BEKO-Supercup: Deutschland verliert gegen Litauen14. August 2010

67:78-Niederlage für DBB-Team – Jagla, Staiger und Ohlbrecht punkten zweistellig
Am zweiten Spieltag des BEKO-Supercups in Bamberg hat die deutsche Herren-Nationalmannschaft ihre zweite Niederlage kassiert. Gegen die weiter ungeschlagenen Litauer unterlag das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann mit  67:78 (25:22, 10:18, 11:18, 21:20). Morgen geht es zum Abschluss des BEKO-Supercups gegen die Türkei (19.10 Uhr).

5.000 Zuschauer waren in die JAKO Arena gekommen. Sie sahen in den ersten Minuten ein extrem temporeiches Spiel, in dem die DBB-Korbjäger versuchten, mit den Balten mitzurennen. Coach Bauermann mahnte an, das Tempo selber zu kontrollieren, und in der Folge kamen die deutschen Spieler gut mit dem Gegner klar. Nachdem Robin Benzing zwei Mal nach schönen Bewegungen knapp gescheitert war, eröffnete Jan-Hendrik Jagla mit einem Dreier eine gute deutsche Phase, die über 7:8 (4. Min.) nach Aktionen vom erneut starken Tim Ohlbrecht, Lucca Staiger (Foto) und wieder Jagla zum 18:15 (7  Min.) führte. Das interessante Duell zwischen Jagla und NBA-Profi Linas Kleiza war bis dahin für den Deutschen ausgegangen. Litauen blieb immer gefährlich und forderte der DBB-Auswahl, in der Tibor Pleiß und Elias Harris eine Pause erhielten, in der sehenswerten Begegnung alles ab. Schaffartziks Dreier bedeutete die 23:22-Führung, die Demond Greene mit der Sirene noch auf 25:22 ausbaute.

Voller Leidenschaft und Intensität bekämpften die DBB-Cracks den am Vortag gegen die Türkei siegreichen Favoriten aus Litauen (29:26, 13. Min.). Das Publikum in Bamberg hatte hörbar Freude an der engagierten Vorstellung und sparte nicht mit Unterstützung. Ehe die Begeisterung mit den jungen deutschen Spielern durchging, forderte Bauermann mehrfach lautstark “slow down!” von seiner Mannschaft, die bis dahin zudem bei den Rebounds überraschend eindeutig dominierte (20:12). Einen Einbruch wie noch am Vortag gegen Kroatien konnte man sich zu diesem Zeitpunkt bei der stabil wirkenden DBB-Auswahl kaum vorstellen. Dennoch ging Litauen wieder in Führung (33:38, 19. Min.), aber Ohlbrecht hielt mit einem wuchtigen Dunking dagegen. Beim Stand von 35:40 ging es in die Kabinen, die ersten zwanzig Minuten waren wie im Flug vergangen.

Kleiza schien sich für die beiden Schlussviertel einiges vorgenommen zu haben, denn er trug mit seinen Punkten zum schnellen 38:48 nach der Pause bei (22. Min.). Litauen steigerte die Intensität in der Defense spürbar, hin und wieder hätte man sich einen Pfiff mehr von den Unparteiischen gewünscht. So wurde die Partie etwas hektisch und emotionsgeladen. Jagla punktete zum 42:48 (25. Min.), beide Mannschaften testeten jetzt verschiedene Formationen und wechselten viel. Deutschland lief dem Rückstand hinterher (43:52, 28. Min.) und kam einfach nicht wirklich näher an die Balten heran. Im Gegenteil, man drohte den Anschluss zu verlieren und vor den letzten zehn Minuten aussichtslos ins Hintertreffen zu geraten. Bauermann versuchte diese Entwicklung mit einer Auszeit zu stoppen (46:58, 30. Min.).

46:63 lautete der Score nach 32 Minuten. Der Kampfgeist der DBB-Truppe war ungebrochen, aber Litauen erwies sich als zu ausgebufft. Staiger per Dreier zum 51:63 (33. min.) und kurz später erneut von downtown zum 54:63 machte dann wieder Hoffnung auf eine ähnlich gute Schlussphase wie gegen die Kroaten. “Mr. Hot Hand” Staiger traf erneut von jenseits der Dreipunktelinie (57:65, 34. Min.), aber Litauen antwortete jedes Mal. Was Deutschland auch versuchte, Litauen ließ sich nicht verunsichern und wusste das Spiel weitgehend zu kontrollieren (61:73, 38. Min.). So unterlag Deutschland trotz gutem Spiel mit 67:78 und trifft morgen zum Abschluß des BEKO-Supercups auf die Türkei (19.10 Uhr).

“Es war eine sichtbare Steigerung zu gestern. Wieder ist uns der Start gelungen, das war wichtig nach dem Spiel gegen Kroatien. Litauen ist in der Lage über 40 Minuten konstant zu spielen, wir handeln uns in unseren Schwächephasen die entscheidenden Rückstände ein. Auch wenn wir bisher hier keine Weiterentwicklung gezeigt haben, bin ich optimistisch, dass wir uns morgen gegen die Türken noch einmal steigern könne. Außerdem: eine gute Frühform braucht man nicht zu haben, beim ersten Spiel der WM wollen und werden wir topfit sein”, sagte Bauermann in der Pressekonferenz nach dem Spiel. “Wir haben uns heute bei den Rebounds durchgesetzt, das war mal ganz wichtig. Ich habe nach dem Ausfall von Sven Schultze und Patrick Femerling jetzt eine andere Rolle im Team, zähle mit Steffen und Demond zu den erfahrenen Spielern und versuche den jungen Spielern zu helfen”, meinte Topscorer Jan-Hendrik Jagla.

Deutschland
Demond Greene (FC Bayern München, 6), Per Günther (ratiopharm Ulm), Steffen Hamann (ohne Verein, 2), Heiko Schaffartzik (Turk Telekom Ankara/Türkei, 9), Yassin Idbihi (ALBA Berlin, 4), Christopher McNaughton (EWE Baskets Oldenburg, 2), Tim Ohlbrecht (Telekom Baskets Bonn, 13), Lucca Staiger (ALBA Berlin, 13), Robin Benzing (ratiopharm Ulm), Philipp Schwethelm (Eisbären Bremerhaven), Jan-Hendrik Jagla (Asseco Prokom Gdynia, 16) und Konrad Wysocki (ohne Verein, 2).

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