DBB-Damen verpassen die EM-Qualifikation16. Januar 2009

48:45 in Saarlouis gegen die Ukraine – 26-Punkte-Hypothek war vor 1.100 Zuschauern einfach zu groß – Nach dem 1. Viertel läuft im Angriff nur noch wenig zusammen

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat das “Wunder von Saarlouis” verpasst und muss in diesem Jahr auf eine EM-Teilnahme verzichten. Vor rund 1.100 Zuschauern in der Stadtgartenhalle in Saarlouis reichte der DBB-Auswahl ein 48:45 (19:19, 7:6, 6:14, 16:9)-Erfolg gegen die Ukraine nicht, um noch Chancen auf die Qualifikation für die kontinentalen Titelkämpfe (7.-20. Juni 2009 in Lettland) zu haben, Es wäre ein Erfolg mit mehr als 26 Punkten Differenz nötig gewesen. Der Rückstand aus dem Hinspiel erwies sich einfach als zu große Hypothek. 

Nach der Ehrung für Corry Berger (50. Länderspiel) durch DBB-Sportdirektor Steven Clauss beorderte Bundestrainer Imre Szittya Lea Mersch, Anne Breitreiner, Katja Bavendam, Petra Gläser (Foto unten) und Romy Bär (Foto rechts) in seine Startformation. Deutschland begann mit einer Zonenverteidigung und im Angriff furios mit zwei schnellen Treffern von Gläser und Bär (5:0). Doch die Gäste fingen sich schnell und behaupteten sich gegen die nun häufig wechselnde Defense des DBB-Teams, das in der Folge einige Male knapp verpasste bzw. Ballverluste beklagen musste (7:7, 5. Min.).

Der frisch genesenen Breitreiner fehlte naturgemäß etwas die Bindung zum Spiel, aber der Dreier von Bavendam zum 12:9 (6. Min.) sorgte für Begeisterung auf den Rängen. Alexandra Müller legte aus der Distanz zum 15:11 nach, Bär zum 17:11 (7. Min.). Das Spiel schien einen guten Lauf zu nehmen und war sehr unterhaltsam. Bis zum Ende des 1. Viertels konnten die ING-DiBa-Korbjägerinnen ihren Vorsprung aber nicht behaupten, da sie einen unglücklichen Dreier mit der Schlusssirene “fingen” (19:19).

Die Konzentration im deutschen Spiel ließ zu Beginn des 2. Viertels etwas nach, aber auch die Ukraine zeigte in diesere Phase nicht viel. Minutenlang änderte sich nur wenig am Ergebnis (22:20, 14. Min.). Unermüdlich trieb das Publikum in Saarlouis seine Mannschaft nach vorne. Und die dankte es mit großem Kampfgeist und einem weiterhin sehr engagierten Auftreten. Bär traf nach schöner Täuschung zum 26:22 (18. Min.) und hielt die kleine Hoffnung aufrecht. Von Resignation war nichts zu spüren. Zum Seitenwechsel hatte Deutschland knapp die Nase vorn (26:25).

Es ging im 3. Viertel schnell nicht mehr um die Sensation, sondern darum, das Spiel zu gewinnen. Dafür hängten sich die deutschen Spielerinnen weiter “voll” rein, doch die Ukraine erwies sich in diesen Minuten vor allem durch Olena Zherzherunova eine Spur cleverer (30:34, 25. Min.). Man muss es dem DBB-Team hoch anrechnen, dass der Siegeswille unvermindert zu spüren war, auch wenn sich jetzt mehr Fehler einschlichen (32:39, 30. Min.) und im Angriff überhaupt gar nichts funktionierte.

Deutschland wehrte sich dennoch bissig und mobilisierte noch einmal die letzten Kräfte, immer noch angefeuert von den 1.100 Basketballfans in der Stadtgartenhalle. Sarah Austmann zeichnete für das 34:39 (32. Min.) verantwortlich und verletzte sich dann schmerzhaft an der Schulter. Das Publikum litt mit der deutschen Mannschaft, der einfach nichts gelingen wollte. Was allerdings auch für den Gegner galt. Das Szittya-Team kämpfte sich auf 38:40 (36. Min., Bär) heran und kam zum umjubelten Ausgleich (40:40, Müller). Die Partie nahm noch einmal Fahrt auf, und in der Halle herrschte eine Atmosphäre, als wenn es noch um die Qualifikation ginge. Ohrenbetäubender Lärm, als Gläser zwei Minuten vor dem Ende zum 45:43 traf. Und erst recht, als Romy Bär fast mit der Schlusssirene das 48:45 mit einem Dreier perfekt machte.

Für Deutschland spielten:
Lea Mersch (evo NB Oberhausen, 2), Anne Breitreiner (
(KSSSE AZS PWSZ Gorzow/POL, 2), Stina Barnert (TV Saarlouis Royals), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg, 7), Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 2), Katja Bavendam (Hondarriba Irun/SPA, 7), Alexandra Müller (BG WWK Donau-Ries, 5), Annika Danckert (BBV Leipzig, 2), Corry Berger (TSV Wasserburg), Petra Gläser (evo NB Oberhausen, 4), Romy Bär (TV Saarlouis Royals, 17), Katharina Kühn (TSV Wasserburg).

Statistik und weitere Informationen auf der Website von FIBA Europe


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