BEKO-Supercup: Deutschland siegt zum zweiten Mal!12. August 2012

Deutschland hat den 24. BEKO-Supercup gewonnen. Vor 5.000 Zuschauern in der Bamberger Stechert Arena setzte sich das Team von Bundestrainer Svetislav Pesic mit 78:74 (29:21, 16:25,  18:12, 15:16) gegen Polen durch und triumphierte beim traditionsreichen Turnier damit zum zweiten Mal nach 2004, damals ebenfalls in Bamberg.

Kurz vor Spielbeginn wurde Fotograf Tilo Wiedensohler von DBB-Vizepräsident Bernd Heiden für sein DBB-Foto des Jahres geehrt. Dann schickte Bundestrainer Svetislav Pesic Bastian Doreth, Heiko Schaffartzik (Foto), Robin Benzing, Jan-Hendrik Jagla und Tibor Pleiß aufs Parkett. Jagla und Pleiß (!) eröffneten für die Deuschen mit zwei 3ern (6:3, 2. Min.). Man wirkte wesentlich fokussierter als noch in der Partie gegen Finnland. Aber Polen machte schnell deutlich, welch  starke Mannschaft es aktuell besitzt, und schlug zurück (8:12, 4. Min.). Jaglas zweiter 3er “swischte” zum 14:12 durchs Netz (6. Min.), zuvor hatte Pleiß den polnischen NBA-Center Marcin Gortat spektakulär geblockt. Um jeden Rebound wurde intensiv gekämpft und die Halle stand beim 18:12 durch Pleiß Kopf (7. Min.). Gortat antwortete mit einem krachenden Dunking, doch Zwiener und Schaffartzik hielten die DBB-Auswahl vorne (22:18, 9. Min.). Staiger netzte direkt von der Bank einen umjubelten 3er ein und Per Günther war mit der Schlusssirene des ersten, hochinteressanten Viertels mit einem “Floater” erfolgreich (29:21).

An der Freiwurflinie brachte der Neu-Bamberger Maik Zirbes sein Team gar zweistellig in Front (31:21). Die Partie wogte hin und her mit extrem aggressiver Defense auf beiden Seiten. Polen mühte sich um den Anschluss, aber die ING-DiBa-Korbjäger setzten alle ihre Kräfte ein, um die Führung zu verteidigen. Das Publikum in Bamberg durfte sich an einem hochintensiven Spiel mit zwei Mannschaften auf Augenhöhe erfreuen. Polen kam auf 40:38 heran (16. Min.), ehe Pleiß und Jagla wieder für einen größeren Vorsprung sorgten. Aber Polen war jetzt voll im Spiel, nahm jedes Tempo an und übernahm kurz vor der Pause die Führung (43:44), die auch zum Seitenwechsel Bestand hatte (45:46, Gortat).

Benzing kassierte zum Auftakt des dritten Viertels seine Fouls drei und vier und musste auf die Bank. Polen schien ganz langsam die Kontrolle über die Partie zu erlangen (47:51, 23. Min.), aber Schaffartziks 3er stoppte den Lauf des Gegners rechtzeitig. Jagla swischte erneut zum Ausgleich (53:53, 26. Min.), ehe wieder Schaffartzik das 56:53 besorgte. Schaffartzik und Günther trugen ihr Team in dieser Phase und sorgten für Begeisterung auf den Rängen. Zirbes tankte sich gegen Gortat durch und erkämpfte das 61:55 (29. Min.) und legte zum 63:55 nach. Das DBB-Team verwirrte den Gegner phasenweise mit einer Zonenverteidigung und lag nac 30 Minuten mit 63:58 vorne.

Sicher sein durften sich die Pesic-Schützlinge aber keineswegs, denn der sehr starke polnische Youngster Jakub Wojciechowski traf von “downtown” zum 63:61 und besorgte dann auch den erneuten Ausgleich. Der deutsche Spielfluss war wieder etwas gerissen. Das nutzten die Polen sofort aus und brachten die DBB-Auswahl in Bedrängnis (63:65, 33. Min,). Jagla erzielte erst nach drei Minuten im Schlussbschnitt die ersten deutschen Punkte, Deutschland nahm den Kampf an und Günther warf sein Team erneut in Front (67:65, 34. Min.). Es wurde dramatisch in der Stechert Arena, kein Zuschauer musste sein Kommen bereuen. Das deutsche Team mobilisierte die letzten Kräfte, wollte unbedingt den BEKO-Supercup gewinnen. Günther wurde immer besser (70:65, 37. Min.) und Polens 3er-Versuche fielen in dieser Phase nicht. Bis Wojciechowski wieder einen Distanzwurf versenkte und die Polen nur kurz später plötzlich wieder führten (70:71, 38. Min.). Staiger traf zum 72:71, Deutschland stand hinten wieder erfolgreich in einer Zone. Der Tipin-Dunk von Pleiß ließ die Arena erbeben (74:71, ´50), und als er 18 Sekunden vor dem Ende an der Freiwurflinie zwei Treffer zum 76:71 folgen ließ, war das Spiel entschieden, auch wenn Polen noch einen 3er traf (´6). Schaffartzik machte per Freiwurftreffern alles klar (78:74).

“Die Zuschauer haben uns heute sehr geholfen. Die Unterstützung durch die Fans ist ganz wichtig für unsere junge Mannschaft, die das Heimspiel-Gefühl braucht. Im Moment machen wir unsere Fehler durch Enthusiasmus wett, das sieht man z.B. an den 17 Offensivrebounds, viele davon in der entscheidenden Phase des Spiels. Tibor hat heute sehr konzentriert und gut gegen Marcin Gortat gespielt. Die Polen haben sich als sehr starker, erfahrener Gegner präsentiert, der für uns genau zum richtigen Zeitpunkt kam, da wir in der EM-Qualifikation viele enge Spiele erwarten”, sagte Svetislav Pesic nach dem Spiel.

Deutschland
Robin Benzing (FC Bayern München, 8), Bastian Doreth (TBB Trier), Per Günther (ratiopharm Ulm, 11),  Jan-Hendrik Jagla (FC Bayern München, 16), Mathis Mönninghoff (TBB Trier, dnp), Philipp Neumann (Brose Baskets Bamberg, dnp), Tim Ohlbrecht (ohne Verein), Tibor Pleiß (Caja Laboral Vitoria/ESP, 12), Heiko Schaffartzik (ALBA Berlin, 12), Philipp Schwethelm (ratiopharm Ulm, dnp), Andreas Seiferth (TBB Trier, dnp), Lucca Staiger (Neckar RIESEN Ludwigsburg, 8), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg, dnp), Maik Zirbes (Brose Baskets Bamberg, 9), Philip Zwiener (Eisbären Bremerhaven, 2).

Polen
Dardan Berisha 8, Robert Skibniewski 9, Damian Kulig 5, Piotr Pamula 2, Przemyslaw Karnowski dnp, Lukasz Wisniewski 3, Marcin Gortat 14, Lukasz Koszarek 2, Mateusz Ponitka, Michal Ignerski 7, Adam Waczynski 2,  Jakub Wojciechowski 19, Przemyslaw Zamojski 3.

Stats-GER-POL

Weitere News

30. September 2016

DBB-Damen und Herren im Ausland

Wöchentliche Berichterstattung ab dem NBA-Start

ZipserBaer2016-500

28. September 2016

Bundesjugendlager 2016: Die Headcoaches sprechen

Große Vorfreude auf den Jahreshöhepunkt

BJL2013-500

27. September 2016

Erste EuroBasket-Tickets im Verkauf

In Istanbul bereits Finalkarten erhältlich

EuroBasket2017Arena-500

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.