DBB-Damen mit viel Mühe gegen die Niederlande21. August 2005

1.200 Zuschauer in der Dorstener Petrinum-Halle sehen knappen deutschen Erfolg
Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat ihr erstes von zwei Testspielen gegen die Niederlande in Dorsten mit 74:62 (15:17, 11:13, 23:14, 25:18) gewonnen, musste dabei allerdings lange Zeit einem Rückstand hinterher laufen. Morgen geht es um 19.00 Uhr in der Hagener Ischelandhalle gegen den gleichen Gegner.

Vor dem Spiel wurde Andrea Harder für ihr 150. Länderspiel, das sie vor kurzem in der Türkei absolviert hat, geehrt. Die DBB-Damen begannen die Partie vor 1.200 lautstarken Zuschauern mit vollem Tempo und gingen gleich in Führung (9:4, 3. Min.). Gegen die niederländische Zonenverteidigung versuchten es die deutschen Spielerinnen mit schnellem Passspiel, was jedoch in der Folge nicht immer funktionierte (9:10, 5. Min.). Die körperliche Überlegenheit der DBB-Auswahl wurde zunächst nur selten in zählbaren Erfolg umgewandelt. Linda Fröhlich, frisch aus den USA eingetroffen, wurde von Bundestrainer Olaf Stolz nach sechs Minuten erstmals auf Parkett geschickt. Kurz später traf sie zum 15:14 (8. Min.). Doch die Niederländerinnen machten weiter mehr Mühe als erwartet.  

Deutlich konzentrierter begannen die ING-Korbjägerinnen das 2. Viertel, auch wenn eine höhere Führung bis dahin vor allem an der Freiwurflinie vergeben wurde (20:17, 13. Mn.). Die Gäste blieben vor allem an der 3-Punkte-Linie immer brandgefährlich (22:26, 15. Min.). Zu nachlässig agierte die deutsche Verteidigung auf den Außenpositionen, zu viele haarsträubende Fehler unterliefen dem deutschen Angriff in dieser Phase.  Beim Seitenwechsel sah es nicht unbedingt nach einem Erfolg für das DBB-Team aus.

Linda Fröhlich besorgte nach der Pause mit vier schnellen Punkten den Ausgleich (30:30, 21. Min.). Dieser „Weckruf“ verhallte jedoch ungehört, die Gäste blieben leicht vorne. Wieder Linda Fröhlich traf mit einem Dreipunktespiel zum 37:37 (25. Min.), Anne Breitreiner holte per Dreier die Führung zurück (40:37). Danach lief es langsam besser bei den ING-DiBa-Korbjägerinnen. Die Niederländerinnen kamen nicht mehr so häufig zu freien Würfen an der Dreipunktelinie, und auch die Rebounds wurden meist Beute der deutschen Centerinnen um Marlies Askamp. Endlich kamen die Stolz-Schützlinge auch zu einigen Fastbreaks gegen die nun hilflos wirkenden Gäste (46:37, 29. Min.), die aber die letzten Sekunden des 3. Viertels noch zu einer Resultatsverbesserung nutzten.

Die Niederlande kam wieder zurück ins Spiel (54:55, 34. Min.), und es entwickelte sich ein nicht erwarteter Krimi, bei dem die DBB-Auswahl bis zum Schluss voll gefordert wurde. Insofern darf man durchaus von einem Härtetest sprechen. Der Gegner führte letztmals beim 58:59 (37. Min.), dann stellten Doro Richter und Anne Breitreiner mit zwei Dreiern die Zeichen endgültig auf deutschen Sieg (66:59, 38. Min.).  Noch einmal konnten die Gäste nicht zurückschlagen.

Deutschland:
Marlies Askamp (NB Oberhausen, 13), Anne Breitreiner (TSV Wasserburg, 8), Linda Fröhlich (Spartak Moskau, 18), Petra Gläser (Spartak Moskau, 8), Andrea Harder (Powerbasket Wels/Österreich, 7), Tini Ishaque (BC Marburg, 5), Alexandra Müller (BSG Ludwigsburg, 4), Katja Munck (TSV Wasserburg, 3), Dorothea Richter (GB Dorsten, 5), Lubica Schultze (Tarbes Gespe Bigorre/Frankreich, 3).

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