EM-Quali Damen: Schlussviertelspurt gebremst25. Juni 2014

Kein erfolgreicher Abschlus für die deutsche Damen-Nationalmannschaft: trotz einer wahren Energieleistung im Schlussviertel verpasste das Team von Bundestrainerin Alexandra Maerz im letzten Spiel der EM-Qualifikation den zweiten Erfolg. In Helsinki unterlagen die ING-DiBa-Korbjägerinnen gegen Finnland mit 51:63 (12:19, 11:16, 12:13, 16:15) und beenden die Qualifikationsgruppe D damit auf dem vierten Platz. Beste deutsche Werferinnen waren Romy Bär und Sonja Greinacher (Foto oben, je 10 Punkte). Schon zuvor hatten die DBB-Damen die EM 2015 in Rumänien und Ungarn verpasst. Wie es nun im kommenden Jahr für die nicht-qualifizierten Teams weitergeht, hat die FIBA Europe noch nicht entschieden. Möglicherweise gibt es wieder eine Vorqualifikation für die EM 2017.

Wie gewohnt begannen Svenja Brunckhorst, Anne Breitreiner, Romy Bär, Margret Skuballa und Lisa Koop die Partie für Deutschland. Finnland traf fünf der ersten sechs Würfe gegen viel zu passive Gäste, darunter zwei Dreier. Die Folge: erste Auszeit der Deutschen (4:12, 4. Min.). Maerz wechselte früh nahezu komplett durch, aber die Finninnen blieben mit weiterhin hoher Trefferquote am Drücker (6:16, 7. Min.). Deutschland bekam jedoch langsam Kontrolle über die Partie und konnte zumindest in der Defense um einiges zulegen. Sonja Greinacher und Ireti Amojo verkürzten auf 12:16 (9. Min.), auf finnischer Seite hatte die im Hinspiel überragende Dionne Pounds (36 Punkte) bereits drei Fouls auf ihrem Konto.

Keine zwei Minuten waren im zweiten Viertel gespielt, da sah sich die deutsche Mannschaft mit 12:24 im Rückstand, Maerz musste eine weitere Auszeit nehmen. Eine Wurfquote von knapp 17 Prozent reichte einfach nicht aus, um den Gastgeber irgendwie zu gefährden. Auch die Zahl der Ballverluste stieg an, sodass Finnland das Spiel in diesen Minuten ganz eindeutig beherrschte (12:26, 14. Min.). Dann fiel endlich der erste Dreier, abgefeuert von Breitreiner und gefolgt durch Punkte von Koop und Bär (21:28, 16. Min.). Jetzt flüchtete Finnland sich in eine Auszeit. Die Gastgeberinnen verstanden es, die DBB-Damen bis zum Seitenwechsel wieder deutlicher zu distanzieren, weil das Maerz-Team nur bei den Rebounds mithalten konnte, ansonsten aber Fehlwurf auf Fehlwurf produzierte (23:35).

Auch Bär (Foto), die die deutsche Mannschaft vor dem Spiel in allen wichtigen statistischen Kategorien anführte (Punkte, Rebounds, Assists, Steals und Blocks), war bis dahin eher blass geblieben. Sie versuchte jetzt gleich drei Mal, dem Spiel von der 3-Punkte-Linie eine Wende zu geben, hatte aber wie die gesamte Mannschaft kein Wurfglück. So verwaltete Finnland den Vorsprung ohne Probleme (27:41, 26. Min.). Es sah nicht danach aus, als wenn man sich zumindest den direkten Vergleich sichern könnte (81:76-Erfolg im Hinspiel). Im Gegenteil, jetzt traf auch noch Pounds per Dreier und weckte ungute Erinnerungen (27:44, 28. Min.). Bei der Tendenz blieb es auch nach 30 Minuten (35:48).

Die letzten zehn Minuten waren bestimmt von den zunächst verzweifelten Bemühungen der deutschen Korbjägerinnen, die weiterhin mehr als magere Wurfquote zu verbessern. Doch die Bemühungen waren bis zur 33. Minute nicht von Erfolg gekrönt (39:50). Es ging jetzt wohl nur noch um den Gewinn des direkten Vergleiches und damit um Gruppenplatz 3. Greinacher machte für die aufopferungsvoll kämpfende DBB-Auswahl an der Freiwurflinie das 41:50 (34. Min.), danach traf Bär zwei Mal und es stand 45:53 (36. Min.). Nur noch drei Punkte war man vom (Zwischen)-Ziel entfernt. Und Bär machte weiter, besorgte das 47:53, und plötzlich war sogar noch ein Sieg in Reichweite (37. Min.). Fikiel war zum 49:53 zur Stelle, es wurde dramatisch.

Finnland setzte sich durch erfolgreiche Freiwürfe gegen die hoch foulbelasteten Deutschen wieder ab (51:59, 2´03; 51:61, 1´03, 51:63, ´16) und hatte dann doch noch den etwas längeren Atem. “Finnland war heute fokussierter als wir. Wir haben uns in der ersten Hälfte eine zu große Bürde aufgelastet. Da reichte dann am Ende die physische und mentale Kraft nicht mehr zu einer Wende. Außerdem war unsere Wurfquote letztlich nicht ausreichend”, gab Alexandra Maerz zu.

Für Deutschland spielten:
Romy Bär (Union Lyon Basket Feminin/FRA, 10), Anne Breitreiner (TSV Wasserburg, 3), Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 2), Lisa Koop (Herner TC, 8), Finja Schaake (BC pharmaserv Marburg), Nelli Dietrich (Rhein-Main Baskets), Stephanie Wagner (TSV Wasserburg), Margret Skuballa (BC pharmaserv Marburg, 4), Sonja Greinacher (Gonzaga University/USA, 10), Katharina Fikiel (SV Halle Lions, 4), Ireti Amojo (ohne Verein, 6), Tina Menz (ChemCats Chemnitz, 4).

Ergebnisse Gruppe D
Montenegro – Deutschland: 63:52
Finnland – Ukraine 49:83
Finnland – Ukraine 52:75
Deutschland – Montenegro 48:60
Deutschland – Ukraine 72:81
Montenegro – Finnland 75:72
Deutschland – Ukraine 76:92
Finnland – Montenegro 62:82
Deutschland – Finnland 84:79
Montenegro – Ukraine 71:75
Montenegro – Ukraine 76:70
Finnland – Deutschland 63:51

Tabelle Gruppe D
1. Montenegro 5/1 11
2. Ukraine 5/1 11
3. Finnland 1/5 7
4. Deutschland 1/5 7

Statistiken etc. unter diesem Link

Hier alle qualifizierten Teams für die Eurobasket Women 2015:

Kroatien, Lettland, Litauen, Montenegro, Russland und Slowakische Republik als Gruppensieger der 2. EM-Qualifikation; Polen, Schweden, Ukraine, Großbritannien und Italien als fünf beste Gruppenzweite; Gastgeber Rumänien und Ungarn; Spanien, Frankreich, Türkei, Serbien, Weißrussland und Tschechische Republik als WM-Teilnehmer und Griechenland als Gewinner der 1. EM-Qualifikation im vergangenen Jahr. 

Weitere News

22. September 2016

Bundesjugendlager 2016

Alle Teams mit Kader und Foto

BessoirHukporti2016-500

21. September 2016

“Mädels”-Tag im Saarland

Bundestrainer Stefan Mienack dabei

MaedelsdaySaar20016-500

21. September 2016

BIG zum Start der Bundesligen

196 Seiten voller spannender Infos - Auch ProA, ProB und DBBL

BIG-Cover-Saisonheft2016-500

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.