Weißrussland erteilt DBB-Damen eine Absage25. Juli 2005

Neuer Gegner in Dorsten und Hagen sind die Niederlande
Weißrussland hat seine Zusage für die Länderspiele gegen die deutsche Damen-Nationalmannschaft in Dorsten (21. August, 15 Uhr) und Hagen (22. August, 19 Uhr) kurzfristig zurückgezogen. Die Spielerinnen seien unabkömmlich, lautete die offizielle Begründung. Der DBB hat auf schnellstem Wege für einen würdigen Ersatz gesorgt: Als neuer Gegner der DBB-Auswahl stehen nun die Niederlande fest.

Bundestrainer Olaf Stolz (Foto) schätzt die Niederländerinnen ähnlich stark ein wie die Weißrussinnen, vor allem in einem Punkt: „Die Mannschaft zeichnet sich durch ihr temporeiches Spiel aus.“ Die wirkliche Stärke des Teams lässt sich aber durch die physischen Voraussetzungen der Spielerinnen ausmachen. Olaf Stolz: „Die Mannschaft ist sehr klein. Sie treffen gut von den Außenpositionen.“ Außerdem stellt sich der Bundestrainer auf ein hartes Spiel ein und erwartet, dass die Nachbarn eine Ganz-Feld-Presse spielen werden.

Dennoch glaubt Olaf Stolz fest an einen Sieg, warnt aber dafür, die Gegnerinnen zu unterschätzen: „Die Holländerinnen werden mit Sicherheit sehr unangenehm werden.“ Den meisten Spielerinnen von Olaf Stolz ist der Gegner bereits bekannt. Die letzte Begegnung gegen die Niederländerinnen fand nämlich erst im Jahr 2003 auf einem Vorbereitungsturnier in Belgien statt. Dieses Spiel entschieden die deutschen Damen mit 68:54 für sich. Insgesamt könnte die Bilanz gegen die „Oranjes“ allerdings besser aussehen: zwölf Siegen stehen 40 Niederlagen gegenüber.

Während es für die deutschen Damen im September bei der EM in der Türkei um alles geht, befinden sich die Niederländerinnen momentan nur in der B-Gruppe und kämpfen mit Portugal, Slowenien und Mazedonien um den Aufstieg in die A-Gruppe. Nach drei von sechs absolvierten Spielen belegen die Niederländerinnen um die Topscorerin Marloes Roetgerink lediglich Platz 3. „Roetgerink ist eine sehr gute Spielerin. Auf sie werden wir uns besonders konzentrieren“, so Olaf Stolz. Um die A-Gruppe zu erreichen, muss sich die niederländische Auswahl noch enorm steigern. Denn nur unter den drei Gruppenersten werden die beiden Aufsteiger ermittelt.

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