EM-Quali: Aus für DBB-Damen17. Juni 2014

Das war es! Mit hängenden Köpfen verließen die enttäuschten Damen des Deutschen Basketball Bundes das Parkett der ENERVIE Arena in Hagen. Soeben hatten sie ihre letzte Chance auf eine EM-Qualifikation für die Titelkämpfe 2015 in Rumänien und Ungarn verspielt. 76:92 (26:17, 6:24, 14:29, 30:22) hieß es nach glänzendem Start am Ende auf der Anzeigetafel.

Während die Ukraine nun in die “Endspiele” gegen Montenegro geht, stehen für die beiden abgeschlagenen und chancenlosen Teams aus Deutschland und Finnland noch zwei Partien gegeneinander auf dem Programm. Die nächste findet am kommenden Sonntag, 22. Juni 2014, erneut in Hagen statt (17.00 Uhr). Dann gilt es, sich mit einer ordentlichen Leistung vom Heimpublikum zu verabschieden.

Vor der Partie wurde Steffi Wagner von DBB-Vizepräsident Armin Andres für ihr 50. Länderspiel geehrt. Man wusste vorher, dass selbst bei einem Sieg mit mehr als neun Punkten und damit mit dem Gewinn des direkten Vergleiches gegen die Ukraine die Qualichancen nicht allzu rosig gestanden hätten. Dennoch legten sich die ING-DiBa-Korbjägerinnen voll ins Zeug, wollten in keinem Falle irgendetwas unversucht lassen. 8:0 hieß es nach zwei Breitreiner-Dreiern und nur eineinhalb Minuten, als die Ukraine die erste Auszeit nahm.

Die fulminant beginnende Anne Breitreiner (Foto) legte noch einen Dreier nach, die Ukraine zeigte sich spürbar beeindruckt (11:2, 3. Min.). Katharina Fikiel (Foto unten) war wieder mit von der Partie, gab den Deutschen unter den Körben mehr Tiefe und traf zum 15:6 (6. Min.) und zum 19:10 (7. Min.). Die 545 Zuschauer freuten sich ob des großen Einsatzwillens der DBB-Auswahl, die allerdings bei den Rebounds nicht ganz auf der Höhe war. Das sollte sich später verschlimmern. Wieder war Breitreiner zur Stelle (21:10), während die Ukraine kein Bein auf die Erde bekam. Nach zehn Minuten sah es gut aus für die deutsche Mannschaft (26:17).

Im zweiten Spielabschnitt handelte sich das DBB-Team drei schnelle Ballverluste ein, Bundestrainerin Alexandra Maerz bat zur Auszeit (27:20, 13. Min.). Margret Skuballa traf zwei Mal in Folge, aber so ganz langsam “schlichen” sich die Ukrainerinnen in die Partie (31:27, 16. Min.). Aus kleinen Fehlern auf deutscher Seite wurden größere, die sofort ausgenutzt wurden. Deutschland behauptete noch einige Szenen lang die Führung, ehe Malashenko an der Freiwurflinie ausglich und dann zur Führung traf (32:34, 19. Min.). Ein aus deutscher Sicht total verkorkstes Viertel endete mit dem Halbzeitstand von 32:41.

Noch einmal kamen die DBB-Damen mit Energie aus der Kabine, aber Kurasova machte mit ihren Punkten jegliche Hoffnung zunichte und es wurde ganz bitter (32:51, 24. Min.). Fast schon verzweifelt versuchte man sich zu sammeln und den nun völlig unbeschwert aufspielenden Gegnerinnen Paroli zu bieten.

Doch was die deutsche Mannschaft auch versuchte, an diesem Abend wollte einfach nichts mehr gelingen. Dennoch gab sie sich nie auf, schaffte noch eine kleine Aufholjagd und kämpfte unverdrossen bis zur Schlusssirene weiter. “Man muss auch einmal klar sagen, dass die Ukraine die bessere Mannschaft war. Jetzt haben wir in den beiden Spielen gegen Finnland eine große Verantwortung. Es geht um die Ehre, und die ist uns viel wert”, meinte die Bundestrainerin.

Für Deutschland spielten:
Romy Bär (Union Lyon Basket Feminin/FRA, 12), Anne Breitreiner (TSV Wasserburg, 17), Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 1), Lisa Koop (Herner TC), Finja Schaake (BC pharmaserv Marburg, 3), Stephanie Wagner (TSV Wasserburg), Margret Skuballa (BC pharmaserv Marburg, 10), Sonja Greinacher (Gonzaga University/USA, 8), Ama Degbeon (Bender Baskets Grünberg/BC pharmaserv Marburg, 2), Katharina Fikiel (SV Halle Lions, 10), Ireti Amojo (ohne Verein, 7), Tina Menz (ChemCats Chemnitz, 6).

Ergebnisse Gruppe D
Montenegro – Deutschland: 63:52
Finnland – Ukraine 49:83
Finnland – Ukraine 52:75
Deutschland – Montenegro 48:60
Deutschland – Ukraine 72:81
Montenegro – Finnland 75:72
Deutschland – Ukraine 76:92
Finnland – Montenegro
Deutschland – Finnland
Montenegro – Ukraine
Montenegro – Ukraine
Finnland – Deutschland

Tabelle Gruppe D
1. Ukraine 4/0 8 331:249
2. Montenegro 3/0 6 198:172
3. Finnland 0/3 3 173:233
4. Deutschland 0/4 4 248:296

Statistiken etc. unter diesem Link

Ticketinformationen

Weitere News

29. Juli 2016

U16-Jungen besiegen Frankreich nach Verlängerung

Morgen gegen Spanien

Mattisek_500_vsLAT

29. Juli 2016

B-EM: U18-Mädchen verlieren Viertelfinale

Jetzt um Plätze 5-8

MienackStefan2016vsSCO-500

29. Juli 2016

U16-Mädchen ungeschlagen zur EM

63:52 im letzten Test gegen Belgien

KapitzaEmily2016vsBEL-500

DBB auf Flickr

Bitte anklicken, um die Slideshow zu öffnen.