Erste Niederlage für DBB-Damen21. Mai 2011

Kuba schlägt das Wernthaler-Team mit 58:51
Im sechsten Länderspiel in dieser Saison hat es die deutschen Damen erstmals erwischt. Beim internationalen Turnier in Guilford nahe London unterlag das Team von Bundestrainer Bastian Wernthaler Kuba mit 51:58 (9:16, 14:20, 18:13, 10:9). Zuvor hatte es Siege gegen die beiden EM-Teilnehmer Großbritannien und Lettland gegeben. Erfolgreichste deutsche Schützin war erneut Sarah Austmann mit 12 Punkten.

Erneut ohne die angeschlagen pausierende Anne Breitreiner (Hüfte) musste der Coach auskommen und begann die Partie mit Lea Mersch, Dorothea Richter, Sarah Austmann, Romy Bär und Lisa Koop (Foto). Auch gegen die athletischen Kubanerinnen versuchten die DBB-Korbjägerinnen von Beginn, ihren neuen Spielstil durchzusetzen. Aggressive Verteidigung und dann möglichst nach einem Ballgewinn mit Tempo angreifen, so lautete das Motto. Und folgerichtig machten Doro Richter per Dreier, Lisa Koop und Sarah Austmann (“and one”) nach einem schnellen 0:4 acht Zähler in Folge (4. Min.). Nach dem erneuten Konter des Gegners zum 8:10 (6. Min.) bat Wernthaler zur ersten Auszeit. Doch der gegnerische Korb schien minutenlang wie vernagelt für Deutschland (3/16 nach neun Minuten), außerdem war die Zahl der Ballverluste im ersten Viertel eindeutig zu hoch (8). Da aber auch Kuba nicht berauschend traf und zudem recht gut verteidigt wurde, war nach den ersten zehn Minuten für die DBB-Auswahl noch nichts verloren (9:16).

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts “fielen” dann endlich wieder einige Bälle für die deutschen Spielerinnen, die durch Stephanie Wagner und Petra Gläser auf 15:18 heran kamen (12. Min.). Doch auch in der Folge blieb die Ballkontrolle das große Problem für das Wernthaler-Team, für das immer wieder “turnover” in der Statistik notiert werden mussten. So behauptete das Team aus der Karibik seine Führung und baute sie wieder aus (15:25, 15. Min.). Die katastrophale Wurfquote der ING-DiBa-Korbjägerinnen (5/26) machte jeden Versuch einer Aufholjagd in dieser Spielphase zunichte. Bis auf 15:34 (17. Min.) musste man Kuba davon ziehen lassen, ehe Sarah Austmann wieder Punkte auf die deutsche Seite der Anzeigetafel brachte. Zum Seitenwechsel sprach der Score von 23:36 wieder eine etwas freundlichere Sprache.

Deutschland erwischte den besseren Start ins dritte Viertel, Sarah Austmann brachte ihr Team nach 23 Minuten auf 30:36 heran. Kuba blieb eiskalt und schlug binnen einer Minute zum 30:41 zurück. Doch die deutschen Damen steckten nicht auf und kamen jetzt immer wieder zu gut herausgespielten Korberfolgen (36:45, 27. Min.). Kuba blieb jedoch weitgehend souverän und hatte oft die richtige Antwort auf die aufopferungsvoll kämpfenden Deutschen. Trotz des zu spürenden Substanzverlustes lag die deutsche Mannschaft zu diesem Zeitpunkt bei den Rebounds vorne (38:33) und hatte die Ballverluste deutlich minimiert. Was blieb und hinderte ar die Wurfquote von knapp 25 Prozent (11/45). Der Dreier und die beiden erfolgreichen Freiwürfe von Svenja Greunke zum 41:49 kurz vor dem Ende des dritten Viertels machte noch einmal Hoffnung.

Stephanie Wagner hielt Deutschland anfangs des Schlussabschnitts in Reichweite (44:51, 33. Min., “and one”), aber zum wiederholten Male gelang es den Kubanerinnen, sich zu befreien (44:56, 34. Min.). Die DBB-Auswahl mobilisierte mit bewundernswerter Moral ihre letzten Kräfte, um noch einmal in die Partie zurückzukommen (Dreier Dorothea Richter, 49:58, 37. Min.). Kuba wackelte, Svenja Greunke besorgte das 51:58 drei Minuten vor dem Ende. Doch es gelang den deutschen Korbjägerinnen nicht mehr, den Sieg von Kuba zu gefährden.

“Es war ein sehr schnelles und intensives Spiel von beiden Mannschaften. Letztlich hatten wir in der ersten Hälfte zu viele Ballverluste und haben zu schlecht getroffen. Kuba hatte etwas mehr Kontrolle. Das Turnier hier war eine ideale Vorbereitung für uns. Die Mannschaft weiß jetzt, dass sie auch gegen starke Gegner bestehen kann”, bilanzierte Bundestrainer Bastian Wernthaler nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 12), Romy Bär (Challes lex Eaux/FRA, 8), Petra Gläser (Kvarnby Basket/SWE, 2), Svenja Greunke (Rhein Main Baskets / TV Langen, 9), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg, 2), Katharina Kühn (TSV Wasserburg, 3), Tina Menz (Leeds Carnegie/ENG, 4), Lea Mersch (evo NB Oberhausen), Dorothea Richter (Heli Donau Ries, 6), Birte Thimm (evo NB Oberhausen), Stephanie Wagner (Rhein Main Baskets / TV Langen, 5).

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