EM: DBB-Damen unterliegen der Türkei30. September 2007

Viertelfinale rückt in weite Ferne – Dienstag gegen Lettland

Die deutsche Damenbasketball-Nationalmannschft hat es nicht geschafft, aus dem Sensations-Erfolg gegen Titelverteidiger Tschechische Republik Kapital zu schlagen. Bei der Europameisterschaft in Italien verloren die deutschen Spielerinnen ihr 2. Zwischenrundenspiel gegen die Türkei. Am Ende hatte das Team von Bundestrainer Imre Szittya mit 63:76 (15:22, 13:22, 13:16, 22:16) das Nachsehen. Damit rückt das Viertelfinale vor dem letzten Zwischenrundenspiel am kommenden Dienstag gegen Lettland in weite Ferne und ist nur noch bei einem Sieg und weiteren „passenden“ Resultaten (z. B. Dreiervergleich mit Litauen und Lettland) zu erreichen.

Die Partie begann ausgeglichen. Anne Breitreiner (Foto rechts) traf früh einen Dreier, und auch Linda Fröhlich punktete sofort (7:6, 4. Min.). Aber schon jetzt machten die Türkinnen klar, dass sie nicht gewillt waren, den Deutschen das Spiel zu überlassen. Schließlich hatten auch sie bei einem Erfolg durchaus noch Chancen auf das EM-Viertelfinale. Und urplötzlich sah sich die nervös und unsicher wirkende DBB-Auswahl mit 9:16 hinten (7. Min.). Sechs Punkte der sehr starken Breitreiner machten das Ergebnis nach dem 1. Viertel für Deutschland dann etwas erträglicher (15:22). Die deutsche Defense hatte die türkische Topscorerin, Centerin Yasemin Horasan, nicht entscheidend stoppen können.

Im 2. Viertel verfehlten die ersten drei türkischen Würfe ihr Ziel, ehe Fröhlich zum 17:22 vollstreckte (11. Min.). Nun endlich schien die Mannschaft mit dem nötigen Biss vorzugehen, um den äußerst unbequemen Gegner zu bekämpfen. Die Türkei warf weiter eine Fahrkarte nach der anderen und nahm beim 19:22 eine Auszeit. Breitreiner agierte konstant und hielt ihr Team mit einem weiteren Dreier zum 22:25 im Spiel (14. Min.). Das sollten aber für lange Zeit die letzten deutschen Punkte bleiben. Die deutsche Mannschaft gab viel zu viele Rebounds ab und sah sich wieder deutlicher im Hintertreffen (22:31, 16. Min.). Nichts ging zusammen in dieser Phase, und der Gegner baute den Vorsprung immer mehr aus (22:39, 19. Min.). Erst ein Freiwurftreffer von Martina Weber zum 23:39 90 Sekunden vor der Halbzeit beendete die deutsche Durststrecke. Zum Seitenwechsel sprach alles für die Türkinnen, während die deutsche Mannschaft die bis dato schwächste Halbzeit bei der EM abgeliefert hatte. Einzig Breitreiner stach aus einer ansonsten enttäuschenden Mannschaft hervor (28:44).

Nach der Pause änderte sich nicht viel. Die deutsche Auswahl fand nach wie vor kein Mittel gegen die Türkei, während den Türkinnen im Gegensatz zum bisherigen Verlauf des Turnieres viel gelang. Szittya versuchte es mit verschiedenen Formationen, doch ohne Erfolg. Viel zu selten wurde der türkische Korb aggressiv attackiert. Nur vier türkische Fouls bis zu diesem Zeitpunkt sagen Einiges aus (34:51, 23. Min.). Dazu kam die eklatante Reboundschwäche des DBB-Teams (14:28 nach 25 Minuten). Mitte des 3. Viertels musste man die Begegnung verloren geben (34:57, 26. Min.). Selbst Breitreiner traf jetzt nicht mehr. Einer kleinen Resultatsverbesserung der deutschen Mannschaft wurde mit eine türkischen Dreier wenige Sekunden vor dem Viertelende jede Wirkung genommen (41:60).

Im Schlussabschnitt verwalteten die türkischen Korbjägerinnen ihren sicheren Erfolg, während sich das DBB-Team zwar weiterhin bemüht zeigte, das Resultat zu verbessern, aber einfach kaum etwas gelingen wollte. Immerhin beendete Alex Müller (Foto links) in der 35. Minute ihre fast vier komplette Spiele andauernde, punktemäßige Sendepause. Nach ihren 22 Punkten im Auftaktspiel gegen Rumänien waren der Wasserburgerin keine Punkte mehr gelungen. Am Ergebnis änderte das letztlich aber kaum etwas, obwohl die unvermindert kämpfende deutsche Mannschaft das Ende erfreulicher gestalten konnte. Beim 56:66 durch Martina Weber vier Minuten vor der Schlusssirene kam plötzlich sogar wieder Hoffnung auf. Doch näher heran kamen die ING-DiBa-Korbjägerinnen nicht mehr.

Für Deutschland waren dabei:
Roli-Ann Nikagbatse (ohne Verein, 2), Anne Breitreiner (Lotos Gdynia/Polen, 19), Dorothea Richter (ohne Verein, 7), Margret Skuballa (BC Pharmaserv Marburg), Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 2), Natalie Gohrke (BC Pharmaserv Marburg), Corry Berger (TSV Wasserburg, dnp), Alexandra Müller (TSV Wasserburg, 5), Katharina Kühn (TSV Wasserburg, 2), Linda Fröhlich (Sacramento Monarchs/WNBA, 10), Martina Weber (New York Liberty/WNBA, 16), Petra Gläser (evo NB Oberhausen).

Statistiken und weitere Informationen unter www.fibaeurope.com 

Spieltermin
Dienstag, 2. Oktober 2007, 21.00 h: Deutschland – Lettland

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