ersten drei Fehlwürfe von Dirk Nowitzki oder ein überhaupt nicht in die Aktionen eingebundener Ademola Okulaja. Die Ungarn hingegen konnten weitgehend unbedrängt schalten und walten und nutzten das mit einer hohen Trefferquote. 25:12 für Ungarn hieß es nach acht Minuten, nach zwölf Minuten gar 35:20.

Dann fiel Nowitzkis erster erfolgreicher Dreier zum 38:28 (14. Min.). So etwas wie ein endgültiger Weckruf für das DBB-Team, das in der Folge weitaus konzentrierter und druckvoller agierte und Punkt um Punkt aufholte. Nowitzki war jetzt im Spiel und wurde in dieser Phase vor allem von einem starken Robert Garrett (Foto) unterstützt. Zum Seitenwechsel war die Partie wieder völlig offen. Bis dahin hatte allerdings Steffen Hamann bereits drei Fouls auf seinem Konto.

Nach der Pause übernahm die deutsche Manschaft für einige Minuten das Geschehen und schien Kontrolle über das Spiel gewinnen zu können (51:46, 27. Min.). Doch dann riss der Faden im deutschen Spiel erneut völlig, so dass die Ungarn zur Viertelpause wieder vorne lagen. Drei Minuten deutscher „Harakiri“-Basketball (TV-Reporter Michael Körner) hatten die Magyaren wieder ins Spiel gebracht.

Zu Beginn des Schlussabschnitts brachten ein endlich integrierter Ademola Okulaja sowie Denis Wucherer die ING-DiBa-Korbjäger schnell mit 64:59 in Front. Zwar kamen die Ungarn nochmals zum 65:64 auf (35. Min.), doch dann traf Nowitzki, der sich in dieser Phase eine Unmenge an Rebounds sicherte, zum 68:64 und Ademola Okulaja zum 70:64. Ungarn versuchte sein Glück in den letzten zwei Minuten mit Fouls, doch das DBB-Team verwandelte an der Freiwurflinie (Hamann, Okulaja, Nowitzki) recht sicher und geriet nicht mehr in Gefahr.

„Es war das erwartet schwere Spiel. Gegen die hervorragend besetzten Ungarn haben wir in der 1. Halbzeit kein Rezept gefunden. In der 2. Hälfte haben wir mit besserer Verteidigung die Stärken der Ungarn wirkungsvoll bekämpft. Ich gratuliere der ungarischen Mannschaft zu einer sehr starken Leistung und bin auch mit meiner Mannschaft zufrieden, die sich erneut nach schwachem Beginn gesteigert hat“, bilanzierte Dirk Bauermann auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Deutschland
Johannes Herber, Ademola Okulaja (10), Demond Greene (12), Denis Wucherer (10), Robert Garrett (7), Steffen Hamann (7), Misan Nikagbatse, Stephen Arigbabu, Patrick Femerling (5), Dirk Nowitzki (27), Jan-Hendrik Jagla.

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