BEKO-Supercup: Deutschland kämpft Finnland nieder11. August 2012

5.000 Zuschauer in der Bamberger Stechert Arena waren Zeugen des ersten Auftritts der neuformierten deutschen Basketball-Nationalmannschaft der Herren auf eigenem Parkett. Beim BEKO-Supercup trat das Team von Bundestrainer Svetislav Pesic gegen Finnland an und setzte sich nach 40 Minuten mit 79:70 (17:18, 23:17, 18:19, 19:16) durch. Zum erfolgreichsten deutschen Werfer avancierte Jan-Hendrik Jagla mit 20 Punkten. Damit steht die deutsche Mannschaft Morgen um 16.45 Uhr im Finale gegen Polen. Vorher stehen sich ab 14.15 Uhr die Türkei und Finnland gegenüber.

Bastian Doreth, Karsten Tadda, Robin Benzing, Jan-Hendrik Jagla und Tibor Pleiß hieß die Erste Fünf der Deutschen, die gleich von zwei Koponen-3eern kalt erwischt wurde (0:6, 2. Min.). Huff erhöhte ebenfalls von downtown für die Skandinavier (0:9), das DBB-Team war noch gar nicht richtig auf dem Feld. Erst Benzing erlöste die deutschen Fans nach vier Minuten mit einem schönen Drive zum Korb (Foto). Doch noch stimmte die Abstimmung in der deutschen Defense nicht (4:13, 5. Min.). Tadda sorgte mit seinen Punkte zum 8:13 erstmals für richtige Lautstärke in “seinem Wohnzimmer” und Jagla setzte erfolgreich nach (11:13, “and one”, 6. Min.). Der stark beginnende Benzing setzte sich im Eins gegen Eins durch und markierte nach sieben Minuten den 13:13-Ausgleich, Pleiß schaffte kurz später die erste deutsche Führung (15:13, 8. Min.). Bis zum Viertelende hatte sich Finnland aber gefangen (17:18).

Finnland blieb der erwartet schwere Gegner, den das DBB-Team nicht richtig im Griff hatte. Schaffartziks 3er im Fastbreak brachte die deutsche Führung zurück (21:20, 13. Min.). Deutschland “biss” jetzt in der Verteidigung, hielt das Tempo hoch und versuchte ins Laufen zu kommen, das Ganze energisch angefeuert von Pesic am Spielfeldrand. Jagla übernahm Verantwortung und traf zum 25:23 (16. Min.), Benzing erhöhte an der Freiwurflinie mit zwei Treffern. Der dritte 3er von Koponen platzte mitten in die bis dahin stärkste deutsche Phase, außerdem verwandelte der Guard der Finnen den Bonunsfreiwurf zum 28:27 (17. Min.). Aber wieder war Jagla zur Stelle, dieses Mal glänzend eingesetzt von Tadda (30:27), und kurz später per 3er. Basti Doreth wollte da nicht nachstehen und netzte “für 3″ ein (36:31, 19. Min.), ehe Tadda von der Freiwurflinie das 37:31 besorgte. Auch Lucca Staiger war von der 3-Punkte-Linie erfolgreich und beim Seitenwechsel lagen die ING-DiBa-Korjäger mit 40:35 vorne.

Finnland war aber noch lange nicht bereit zurückzustecken und kam schnell auf 44:42 heran (Koponen, 23. Min.). Doch Jagla und Pleiß zeigten wenig Interesse an einem finnischen Comeback und punkteten zum 50:42 (Dunk Jagl, 25. Min.). Finnland ließ sich nicht abschütteln und bekam immer wieder die “zweite Luft” (50:48, 26. Min.). Das DBB-Team hielt dagegen, aber die Begegnung blieb eng und umkämpft. Deutschland suchte jetzt vermehrt den Weg unter den finnischen Korb, wo Zirbes nur durch Fouls gestoppt werden konnte (56:52, 29. Min.). Unverändertes Bild nach 30 Spielminuten: 58:54 für Deutschland.

Jagla bewies seine Klasse aus der Distanz auch zum Auftakt des Schlussviertels (61:54), doch noch immer waren die Finnen nicht bezwungen. Mit großem Herz kamen sie erneut zurück in die Partie und forderten die DBB-Auswahl weiterhin voll (63:59, 34. Min.). Noch einmal erhöhten die Deutschen das Tempo und den Druck (68:61, Per Günther, 36. Min.). Letztlich zahlte sich das aus (Benzing, 70:63, 38. Min.), auch wenn Koponen aus der Distanz gefählich blieb (70:66, 39. Min.). Schaffartziks Treffer nach Foul bedeutete dann doch die Vorentscheidung (74:66). Philipp Schwethelm machte mit seinem 3er zum 7:66 1´23 Min. vor dem Ende “den Deckel drauf”.

“Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Es ist sehr schwierig, gegen eine so aggressive Mannschaft wie Finnland zu spielen. Henrik Dettmann leistet dort hervorragende Arbeit. Wir haben Geduld bewiesen und im vierten Viertel die richtigen Entscheidungen getroffen. Natürlich sind die jungen Spieler manchmal noch zu ungeduldig, wollen sofort zeigen, was sie können, sofort punkten. Aber es macht mir großen Spaß mit ihnen zu trainieren, weil sie alle besser werden wollen”, sagte Svetislav Pesic nach der Partie.

Deutschland
Robin Benzing (FC Bayern München) 12, Bastian Doreth (TBB Trier) 3, Per Günther (ratiopharm Ulm) 12,  Jan-Hendrik Jagla (FC Bayern München) 20, Mathis Mönninghoff (TBB Trier), Philipp Neumann (Brose Baskets Bamberg) dnp, Tim Ohlbrecht (ohne Verein) dnp, Tibor Pleiß (Caja Laboral Vitoria/ESP) 8, Heiko Schaffartzik (ALBA Berlin) 7, Philipp Schwethelm (ratiopharm Ulm) 5, Andreas Seiferth (TBB Trier) dnp, Lucca Staiger (Neckar RIESEN Ludwigsburg) 3, Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg) 4, Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg) 5, Philip Zwiener (Eisbären Bremerhaven) dnp.

Finnland
Mikko Koivisto 2, Kimmo Muurinen 4, Shan Huff 15, Gerald jr Lee 4, Sasu Salin 6, Tuukka Kotti 4, Petteri Koponen 23 , Vesa Mäkäläinen 5, Hanno Möttölä 4, Roope Ahonen, Antto Nikarinen, Matti Nuutinen, Vill Kaunisto3, Samuel Haanpä, Carl Lindbom.

Stats-GER-FIN

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