Niederlage gegen Rumänien wirft DBB-Damen zurück4. Juni 2011

Deutschland muss einen herben Dämpfer auf dem Weg Richtung Endspiel um die Qualifikation für die Europameisterschaft 2011 in Polen hinnehmen – Rumänien schlägt die DBB-Auswahl mit 65:59
Das Qualifikationsturnier in Taranto/Italien verlief nur im ersten Spiel ganz nach den Vorstellungen von Trainer Bastian Wernthaler. Nach dem Sieg gegen Belgien (69:57) konnten die Damen aus Rumänien den Erfolgszug der Deutschen Nationalmannschaft allerdings stoppen. Mit 59:65 (14:22, 16:13, 15:17, 14:13) verloren die deutschen Damen die zweite Begegnung, bei der Dorothea Richter mit 21 Punkten die beste Werferin war.

“Never change a winning team” wird sich Bundestrainer Bastian Wernthaler (Foto)gedacht haben und schickte wie bereits gegen Belgien Lea Mersch, Anne Breitreiner, Dorothea Richter, Romy Bär und Lisa Koop in die Begegnung.

Rumänien begann mit einem Blitzstart und schockte Deutschland mit einem schnellen 4:0 (1. Minute). Lange beeindruckt zeigte sich das Team von Bundestrainer Bastian Wernthaler allerdings nicht. Lisa Koop konterte mit zwei Punkten und verkürzte auf 2:4 (2. Minute). Es entwickelte sich ein munterer Spielverlauf, in dem die Damen aus Rumänien jedoch die Nase weiterhin vorn behielten (5:12, 5. Minute). Nach einem weiteren Ballverlust seines Teams und den daraus resultierenden 14:5 für Rumänien nahm Bastian Wernthaler die erste Auszeit. Allerdings stellte sich keine Besserung ein. Im Gegenteil: Rumänien konnte machen, was es wollte und zog auf zwischenzeitlich 20:5 davon, bis Romy Bär endlich für weitere Punkte für Deutschland sorgte und einen Drei-Punkte-Wurf einstreute (8:20, 7. Minute). Erneut war es Romy Bär, die im folgenden Angriff auf 10:20 verkürzte und Rumänien zur ersten Auszeit zwang. Zum Ende des ersten Viertels konnte die DBB-Auswahl einen absoluten Katastrophenstart gerade noch verhindern und ging mit einem 14:22 in die zweiten zehn Minuten. Trotz allem waren acht Turnover mit Sicherheit zu viel.

Die Verteidigung wurde allmählich besser, was deutlich zu sehen war, da Rumänien viertelübergreifend über vier Minuten keinen Korberfolg zu verbuchen hatte. Deutschland verkürzte in Person von Doro Richter weiter auf 16:22. Im Gegenzug waren die Balkanladies allerdings wieder erfolgreich und machten das 25:16 (12. Minute). Deutschland war mittlerweile voll im Spiel angekommen, konterte sehenswert und stellte den Anscluss wieder her (21:25, 13. Minute). Mitte des zweiten Viertels stockte der offensive Motor der Deutschen ein wenig, weshalb sie über fünf Minuten ohne Korberfolg blieben und Rumänien die Führung wieder auf 32:23 ausbauen konnte. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit konnte Deutschland dann noch ein wenig nachlegen und auf 30:35 verkürzen.

Dorothea Richter sorgte mit den ersten zwei Punkten der zweiten Halbzeit für ein 32:35 und somit für berechtigte Hoffnungen beim deutschen Team. Jedoch sorgte ein erfolgreicher Dreier der Rumäninnen erneut für eine deutlichere Führung (32:38, 22. Minute). Sarah Austmann sorgte ihrerseits mit einem Drei-Punkte-Wurf für den alten Abstand (35:38, 23. Minute). In der Folge konnte sich keines der beiden Teams absetzen oder gleich ziehen, und so blieb die Begegnung weiterhin eng und umkämpft. Immer wieder schaffte es die DBB-Auswahl den Vorsprung zu verkürzen, leisteten sich allerdings regelmäßig Ballverluste, die die Rumäninnen gnadenlos ausnutzten. So ging es beim Stand von 52:45 für Rumänien in den Schlussabschnitt.

Auch im vierten Viertel hörten die Ballverluste der DBB-Auswahl nicht auf. Immer wenn man wieder in Schlagdistanz kam, wurden die Offensivbemühungen durch Nachlässigkeiten unterbunden, weshalb der Fünf-Punkte-Rückstand weiter Bestand hatte (47:52, 33. Minute). Nach vier punktlosen Minuten auf beiden Seiten war es die Auswahl aus Rumänien, die nach langer Zeit wieder Zählbares auf die Anzeigetafel brachte (47:54, 35. Minute). Bei noch vier Minuten Spielzeit und Fünf-Punkte-Rückstand nahm Bastian Wernthaler eine Auszeit, um seine Damen auf die heiße Schlussphase einzuschwören. Die Aufgabe gestaltete sich immer schwerer, da mit Lisa Koop und Sarah Austmann gleich zwei deutsche Spielerinnen mit fünf Fouls auf der Bank Platz nehmen mussten. Die Schlussphase war an Spannung kaum zu überbieten. Tina Menz verkürzte die Begegnung auf 56:59 (39. Minute). Eine weitere Chance zum Verkürzen hatte Stephanie Wagner, vergab die Chance allerdings. Auf der Gegenseite verwandelte Rumänien zwei Freiwürfe und gewann die Partie am Ende mit 65:59.

Ein enttäuschter Bundestrainer sagte nach der Partie: “Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben heute gegen ein Team auf Augenhöhe verloren und somit eine große Chance vergeben. Leider hatten wir einen sehr schlechten Tag in der Offensive erwischt, aber mit 28% Trefferquote kannst du nicht gewinnen. Chancen auf das Weiterkommen sind natürlich noch vorhanden, aber dafür müssen wir beide ausstehenden Begegnungen gewinnen. Wir werden es versuchen.”

Für Deutschland spielten:
Lea Mersch (evo NB Oberhausen), Anne Breitreiner (Villeneuve/FRA, 5), Dorothea Richter (Heli Donau Ries, 21), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg, 2), Sarah Austmann, (evo NB Oberhausen, 10), Stephanie Wagner (Rhein-Main Baskets), Romy Bär (Challes les Eaux/FRA, 14), Tina Menz (Leeds Carnegie/ENG, 3), Birte Thimm (evo NB Oberhausen), Svenja Greunke (Rhein Main Baskets / TV Langen), Katharina Kühn (TSV Wasserburg, 2), Petra Gläser (Kvarnby Basket/SWE, 2).

Statistiken und weitere Berichterstattung unter www.fibaeurope.com

Weiterer Spielplan EM-Qualifikation für Deutschland, Taranto/Italien
Dienstag, 7. Juni 2011, 17.45 Uhr: Deutschland – Serbien
(Der Sieger dieser Qualifikationsrunde spielt in zwei Spielen gegen den Sieger der anderen Qualifikationsrunde um den letzten noch zu vergebenden Platz für die EM vom 18. Juni – 3. Juli 2011 in Polen)

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