Gutes Spiel der DBB-Damen gegen Finnland2. Juni 2013

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat auch das zweite Duell mit Finnland knapp verloren. Im inoffiziellen Testspiel in der Lindenhalle in Wolfenbüttel unterlagen die ING-DiBa-Korbjägerinnen trotz furiosem Schlußviertel mit 67:74 (17:24, 11:13, 14:18, 25:19) . Die DBB-Damen reisen am Mittwoch nach Israel, um dort ab Freitag an der Qualifikationsrunde für die Europameisterschaft 2015 teilzunehmen. Gegner in der Gruppenphase sind Israel, Mazedonien und Portugal. Lea Mersch (Foto) und Anne Breitreiner waren im heutigen Spiel mit zehn Punkten beste Werferinnen für Deutschland.

Mit Tina Menz, Anne Breitreiner, Margret Skuballa, Birte Thimm und Katharina Fikiel starteten die DBB-Damen in die Partie, in der zunächst Finnland die Aktionen setzte. Deutschland erspielte sich zwar gute Wurfchancen, blieb aber in den ersten beiden Minuten ohne Korberfolg. Thimm traf nach einem schön herausgespielten Angriff zum 3:4, Skuballa eroberte kurz danach zum ersten Mal die Führung für das Maerz-Team. Die Finninnen zeigten sich erneut als unangenehm zu spielender Gegner und erspielten sich mit den Routiniers Pounds und Piipari die Führung zurück. Nach fünf temporeichen und unterhaltsamen Minuten nahm Maerz beim Stand von 9:12 eine Auszeit, um ihrem Team in Ruhe Möglichkeiten im Angriff aufzuzeigen. Doch es blieb zunächst dabei: Finnland agierte souveräner und schaffte es immer wieder, die Verteidigung der DBB-Damen zu knacken. Deutschland hingegen hatte es gegen den großen Druck der Finninnen schwer, die Angriffe vorzutragen. Thimms Punkte von der Freiwurflinie zum 12:22 waren da wichtig, ebenso Fikiels Punkte und Lea Merschs Buzzerbeater zum 17:24-Viertelstand.

Das Tempo blieb auch im zweiten Spielabschnitt hoch, Deutschland hatte nun aber das Momentum zurückerobert. Breitreiner verkürzte den Rückstand weiter und auch defensiv bekamen die DBB-Damen nun Finnland besser unter Kontrolle. Doch Breitreiners Dreipunktspiel wurde umgehend von Äijänen beantwortet, sodass der Rückstand nicht weiter schmolz (22:29, 13. Min.). Beide Mannschaften nutzten dieses Testspiel nun, um offensiv wie defensiv viel zu testen, Bundestrainerin Alexandra Maerz gab zudem den jungen Spielerinnen in ihrem Team die Möglichkeit, sich über längere Zeit auf internationalem Niveau zu bewähren. Finnland konnte sich zum Seitenwechsel wieder leicht absetzen; die guten Ansätze im Team der ING-DiBa-Korbjägerinnen waren aber nicht zu übersehen. Beim Stand von 28:37 verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Kabinen.

Deutschland kam mit viel Elan aus der Pause: Fikiel verkürzte auf 30:37, doch die Dreipunktewürfe der Finninnen trafen die tapfer kämpfenden DBB-Damen mitten ins Herz. Skuballa hielt stark dagegen und sorgte so für wichtige Entlastung. Doch insbesondere Tuukkanen war von der deutschen Verteidigung nicht in den Griff zu bekommen, sodass Maerz ihre Spielerinnen beim Stand von 34:47 noch einmal zu einer Auszeit versammelte. Der Druck in der Verteidigung nahm nun merklich zu: Finnland hatte große Probleme, seine Angriffe zu Ende zu bringen. Auf der anderen Seite traf Finja Schaake einen Dreipunktewurf und verkürzte den Rückstand wieder etwas. Ama Degbeon hinterließ auch heute einen guten Eindruck und belohnte sich mit ihren ersten Punkten im Damen-Nationaltrikot. Trotz der vielen guten Aktionen Deutschlands blieb der Rückstand vor Beginn der finalen zehn Minuten zweistellig (42:55).

Mit weiterhin beeindruckender Energie agierte die deutsche Mannschaft im Schlußabschnitt: Dem hohen Druck Finnlands zum Trotz traf Schaak einen weiteren Wurf aus der Ecke und stellte so einen einstelligen Rückstand her (46:55). Finnland konnte zwar antworten, doch eher mit Einzelaktionen. Alina Hartmann trug sich als weiteres Talent in die Punkteliste ein und sorgte mit ihren vier Punkten für das 56:66. Zudem übernahm Brunckhorst viel Verantwortung und sorgte mit ihren Würfen für wichtige Akzente. Als Mersch in der letzten Spielminute auf 65:70 verkürzte, keimte berechtigte Hoffnung auf einen Sieg auf. Doch Finnland war in der Schlußphase zu routiniert, um die deutsche Mannschaft noch einmal spielentscheidend in Schlagdistanz kommen zu lassen. Am Ende mussten sich die DBB-Damen mit 67:74 geschlagen geben. Die vielen positiven Akzente lassen aber für die Qualifikationsrunde ab Freitag in Israel hoffen.

Bundestrainerin Alexandra Maerz zeigte sich für die anstehende EM-Qualifikationsrunde optimistisch: “Wir waren heute in einem mentalen Loch, weil wir das Spiel gestern unheimlich gerne gewonnen hätten. Deswegen war es umso wichtiger, dass wir im letzten Viertel so befreit aufgespielt haben – und das mit zwei 17-Jährigen auf dem Feld! Großes Kompliment an die jungen Spielerinnen, die uns heute wichtige und wertvolle Entlastung gegeben haben. Die beiden Spiele gegen Finnland haben uns wirklich weiter gebracht – wir haben hier sehr gute Ansätze gezeigt und reisen jetzt optimistisch nach Israel.”

Für Deutschland spielten:
Lea Mersch (ohne Verein, 10), Anne Breitreiner (TSV Wasserburg, 10), Birte Thimm (evo NB Oberhausen, 7), Alina Hartmann (DJK Brose Bamberg, 7), Finja Schaake (Bender Baskets Grünberg / BC Pharmaserv Marburg, 7), Margret Skuballa (BC Pharmaserv Marburg, 7), Stephanie Wagner (TV Langen/Rhein Main Baskets), Tina Menz (BC Pharmaserv Marburg, 2), Ama Degbeon (Bender Baskets Grünberg, 3), Judith Schmidt (Eisvögel USC Freiburg), Katharina Fikiel (TSV Wasserburg, 6), Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 8).

Die weiteren Spieltermine der DBB-Damen:
Freitag, 7. Juni 2013, Deutschland – Israel
Samstag, 8. Juni 2013, Deutschland – Portugal
Sonntag, 9. Juni 2013, Deutschland – Mazedonien

Scouting

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