EM-Quali: DBB-Damen landen ersten Sieg22. Juni 2014

Erleichterung bei der deutschen Damen-Nationalmannschaft: das Team von Bundestrainerin Alexandra Maerz hat im fünften Anlauf endlich den ersten Sieg in der EM-Qualifikation landen können. Gegen Finnland gewannen die ING-DiBa-Korbjägerinnen in der Hagener ENERVIE Arena eine umkämpfte Partie mit 84:79 (27:20, 19:25, 16:15, 22:19). Zum Abschluss der EM-Qualifikation tritt Deutschland am kommenden Mittwoch, 25. Juni 2014, in Finnland an (Helsinki, 18.00 Uhr).

Kurz vor Beginn der Begegnung wurden Lea Mersch und Birte Thimm von DBB-Sportdirektor Peter Radegast für ihr jeweils 50. Länderspiel  geehrt. Beide Spielerinnen sind in diesem Sommer nicht mit dabei und absolvierten das 50. Länderspiel bei der EM-Qualifikation im vergangenen Jahr in Israel.

Beide Teams hatten schon vor der Partie keine Chance mehr gehabt, sich für die EM im kommenden Jahr in Rumänien und Ungarn zu qualifizieren. Doch davon war nichts zu spüren, denn es mangelte weder an Tempo noch an Einsatzbereitschaft, als die DBB-Damen nach knapp vier Minuten mit 14:5 in Führung gingen. Deutschland agierte mit wechselnden Verteidigungen, während vorne vor allem Lisa Koop (Foto) glänzend eingesetzt wurde (27:12, 7. Min., 11 Punkte Koop). Finnland kam bis zum Viertelende noch etwas auf, weil die DBB-Auswahl jetzt die letzte Konsequenz vermissen ließ (27:20).

Romy Bär (Foto unten) beendete die deutsche Flaute mit einem Dreier, aber Finnland blieb jetzt am Drücker (34:27, 14. Min.), weil Deutschland dem Gegner zu viele einfache Punkte gestattete. Besonders Dionne Pounds drehte auf finnischer Seite nun auf, besorgte per Dreier den Ausgleich (38:38, 16. Min.) und war mit einem weiteren Distanztreffer auch für das 38:41 verantwortlich. Koop holte die Führung zurück, aber Pounds war überhaupt nicht zu bremsen und netzte bereits ihren vierten Wurf von “downtown” ein (21 Punkte zu diesem Zeitpunkt), umgehend gekontert von Ireti Amojo (46:44, 18. Min.). Bei Halbzeit war das Spiel völlig offen (46:45).

Wieder war es Koop, die in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit für die deutschen Punkte sorgte (50:45, 22. Min.). Einige Würfe der DBB-Damen drehten sich ganz knapp aus dem finnischen Korb, sodass Finnland dran blieb (52:51, 25. Min.). Bär trug jetzt die Hauptlast im deutschen Angriff und griff sich zudem wichtige Rebounds (58:53, 28. Min.). Pounds war wieder voll im Spiel und holte die Führung für ihr Team zurück, während den Gastgeberinnen einfach zu wenig einfiel, um die Finninnen in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen. “Sunny” Geinacher wehrte sich mit zwei schönen Aktionen bis zum Viertelende erfolgreich (62:60).

Die 700 Zuschauer durften sich auf spannende letzte zehn Minuten freuen. Wieder war die alles überragende Pounds zur Stelle, aber Deutschland nahm den offenen Schlagabtausch an. Die Führung wechselte mehrmals hin und her, noch einmal mobilisierten beide Teams alle Kräfte. Skuballa machte per Dreier das 71:67 (35. Min.) und nur wenig später auch das 73:68. So ganz langsam schien das Pendel wieder auf die deutsche Seite zu schwenken. Der Dreier von Amojo und die folgenden Punkte von Katharina Fikiel machten dann vermeintlich “den Deckel drauf” auf den so ersehnten Erfolg der deutschen Mannschaft (78:68, 38. Min.), auch wenn es noch einmal extrem eng wurde.

“Jetzt sind wir natürlich erleichtert. Wir wollten den Sieg unbedingt und wollen jetzt auch in Finnland bestehen. Pounds war überragend, aber gerade in den letzten Minuten haben wir sie gut kontrolliert. Das möchten wir natürlich auch am Mittwoch schaffen”, so die Bundstrainerin nach dem auch für sie seh anstrengenden Spiel.

Für Deutschland spielten:
Romy Bär (Union Lyon Basket Feminin/FRA, 19), Anne Breitreiner (TSV Wasserburg, 9), Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 3), Lisa Koop (Herner TC, 19), Finja Schaake (BC pharmaserv Marburg), Nelli Dietrich (Rhein-Main Baskets, dnp), Stephanie Wagner (TSV Wasserburg), Margret Skuballa (BC pharmaserv Marburg, 13), Sonja Greinacher (Gonzaga University/USA, 6), Katharina Fikiel (SV Halle Lions, 60), Ireti Amojo (ohne Verein, 7), Tina Menz (ChemCats Chemnitz, 2).

Ergebnisse Gruppe D
Montenegro – Deutschland: 63:52
Finnland – Ukraine 49:83
Finnland – Ukraine 52:75
Deutschland – Montenegro 48:60
Deutschland – Ukraine 72:81
Montenegro – Finnland 75:72
Deutschland – Ukraine 76:92
Finnland – Montenegro 62:82
Deutschland – Finnland 84:79
Montenegro – Ukraine
Montenegro – Ukraine
Finnland – Deutschland

Tabelle Gruppe D
1. Ukraine 4/0 331:249 8
2. Montenegro 4/0 280234 8
3. Deutschland 1/4 332:375 6
4. Finnland 0/5 314:399 5

Statistiken etc. unter diesem Link

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