Keine vorzeitige EM-Qualifikation für DBB-Damen9. Juni 2013

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat die vorzeitige Qualifikation für die Europameisterschaft 2015 verpasst. Deutschland gewann zwar das letzte von drei Spielen beim Turnier in Israel gegen Mazedonien nach Verlängerung mit 87:83 (13:21, 23:14, 25:20, 14;20, 12:8), konnte die Israelinnen, die sich am späten Nachmittag mit 59:56 gegen Portugal durchsetzten, nicht mehr als Gruppensieger ablösen. Für die DBB-Damen von Bundestrainerin Alexandra Maerz, die im kommenden Sommer erneut die Chance auf die Qualifikation haben, lag der Fokus in diesem Jahr auf dem Umbruch des Teams, der erfolgreich durchgeführt wurde. Beim heutigen Sieg gegen Mazedonien überzeugten Maggie Skuballa (Foto), Anne Breitreiner und Katharina Fikiel als beste Werferinnen.

Mit Tina Menz, Anne Breitreiner, Maggie Skuballa, Birte Thimm und Katharina Fikiel startete Deutschland in die sportlich bedeutungslose Begegenung, in der Deutschland aber dennoch gewinnen wollte. Menz in ihrem 50. und Breitreiner in ihrem 150. Länderspiel führten die Mannschaft an; Thimm besorgte die schnelle Führung. In der Folgezeit kamen die Mazedonierinnen besser in die Partie und agierten enorm treffsicher. Für die DBB-Damen übernahm Skuballa viel Verantwortung, doch die deutsche Mannschaft musste hart für ihre Punkte kämpfen, während Mazedonien in dieser Phase das Momentum auf ihrer Seite hatte. Nach zehn Spielminuten lag Deutschland, das verletzungsbedingt auf Svenja Brunckhorst verzichten musste, mit 13:21 zurück.

Im zweiten Spielabschnitt, der mit einem erneuten Distanzwurf Mazedoniens begann, fingen sich die ING-DiBa-Korbjägerinnen wieder. Lea Mersch markierte wichtige Treffer von der Freiwurflinie und auch Breitreiner traf – Deutschland war nach 13 Minuten wieder dran (20:24). Es entwickelte sich nun eine spannende und intensive Partie auf Augenhöhe, in der Deutschland dem Führungswechsel nah war. Mazedonien, das wie von Bundestrainerin Maerz bereits beobachtet, nahezu ausschließlich mit seinen fünf Stammspielerinnen agierte, zeigte sich aber clever und noch unbeeindruckt von der hohen Intensität. Fünf Skuballa-Punkte in Folge gefolgt von einem Menz-Korbleger machten den mazedonischen Trainer dann aber doch nervös; beim Stand von 31:35 (aus deutscher Sicht) nahm er eine Auszeit (19. Min.). Doch Deutschland blieb spielbestimmend und verkürzte durch Menz und Breitreiner weiter, kurz vor der Halbzeitpause krönte Fikiel den tollen Lauf der deutschen Mannschaft und eroberte die Führung zurück (36:35).

Intensives und spannendes Duell geht in die Verlängerung

Die zweite Spielhälfte begann zwar erneut mit einem Dreipunktewurf Mazedoniens, Deutschlands Antwort folgte aber umgehend. In der Folgezeit blieb die Partie umkämpft und geprägt von zahlreichen Führungswechseln. Deutschland agierte dank Skuballa, Breitreiner und Fikiel sehr variable in der Offensive, doch spielentscheidend absetzen konnte sich die Mannschaft von Bundestrainerin Maerz nicht.  Wann auch immer sich die DBB-Damen ein kleines Punktepolster erspielt hatten, fand Mazedonien eine Antwort (50:50, 27. Min.). Vor Beginn der finalen zehn Spielminuten konnte sich Deutschland aber leicht absetzen; mit 61:55 ging es in den Schlussabschnitt.

Bundestrainerin Maerz spielte nun eine größere Rotation, so dass auch Ama Degbeon und Finja Schaake wieder Spielanteile bekamen. Beide Youngster dankten es mit erneut couragiertem Auftreten und Punkten, die die Führung Deutschlands behaupteten (63:57, 33. Min.). Mazedonien kämpfte sich noch einmal bis auf vier Zähler heran (70:66, 36. Min.), Deutschland kam im Angriff nicht mehr zum Zug und so musste Maerz beim Stand von 70:69 bei noch drei Minuten Spielzeit eine Auszeit nehmen. Die bärenstarke Skuballa war es dann, die dem Spiel erneut ihren Stempel aufdrückte und die aus der Distanz traf. Menz’ Freiwürfe waren ebenfalls immens wichtig, doch zwei schnelle Dreipunktewürfe Mazedoniens stellten alles wieder auf den Kopf (75:75, 39. Min.). Deutschland hatte noch einmal die Chance, das Spiel in der regulären Zeit zu entscheiden, doch alle Würfe verfehlten ihr Ziel. Diese spannende und intensive Partie ging in die Verlängerung (75:75).

Auch in den fünf Minuten Extra-Zeit blieb es bei einer hochintensiven und umkämpften Partie. Fikiel und Breitreiner punkteten für Deutschland, Mazedonien schlug aber zurück. Vier unbeantwortete Punkte von Givens rochen nach Vorentscheidung, aber Fikiel verkürzte für die DBB-Damen (80:81). Thimm und Breitreiner eroberten die Führung für die deutsche Mannschaft zurück, die 50 Sekunden vor Schluss mit 85:83 in Führung lag. Skuballa, der Spielerin des Spiels heute, war es vorbehalten, für den 87:83-Endstand zu sorgen.

“Es war ein tolles, intensives Spiel heute und ein toller Sieg für meine Mannschaft. Alle die gespielt haben, haben auch ihren Anteil an dem Sieg gehabt. Natürlich sind wir traurig, dass wir es nicht geschafft haben, uns vorzeitig zu qualifizieren. Aber wir sehen die mittel- und langfristige Entwicklung dieser Mannschaft, die auch heute wieder einen Schritt nach vorne gemacht hat. Für den kommenden Sommer können wir sicherlich ein sehr positives Fazit ziehen”, so DBB-Bundestrainerin Alexandra Maerz nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten: Lea Mersch (ohne Verein, 6), Anne Breitreiner (TSV Wasserburg, 18), Birte Thimm (evo NB Oberhausen, 4), Finja Schaake (Bender Baskets Grünberg / BC Pharmaserv Marburg, 5), Julia Schindler (Eisvögel USC Freiburg),  Stephanie Wagner (TV Langen/Rhein Main Baskets, 2), Tina Menz (BC Pharmaserv Marburg, 5),  Judith Schmidt (Eisvögel USC Freiburg), Ama Degbeon (Bender Baskets Grünberg, 6), Katharina Fikiel (TSV Wasserburg, 16 Punkte, 18 Rebounds), Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg) und Margret Skuballa (BC Pharmaserv Marburg, 25).

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