Litauen zu stark für Damen-Nationalmannschaft18. August 2006

42:67-Niederlage im zweiten Spiel des 10-Nationen-Turniers in Chieti

Die DBB-Damen müssen beim 10-Nationen-Turnier in Chieti/ Italien weiterhin auf ihr erstes Erfolgserlebnis warten. Nach der Auftaktniederlage gegen Italien, verloren sie auch ihr zweites Spiel gegen Litauen deutlich mit 42:67 (9:19, 7:14, 13:19, 13:15).

Obwohl die Litauerinnen in der Verteidigung nicht ganz so druckvoll agierten wie die Italienerinnen am Vortag, machte sich das deutsche Team besonders in der Offensive das Leben selbst schwer. In der 1. Hälfte war, wie schon gegen Italien, die Anzahl der Ballverluste eindeutig zu hoch. 16 Turnovers verzeichnete die Mannschaft von Coach Olaf Stolz in den ersten 20 Minuten. Damit war die Anzahl der Ballverluste identisch mit der Punktzahl. Gegen eine Spitzenmannschaft wie Litauen ist das zu wenig, weiß auch Teammanager Jochen Buschke: „Das gesamte Spiel betrachtet hatten wir zwar einige ganz gute Phasen, dennoch hat Litauen die Partie absolut kontrolliert. Sie haben auch in der Höhe völlig verdient gewonnen.“

Bei den Trefferquoten von der Dreier- und Freiwurflinie wurde der Unterschied ebenfalls deutlich. Bei insgesamt acht Versuchen von der 3-Punkte-Linie, kam lediglich Hicran Özen zu einem Treffer für die DBB-Auswahl. Die Litauerinnen hatten am Ende des Spiels acht Dreier zu Buche stehen und trafen sensationelle 95% (19/20) ihrer Freiwürfe.

Trotz des schlechten Starts bewiesen die ING-DiBa-Korbjägerinnen jedoch Moral. Auch wenn im 3. Viertel die höchste Führung der Litauerinnen gezählt wurde (29 Punkte), zeigte das Stolz-Team in der 2. Halbzeit eine bessere Leistung. Zu den 16 Ballverlusten kamen nur noch sechs hinzu und auch die Trefferquote wurde etwas besser. Der letzte Spielabschnitt verlief sogar ausgeglichen. Die Reservistinnen nutzten ihre Chance, auch wenn sich vom Ergebnis her nicht mehr viel änderte. Überhaupt wurde auf beiden Seiten sehr viel gewechselt und ausprobiert. Beim DBB-Team spielte keine Akteurin weniger als acht Minuten. „Dazu sind solche Vorbereitungsspiele schließlich da. Gerade bei unseren jungen Spielerinnen muss sich erst noch ein Team herauskristallisieren“, begründet Buschke die Maßnahme des Trainers.

Die nächsten Spiele:
Samstag, 19.8., 14.00 Uhr: Deutschland – Polen
Sonntag, 20.8., 18.30 Uhr: Deutschland – Serbien und Montenegro

Deutschland:
Corry Berger (NB Oberhausen, 4), Anne Breitreiner (Ros Caceres Valencia/Spanien, 10), Annika Danckert (ohne Verein, 4), Maren Dölle (BG Zehlendorf), Petra Gläser (Visby Ladies/Schweden/ Foto, 6), Natalie Gohrke (BG Dorsten), Susanne Kernl (Visby Ladies/Schweden, 2), Lisa Koop (University Winthorp/USA, 2), Hicran Özen (BC Marburg, 9), Dorothea Richter (BG Dorsten, 5), Alexandra Keil (BC Marburg).



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