Starke Leistung der DBB-Damen gegen Rumänien reicht nicht zum Sieg5. August 2010

Knappe 85:88-Niederlage gegen Rumänien – Szittya-Team mit gutem Spiel – Morgen letzter Test vor EM-Qualifikation
Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat den vorletzten Test vor der Europameisterschafts-Qualifikation knapp verloren. Bei der 85:88 (22:25, 19:18, 20:16, 24:29)-Niederlage in Bukarest feierten Anne Breitreiner und Katja Bavendam ein gelungenes Comeback. Die Mannschaft von Bundestrainer Imre Szittya trat erstmals in diesem Sommer in Bestbesetzung an und zeigte eine ansprechende Leistung. Insbesondere Linda Fröhlich (22 Punkte) und Dorothea Richter (Foto, 14 Punkte) ragten aus einer guten deutschen Mannschaft heraus. Morgen absolviert die deutsche Mannschaft ein weiteres Testspiel gegen Rumänien, Hochball ist um 16.30 Uhr deutscher Zeit.

Entgegen der bisherigen Auswärtsspiele, in denen die DBB-Damen sich oftmals den Schneid ankaufen ließen, war die Mannschaft um Kapitän Dorothea Richter in Rumänien von Beginn an hellwach. Die ING-DiBa-Korbjägerinnen agierten mit der stark einzuschätzenden Auswahl Rumäniens auf einem Niveau, gestalteten den ersten Spielabschnitt ausgeglichen und lagen nach zehn Minuten knapp zurück (22:25).

Deutschland war auch im zweiten Viertel mehr als ebenbürtig und lieferte sich mit Rumänien einen offenen Schlagabtausch. Vor allem Linda Fröhlich, aber auch Dorothea Richter, Romy Bär und Sarah Austmann setzten im Angriff Akzente für das DBB-Team, das insgesamt äußerst sich vor allem offensiv stark verbessert zeigte. Als sich die Rumäninnen Mitte des zweite Spielabschnitts mit acht Punkten absetzten, kämpfte sich das DBB-Team wieder heran und gestaltete die Partie ausgeglichen (41:43 aus deutscher Sicht).

Auch nach dem Seitenwechsel wurde den Zuschauern in Bukarest eine ansprechende und spannende Begegnung zweier spielstarker Mannschaften geboten. Die ING-DiBa-Korbjägerinnen hielten offensiv wie defensiv das Tempo hoch und konnten vor Beginn des Schlußviertels sogar die Führung übernehmen (61:59).

Im Schlußviertel übernahmen die Gastgeberinnen wieder stärker das Kommando und eroberten die Führung zurück. Die deutsche Mannschaft hatte nun verstärkt mit Foulproblemen zu kämpfen; Katja Bavendam musste nach ihrem fünften persönlichen Foul auf der Bank Platz nehmen und vier weitere DBB-Spielerinnen hatten vier Fouls auf dem Konto. In der hektischen Schlußphase wurde die ungleichmäßige Foulverteilung noch deutlicher: Rumänien bekam 47 Freiwürfe zugesprochen, Deutschland lediglich 23. So sicherte sich die rumänische Auswahl den Sieg von der Linie und fügte den DBB-Damen eine knappe Niederlage (85:88) zu, die dennoch optimistisch stimmt.

Bundestrainer Imre Szittya zog nach dem selbsternannten “Härtetest” ein positives Fazit: “Wir haben ein gutes Spiel gemacht und ich bin zufrieden mit meiner Mannschaft. Im Angriff haben wir Fortschritte gemacht und uns gut präsentiert. In der Verteidigung hätten wir sicherlich in der ein oder anderen Aktion cleverer agieren können, aber insgesamt war es ein sehr guter Test auf hohem Niveau.” Dementsprechend zuversichtlich blickt Szittya auf die morgige Partie gegen Rumänien – den letzten Test vor dem ersten Europameisterschafts-Qualifikationsspiel am 14. August 2010 in der Ukraine: “Wir wollen morgen unseren guten Auftritt von heute Abend bestätigen. Anne und Katja haben heute gut gespielt. Jetzt ist es das Ziel, sie weiter in die Mannschaft zu integrieren, um so ausgeglichen wie möglich in die Ukraine zu reisen.”


Für Deutschland spielten:

Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 11), Stina Barnert (TV Saarlouis Royals, 5), Romy Bär (Challes les Eaux/Frankreich, 13), Katja Bavendam (Hondarribia-Irun/Spanien), Anne Breitreiner (Club Athletico Faenza/Italien, 7), Linda Fröhlich (Ros Caseres Valencia/Spanien, 22), Petra Gläser (ohne Verein, 6), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg), Roli-Ann Nikagbatse (ohne Verein, 5), Tina Menz (ohne Verein, dnp), Dorothea Richter (TSV Wasserburg, 14), Margret Skuballa (BC pharmaserv Marburg) und Birte Thimm (evo NB Oberhausen, 2).

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