Team von Bundestrainer Imre Szittya unterliegt mit 59:74 und hat die direkte EM-Qualifikation endgültig verpasst2. September 2008

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft wartet in der EM-Qualifikation auch nach dem fünften Spiel weiter auf ihren ersten Sieg. Nach der 59:74 (12:15, 13:20, 14:28, 20:11)-Niederlage in Israel geht es nun endgültig nur noch darum, in den kommenden drei Partien den letzten Gruppenplatz zu verlassen, um im Januar 2009 eine weitere Qualifikationschance zu bekommen. Auf jeden Fall gewonnen werden muss das Spiel gegen den direkten Konkurrenten Großbritannien (10. September, Cardiff), dazu möglichst noch ein Heimspiel (6. September in Berlin gegen die Ukraine, 13. September in Marburg gegen Litauen).

In Ramat Gan sahen sich die deutschen Spielerinnen schnell einem 5:10-Rückstand gegenüber, ließen sich aber nicht beirren und kamen auf 12:13 heran. Doch Israel übernahm jetzt für einige Minuten die Kontrolle über die Begegnung, nutzte die zahlreichen deutschen Ballverluste und die Tatsache, dass die früh hochfoulbelastete Anne Breitreiner auf die Bank musste, gnadenlos aus. Beim 15:26 Mitte des 2. Viertels sah es nicht gut aus für das DBB-Team. Der kämpfenden deutschen Mannschaft gelang es aber, den Rückstand bis zum Seitenwechsel nicht weiter anwachsen zu lassen.

Direkt nach dem Wiederbeginn entschieden die Gastgeberinnen um die überragende Shay Doron (25 Punkte) das Spiel. Als dann beim 27:47 (25. Min.) auch noch Anne Breitreiner mit fünf Fouls endgültig das Spielfeld verlassen musste, hatte Deutschland keine Chance mehr. Umso bemerkenswerter, dass die nie aufsteckenden DBB-Korbjägerinnen nach dem 39:63 noch einmal die Motivation zu einem energischen Schlussspurt fanden.

Eine gute Leistung zeigte Centerin Katja Bavendam, und auch Sarah Austmann konnte durchaus überzeugen. Insgesamt waren die 28 Ballverluste (Israel 18) einfach zu viel, um den Favoriten ernsthaft zu gefährden. Da man aber die Reboundbilanz ausgeglichen gestalten (38:38) und erträgliche Wurfquoten vorweisen konnte, war das Ergebnis durchaus vorzeigenswert. „Israel ist die stärkste Mannschaft in der Gruppe. Wir haben gut mitgehalten und uns anständig verkauft. Die unnötigen Ballverluste ärgern mich aber, da müssen wir dringend besser werden. Außerdem haben uns die Impulse von Anne sehr gefehlt“, bilanzierte Bundestrainer Imre Szittya nach der Partie.

Für Deutschland spielten: 
Lea Mersch (Foto, evo NB Oberhausen, 5), Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 11), Katja Bavendam (Botas Spor/Türkei, 14), Anne Breitreiner (KSSSE AZS PWSZ Gorzow/Polen, 7), Annika Danckert (BBV Leipzig, 7), Magdalena von Geyr (TSV Wasserburg, 3), Cornelia Janzon (BBV Leipzig, 2), Alexandra Müller (BG WWK Donau-Ries), Lisa Koop (BC Pharmaserv Marburg), Sabine Loewe (Basket Club Bolzano/Italien), Margret Skuballa (BC Pharmaserv Marburg, 6) und Dorothea Richter (ohne Verein, 4).

Weitere Informationen zur EM-Qualifikation finden Sie auf der Turnier-Homepage

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