EM-Quali: Toller Start für DBB-Damen16. Juni 2012

Toller Start für die DBB-Damen in die EM-Qualifikation! Die deutsche Damen-Nationalmanschaft hat ihr erstes Spiel in der Qualifikationsgruppe D gegen Rumänien gewonnen. In der Hagener Enervie Arena setzten sich die Schützlinge von Bundestrainer Andreas Wagner mit 70:60 (18:7, 18:25, 19:16, 15:12) durch. Romy Bär (Foto) war die Topscorerin auf deutscher Seite (16 Punkte).

Vor dem Spiel wurden Doro Richter für ihr 150. und Romy Bär für ihr 50. Länderspiel von DBB-Vizepräsident Dr. Wolfgang Hilgert geehrt. “Tempo, Tempo, Tempo! … so lautet das Motto der deutschen Korbjägerinnen in diesem Sommer. Und dabei möglichst viel Ballkontrolle! Tina Menz, Anne Breitreiner, Sarah Austmann, Romy Bär und Katharina Fikiel begannen gegen die Rumäninnen, die mit einem Auftakterfolg gegen Schweden nach Deutschland gekommen waren, genau so. Sehr aggressiv kamen die deutschen Spielerinnen aufs Parkett, lagen durch einen Dreier von Breitreiner und einen Korbleger von Bär schnell mit 5:0 in Front (1. Mn.). Die Agressivität ging allerdings auch auf Kosten einiger Fouls (Breitreiner  2), aber mindestens ebenso oft durften Ballgewinne verzeichnet werden (10:2, Austmann, 4. Min., 12:2, Bär, 5. Min.). Der Einsatz stimmte hundertprozentig und begeisterte die 852 Zuschauer. Rumänien versuchte mit einer frühen Auszeit den deutschen Lauf zu stoppen. Aber der Dreier von Charmaine Callahan senkte sich zum 15:2 durchs Netz (7. Min.). Deutschland hielt das Tempo kontinuierlich hoch und gab dem Gegner kaum die Chance zum Verschnaufen. Sonja Greinacher beendete ein sehr starkes deutsches Viertel mit den Punkten zum 18:7.

Unermüdlich angefeuert von den Fans mit einer besonders lautstarken Abordnung vom Deutschen Meister aus Wolfenbüttel ging es in den zweiten Spielabschnitt. In dem kam Rumänien besser zurecht, wurde aber von zwei Dreiern von Richter gebremst (24:12, 13. Min.). Dem Gegner gelang es nun besser, das Tempo zu bestimmen. Außerdem “schlief” die transition defense der Deutschen gleich zwei Mal. Grund genug für Wagner, beim Stand von 26:19 eine Auszeit zu nehmen (14. Min.). Das Momentum war nun klar auf der Seite der Osteuropäerinnen, die Punkt um Punkt heran kamen (27:23, 16. Min.). Fikiels Punkte taten da sehr gut, aber in der Defensive klafften nun doch größere Lücken unter dem Korb. Beim 31:29 zwei Minuten vor der Pause musste man ernsthaft um die ING-DiBa-Korbjägerinnen bangen, aber ein wunderbar vorgetragener Fastbreak von Bär und Callahan verschaffte etwas Luft (34:29, 19. Min.). Nach 20 Minuten und weiteren Callahan-Punkten behauptete die DBB-Auswahl trotz elf Ballverlusten eine knappe 36:32-Führung.

Direkt nach dem Seitenwechsel versenkte Bär einen Dreier, aber Rumänien konterte umgehend durch die starke Stoenescu (41:37, 22. Min.). Bär übernahm jetzt zunehmend Verantwortung, doch kurz später lag Deutschland nur noch mit 43:41 vorne, ehe Richter sich “durchtankte” und erfolgreich abschloss. Das DBB-Team fing sich in einer nun sehr zerfahrenen Partie und lag nach einem schönen “and one” von Greinacher wieder etwas deutlicher vorne (49:43, 27. Min.). Doch insgesamt wurden in dieser Phase einfach zu viele leichte Chancen vertan. Deutschland hatte denoch den besseren Abschluss im dritten Viertel und “Energizer” Austmann brachte ihr Team nach 30 Minuten mit 55:48 in Front.

Mit unverdrossenem Kampfgeist begannen die DBB-Damen den Schlussabschnitt und versuchten es nun mit einer Ball-Raum-Verteidigung. Austmann und Callahan netzten zum umjubelten 59:49 ein (32. Min.), Deutschland schien wieder auf die Siegesstraße einzubiegen. Bär machte aus der Bedrängnis das 61:49, Menz und die nun immer stärker werdende Austmann ließen das 65;49 folgen (34. Min.). Der Druck in der deutschen Defense war nun wieder ähnlich hoch wie zu Beginn des Spiels, aber kleine Nachlässigkeiten ließen Rumänien auf 65:54 herankommen (36. Min.). Rumänien versuchte sein Glück nun beinahe ausschließlich aus der Distanz, allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Nach dem Freiwurftreffer von Menz zum 68:54 war die Partie knapp drei Minuten vor dem Ende entschieden.

“Ich bin sehr zufrieden mit unserem ersten Spiel, denn das erste Spiel ist immer das schwerste, weil man nicht genau weiß, wo man steht. Unsere Defense war sehr stark, aber in den kommenden Spielen dürfen wir uns eine solche Schwächephase wie heute nicht mehr erlauben. Insgesamt bin ich sehr erleichtet über unseren heutigen Sieg”, meinte Andreas Wagner unmittelbar nach der Partie.

Für Deutschland spielten:
Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 8), Romy Bär (Challes les Eaux/Frankreich, 16), Anne Breitreiner (Villeneuve d´Ascq/Frankreich, 9), Charmaine Callahan (Wolfenbüttel Wildcats, 7), Katharina Fikiel (Wolfenbüttel Wildcats, 13), Sonja Greinacher (Gonzaga University/USA, 5), Roli-Ann Haldin (Wolfenbüttel Wildcats), Pia Mankertz (BG ´89 Avides Hurricanes, 1), Tina Menz (BC pharmaserv Marburg, 3), Dorothea Richter (Heli Donau Ries, 8), Finja Schaake (Bender Baskets Grünberg / BC pharmaserv Marburg, dnp) und Stephanie Wagner (Rhein Main Baskets/TV Langen).

Rumänien:
Alexandra Uiuiu, Annemarie Parau 1, Anita Meszaros, Andreea Orosz, Anca Sipos 2, Andrea Huutanu, Elisabeth Pavel 18, Ramona Tarta, Ancuta Stoenescu 18, Cristiana Cutas 5, Cristina Bigica, Gabriela Marginean 16.

Weiter geht es für die DBB-Damen am kommenden Mittwoch, 20. Juni 2012, mit dem Auswärtsspiel in Spanien.
Alle weiteren Informationen und Statistiken unter www.fibaeurope.com

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