DBB-Damen ziehen in Quali-Endspiele ein7. Juni 2011

Riesenjubel beim Wernthaler Team – 74:64-Sieg gegen Serbien – Sonntag, 12. Juni, in Oberhausen gegen Ungarn

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat das geschafft, was ihr zuvor kaum jemand zugetraut hatte: den Sieg in der zusätzlichen EM-Qualifikationsgruppe und damit den Einzug in die beiden Endspiele um den letzten Startplatz bei der Europameisterschaft in Polen (18. Juni – 3. Juli). Am kommenden Sonntag, 12. Juni 2011, in Oberhausen (Uhrzeit wird noch bekannt gegeben) und am darauf folgenden Mittwoch, 15. Juni 2011, im ungarischen Sopron, heißt der Gegner Ungarn, das die andere Qualigruppe für sich entschied. Im für Deutschland abschließenden Gruppenspiel gegen Serbien siegte das Wernthaler-Team mit 74:64 (12:10, 22:23, 20:15, 20:16) und liegt damit vor dem letzten Spieltag nicht mehr einholbar an der Tabellenspitze.

In bewährter Aufstellung mit Lea Mersch, Dorothea Richter, Anne Breitreiner, Romy Bär und Lisa Koop beginnend ließ sich die deutsche Mannschaft auch von einem ganz schwachen Start mit magerster Wurfquote nicht beirren und steckte den schnellen 2:7-Rückstand gut weg. Das Wernthaler-Team blieb ruhig und fand anschließend ganz langsam besser ins Spiel. Besonders in Person der eingewechselten Sarah Austmann begab sich Deutschland auf eine Aufholjagd, die beim 10:9 durch Svenja Greunke (9. Min.) in die erste Führung mündete, die auch nach dem ersten Viertel Bestand hatte (12:10).

Serbien, das ebenfalls noch um die letzte Chance einer EM-Qualifikation kämpfte, erwischte erneut den besseren Start in das zweite Viertel und warf die DBB-Auswahl in Rückstand (14:17, 12. Min.). Doch nur zwei Minuten später hatte die enorm stark beginnende Greunke mit sieben Zählern in Folge zum 21:17 für Deutschland getroffen. Aus der anfänglich nervösen und wenig niveauvollen Partie war mittlerweile ein rassiges und sehenswertes Kampfspiel geworden. Tina Menz festigte den Vorsprung mit einem erfolgreichen Fastbreak zum 25:19 nach 15 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt war die gegen Italien alles überragende Breitreiner noch überhaupt nicht im Spiel angekommen, beide Teams hatten sich schon je neun Ballverluste geleistet. Serbien hatte die kurzzeitige Schwächephase überwunden, wurde jetzt durch einige Fehler der ING-DiBa-Korbjägerinnen “unterstützt” und zog erneut an der deutschen Mannschaft vorbei (27:28, 17. Min.). Die ersten Punkte von Breitreiner und Mersch folgten jedoch umgehend. Bis zum Seitenwechsel wendete sich das Blatt noch mehrfach, aber Deutschland ging dank zweier Punkte von Sarah Austman kurz vor der Sirene mit einem knappen Vorsprung in die zweite Hälfte (34:33).

Auch in Viertel drei gab zunächst keine der beiden Manschaften bei ständig wechselnden Führungen auch nur etwas nach, ehe sich das Team vom Balkan leicht absetzen konnte, weil die DBB-Auswahl gleich mehrmals ein “and one” nicht hatte verhindern können und vorne eine ganze Reihe von Würfen daneben ging (39:45, 24. Min.). Wernthaler sah sich gezwungen eine frühe Auszeit zu nehmen. Deutschland biss sich – allen voran Sarah Austmann – förmlich wieder in die Begegnung hinein, musste aber weiter mit vielen Ballverlusten kämpfen (14 zu diesem Zeitpunkt, 43:45, 26. Min.). Koop besorgte den Ausgleich und brachte ihre Mannschaft an der Freiwurflinie wieder in Front (46:45, 27. Min.). Die Spannung war förmlich greifbar. Dann war Menz zwei Mal zur Stelle, kassierte aber wie zuvor Greunke und Koop ihr drittes Foul (50:48, 28. Min.). Austmann blieb weiter ein Vorbild in Sachen Kampf und sorgte – unterstützt durch Greunke – für die 54:48-Fürhung nach 30 Minuten, Deutschland war ganz nah dran am Triumph.

Der Dreier der nun kaum noch zu bremsenden Greunke zum 57:48 eröffnete den Schlussabschnitt und markierte den ersten größeren Vorsprung für Deutschland. Allerdings musste sie auch ihr viertes Foul hinnehmen (32. Min.). Beim 59:51 sechs Minuten vor dem Ende stimmte der serbische Headcoach seine Mannschaft auf die Schlussphase ein, aber die DBB-Auswahl blieb cool und wehrte den Ansturm ab. Bär blieb trotz verheerender Wurfquote selbstbewusst und zeichnete für die ganz wichtigen Punkte zum 61:51 verantwortlich (35. Min.). Aber Serbien steckte nicht auf und witterte nach vier schnellen Punkten seine Chance. Da tat der Dreier von Breitreiner unendlich gut! (64:55, 36. Min.). Aber es wurde enger und die Zitterminuten begannen (64:59, 38. Min.). Doch als es darauf ankam, war sie da: Breitreiner setzte einen weiteren Dreier ins serbische Netz! Bei noch 1.46 Minuten zu spielen und einer 67:61-Führung nahm Wernthaler eine weitere Auszeit. Breitreiners Freiwurftreffer zum 69:61 brachten letztlich die Entscheidung. Der Rest war riesengroßer Jubel!

“Es war der erwartet harte Kampf! Aber die Mannschaft hat es heute geschafft, während des Spiels die Taktik komplett zu ändern und früher aus den Plays auszusteigen. Das ist ein ganz besonderer Verdienst von Imre Szittya, der dieser Mannschaft diese Flexibilität in den vergangenen Jahren antrainiert hat”, dachte der Bundestrainer in der Minute der großen Freude auch an seinen Vorgänger.

Für Deutschland spielten:
Lea Mersch (evo NB Oberhausen, 2), Anne Breitreiner (Villeneuve/FRA, 12), Dorothea Richter (Heli Donau Ries, 4), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg, 9), Sarah Austmann, (evo NB Oberhausen, 15), Stephanie Wagner (Rhein-Main Baskets), Romy Bär (Challes les Eaux/FRA, 7), Tina Menz (Leeds Carnegie/ENG, 8), Birte Thimm (evo NB Oberhausen), Svenja Greunke (Rhein Main Baskets / TV Langen, 16), Katharina Kühn (TSV Wasserburg, 1), Petra Gläser (Kvarnby Basket/SWE).

Statistiken und weitere Berichterstattung unter www.fibaeurope.com  

 

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