DBB-Auswahl bringt sich selbst um den Sieg31. August 2006

Bauermann-Team verpasst Spiel um Platz 5 nach 73:75-Niederlage gegen Frankreich

Die Herren Nationalmannschaft hat sich im ersten Platzierungsspiel bei der Weltmeisterschaft in Japan selbst um die Früchte ihrer Arbeit gebracht. Nach einer fulminanten Aufholjagd im 3. Viertel, gab das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann das Spiel durch zwei Ballverluste in den letzten 20 Sekunden noch aus der Hand. Am Ende gewannen die Franzosen mit 73:75 (16:17, 15:21, 26:15, 16:22). Die deutsche Mannschaft spielt nun zum Abschluss der WM um Platz 7 gegen Litauen.

Das 1. Viertel war geprägt von Höhen und Tiefen im deutschen Spiel. Zunächst erwischte man den schlechteren Start und lag mit 2:5 in Rückstand (3. Min). Doch dann wendete sich das Blatt schnell. Bereits zwei Minuten später brachte Ademola Okulaja sein Team durch einen Dreier mit 11:5 in Führung. Besonders die Verteidigungsleistung war überzeugend. Immer wieder gelang es den DBB-Herren Offensiv-Fouls der Franzosen zu forcieren. Durch zwei sehenswerte Aktionen von Robert Garrett hielt der Vorsprung bis kurz vor der Viertelpause an. Dann traf Frankreich mit der Sirene von der 3-Punkte-Linie und hatte knapp die Nase vorn (16:17).

Im 2. Spielabschnitt war von der guten Defense nichts mehr zu sehen. Die Franzosen kamen aus der Distanz völlig frei zum Wurf und hatten auch im Rebound Vorteile. Und sie hatten Ronny Turiaf. Der Power-Forward der Los Angeles Lakers suchte immer wieder den Weg zum Korb und war dort nur schwer zu stoppen. Da auch das Angriffsspiel der ING-DiBa-Korbjäger zu einfallslos war (nur sechs Punkte in den ersten sechs Minuten) zog Frankreich auf 22:36 davon (17. Min). Nach der 2. Auszeit von Dirk Bauermann wachte das deutsche Team wieder auf und konnte in Person von Sven Schultze mit dem Halbzeitpfiff auf 31:38 verkürzen.

Nach der Pause knüpfte die DBB-Auswahl an die starke Leistung aus der 1. Halbzeit im Viertelfinale gegen die USA an. Die Rotation in der Verteidigung funktionierte nun besser, so dass Frankreich zu keinen freien Würfen mehr kam. In der Offensive übernahm Dirk Nowitzki (Foto) die Verantwortung. Beim Stand von 44:50 (26. Min) erzielte der NBA-Star sechs Punkte in Folge und sorgte somit für den Ausgleich (50:50, 18. Min). Sven Schultze traf kurz darauf und brachte das deutsche Team erstmals seit der 9. Minute wieder in Führung, die durch einen Dreier von Robert Garrett vor dem Schlussviertel sogar noch ausgebaut wurde (57:53).

In den letzten zehn Minuten schenkten sich beide Mannschaften nichts. Zu keinem Zeitpunkt betrug der Vorsprung mehr als vier Punkte. Drei Minuten vor dem Ende lag der Vorteil auf Seiten der Deutschen. Nowitzki (insgesamt 29 Punkte) brachte die DBB-Auswahl mit 69:66 in Führung (17. Min). Als Ademola Okulaja beim Stand von 71:70 35 Sekunden vor dem Ende gefoult wurde und beide Freiwürfe sicher verwandelte, war der Sieg zum greifen nahe. Doch der französische Aufbauspieler Joseph Gomis, mit 17 Punkten Top-Scorer seines Teams, glich durch einen schwierigen 3-Punkte-Wurf zum 73:73 aus. Den ING-DiBa-Korbjägern blieben 21 Sekunden für den letzten Angriff, eine nahezu ideale Ausgangsposition. Daraus konnte man jedoch leider kein Kapital schlagen. Bereits beim Einwurf wurde der Ball verloren, so dass Robert Garrett nichts anderes übrig blieb als schnell zu foulen. Boris Diaw von den Phoenix Suns vergab beide Freiwürfe. Ein Geschenk welches das deutsche Team nicht annahm. Auf dem Weg nach vorne verlor Demond Grrene erneut den Ball und lud die Franzosen somit zum Fast Break ein, den Mickael Gelabale sicher zum Abschluss brachte. In den verbleibenden zwei Sekunden gelang es zwar Dirk Nowitzki anzuspielen, doch dieser stand, bezeichnender Weise für die Schlussphase, mit einem Fuß auf der Auslinie.

Deutschland:

Mithat Demirel, Ademola Okulaja 9, Sven Schultze 5, Robert Garrett 10, Steffen Hamann 12, Demond Greene 2, Pascal Roller, Patrick Femerling 6, Dirk Nowitzki/ Foto 29, Jan-Hendrik Jagla, Guido Grünheid, Johannes Herber.

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