Triumph für DBB-Damen15. Juni 2011

Großartige EM-Qualifikation der deutschen Mannschaft – 67:56-Erfolg in Ungarn zum Abschluss
Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat es tatsächlich geschafft und für einen großartigen Erfolg gesorgt, den ihr zuvor nur die wenigsten zugetraut hatten! Mit einem 67:56 (13:17, 20:16, 16:7, 18:16) gegen Ungarn sicherte sich das Team von Bundestrainer Bastian Wernthaler nach dem 59:53-Erfolg im Hinspiel den letzten Startplatz bei der am kommenden Samstag in Polen beginnenden Europameisterschaft. Dort trifft sie in der Vorrundengruppe C in Katowitz auf Spanien (18.6., 15.00 Uhr), Polen (19.6., 18.00 Uhr) und Montenegro (20.6., 12.30 Uhr).

Im ungarischen Sopron schickte der Bundestrainer seine bewährte erste Fünf mit Lea Mersch, Dorothea Richter, Anne Breitreiner, Romy Bär und Lisa Koop aufs Feld. Den Dreier von Breitreiner zum Auftakt konterten die Gastgeberinnen schnell zur eigenen 5:3 Führung (3. Min.). Die ING-DiBa-Korbjägerinnen verfehlten sechs ihrer ersten sieben Wurfversuche aus dem Feld und sahen sich nach sechs Minuten mit 5:11 im Rückstand. Außerdem hatten Breitreiner und Koop bereits je zwei Fouls auf dem Konto. Ungarn machte – unterstützt vom lautstarken Publikum – enormen Druck, aber Deutschland wehrte sich (10:15, 8. Min.). Dennoch – erst zwei von vierzehn Würfen hatten ihr Ziel gefunden, bevor Sarah Austmann zum 12:15 traf. Nach zehn Minuten lagen die deutschen Damen mit 13:17 hinten.

Beim 13:21 (12. Min.) nahm Wernthaler eine Auszeit, um den Lauf der Ungarinnen zu unterbinden und nicht frühzeitig in einen höheren Rückstand zu geraten. Das  DBB-Team fand weiterhin kaum einen Weg aus dem Wurfloch (4/20), blieb aber durch Svenja Greunke (Foto) im Spiel (17:24, 14. Min.). Dann traf Bär einen Dreier und Petra Gläser versenkte einen Korbleger zum 22:25 (16. Min.). Zwei Minuten vor der Pause lagen die DBB-Damen durch weitere Punkte von Gläser und Richter plötzlich mit 27:25 in Front. Bär hatte nun Fuß gefasst und punktete fleißig, konnte aber den Ausgleich der Ungarinnen nach 20 Minuten nicht verhindern (33:33). Dennoch befand sich das Wernthaler-Team auf dem besten Weg zur Europameisterschaft.

Nach dem Seitenwechsel verpassten beide Teams zunächst viele Chancen, sodass sich nur wenig am Ergebnis änderte (37:37, 24. Min.). Ballverluste, Fehlwürfe und Fouls wechselten sich auf der statistischen Anzeige in munterer Folge ab, nur selten unterbrochen von erzielten Punkten. Für die sorgten Austmann und Bär von der Freiwurflinie und Koop aus der Nahdistanz, als bereits sieben Minuten im dritten Viertel gespielt waren (45:39). Alles schien jetzt für die deutsche Mannschaft zu laufen und den Ungarinnen die Zeit davon zu rennen. Nach drei Vierteln war die gesamte Partie so gut wie gelaufen (49:40), ein ungarisches Comeback konnte sich so recht niemand vorstellen.

Und genau so kam es dann auch. Die Geschichte des vierten Spielabschnitts ist schnell erzählt: eine erneut sehr starke Svenja Greunke machte in der 32. Minute die Punkte zum 53:42 und sorgte damit für die endgültige Entscheidung. Zwar kämpften die Ungarinnen um ihre allerletzte Chance, doch die ließen die konzentriert bleibenden deutschen Spielerinnen gar nicht erst zu. Im Gegenteil, souverän spielte die DBB-Auswahl die Partie zu Ende und durfte dann zurecht jubeln und sich feiern lassen.

“Ich bin begeistert von meiner Mannschaft. Wer in einem solchen Hexenkessel eine so super Defense spielt, vor dem ziehe ich meinen Hut. Mehr kann ich nicht sagen, aber wir alle sind sehr glücklich, dass es jetzt weiter nach Polen geht”, meinte ein klitschnasser Bundestrainer nach der Partie.

Für Deutschland spielten:

Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 8), Romy Bär (Challes lex Eaux/FRA, 11), Anne Breitreiner (Villeneuve/FRA, 4), Petra Gläser (Kvarnby Basket/SWE, 6), Svenja Greunke (Rhein Main Baskets / TV Langen, 14), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg, 4), Katharina Kühn (TSV Wasserburg, 6), Tina Menz (Leeds Carnegie/ENG, 1), Lea Mersch (evo NB Oberhausen), Dorothea Richter (Heli Donau Ries, 13), Birte Thimm (evo NB Oberhausen) und Stephanie Wagner (Rhein Main Baskets / TV Langen).

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