DBB-Damen verlieren knapp19. Januar 2009

Szittya-Team beweist tolle Moral in spannendem Spiel – Mersch und Austmann beste Werferinnen

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat in ihrem letzten Europameisterschafts- Qualifikationsspiel trotz der sportlichen Bedeutungslosigkeit eine tolle Moral bewiesen und musste sich im bulgarischen Rouse nach spannendem Spiel mit 66:67 (16:20, 18:20, 20:16, 12:11) gegen den Gastgeberinnen geschlagen geben. Deutschland zeigte eine überragende Teamleistung, bei der Lea Mersch (Foto rechts) und Sarah Austmann die besten Werferinnen waren. Die Entscheidung fiel in der letzten Minute, als Bulgarien treffsicher von der Freiwurflinie agierte. Die DBB-Damen beenden die zusätzliche EM-Qualifikationsrunde auf dem zweiten Platz hinter der Ukraine und vor Bulgarien.

Die deutschen Damen kamen schlecht ins Spiel und gerieten durch die sicher vorgetragenen Angriffe der Bulgarinnen schnell ins Hintertreffen (2:10, 4. Min.). Ein Dreipunktewurf von Alexandra Müller und ein Korbleger von Lea Mersch brachte Deutschland nach sechs Spielminuten wieder heran (7:12). Nach fünf Punkten in Folge von Sarah Austmann und weiteren Zählern von Lisa Koop hatten die Deutschen das Spiel ausgeglichen (16:16, 8. Min.). In der letzten Minute des Viertels konnten sich die Bulgarierinnen allerdings noch einmal absetzen (16:20 aus deutscher Sicht).

Bulgarien startete durch einen Dreier der stets brandgefährliche Kuin besser in den zweiten Spielabschnitt. Romy Bär und Lisa Koop konnten für die DBB-Damen (34:37, 18. Min) verkürzen, die bulgarische Mannschaft lag jedoch auch zur Halbzeit knapp in Front (34:40).

In der zweiten Halbzeit waren es die deutschen Damen, die mit mehr Energie aus der Kabine kamen. Doch der bulgarischen Mannschaft gelang es, die DBB-Damen auf Distanz zu halten (40:45 nach 25 Spielminuten). Zum Ende des dritten Viertels wurde Deutschland dann immer stärker. Besonders Mersch drehte auf und sorgte mit sieben Punkten in Folge für Spannung (52:56). Bavendam verkürzte von der Linie zum Zwei-Punkte-Rückstand vor den letzten zehn Minuten.

Spannung pur war im Schlussviertel garantiert: Wüsste man nicht um die sportliche Bedeutungslosigkeit des Spiels – man würde es den zehn Akteurinnen auf dem Feld nicht anmerken. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und die Führung wechselte beinahe bei jedem Angriff. Da sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte, blieb es bis zur letzten Sekunde spannend: Kuin traf für Bulgarien eine kleine Führung (67:64) heraus, die Mersch prompt beantwortete. Bavendam blockte Topalova – doch Deutschland konnte im Angriff kein Kapital daraus schlagen, vergab den Wurf im Gegenzug und musste in die knappe 66:67-Niederlage einwilligen.

DBB-Bundestrainer Imre Szittya zieht dennoch ein positives Fazit: “Wir haben uns teuer verkauft und können auf die Leistung, die wir hier gezeigt haben, sehr stolz sein. Meine Mannschaft hat Charakter gezeigt, konzentriert und diszipliniert gespielt und es hätte nicht viel zum Auswärtssieg gefehlt. Die Leistung, die diese junge Mannschaft heute gezeigt hat, lässt uns positiv in die Zukunft schauen.”

Für Deutschland spielten:

Lea Mersch (evo NB Oberhausen, 13)
, Stina Barnert (TV Saarlouis Royals, -), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg, 6), Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 11), Katja Bavendam (Hondarriba Irun/Spanien, 10), Alexandra Müller (BG WWK Donau-Ries, 4), Annika Danckert (BBV Leipzig, 1), Petra Gläser (evo NB Oberhausen, 7), Romy Bär (TV Saarlouis Royals, 10), Katharina Kühn (TSV Wasserburg, 4 Punkte und 9 Rebounds).

Die Statistik zum Spiel und weitere Informationen auf der Website von FIBA Europe

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