DBB-Damen verlieren gegen Belgien31. Juli 2010

Knappe 76:83-Niederlage für Deutschland – Szittya-Team zeigt gute Leistung

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat ihr zweites Heimspiel in diesem Sommer verloren. Das Team von Bundestrainer Imre Szittya bot der Auswahl Belgiens lange Zeit Paroli, unterlag am Ende aber mit 76:83 (23:17, 14:23, 20:15, 19:18). Dennoch feierten die 450 Zuschauer in Mettmann die deutsche Mannschaft ob der guten Leistung im letzten Heimspiel vor der EM-Qualifikation.

Deutschland trat ohne Anne Breitreiner und Katja Bavendam an, die ihren verletzungsbedingten Trainingsrückstand zwar aufgeholt haben, dennoch im heutigen Spiel geschont wurden. Außerdem musste Bundestrainer Imre Szittya auf Romy Bär (Universitäts-Verpflichtungen in Frankreich) und Katharina Fikiel (Knie-Probleme) verzichten. Szittya begann mit Roli-Ann Nikagbatse (Foto oben), Stina Barnert, Dorothea Richter, Linda Fröhlich und Petra Gläser, die zunächst vier Punkte der Gäste hinnehmen mussten. Linda Fröhlich und Stina Barnert sorgten für den Ausgleich. Die 450 Zuschauer sahen eine abwechslungsreiche Basketball-Begegnung auf hohem Niveau, in der Deutschland nach einem Dreipunktewurf von Dorothea Richter erstmals führte. Auch Roli-Ann Nikagbatse traf aus der Distanz und nach weiteren Barnert-Punkten hatte das DBB-Team seine Führung etwas ausgebaut (16:11, 7. Min.). Die DBB-Damen lagen nach einem tollen ersten Viertel, in dem sie nicht zuletzt durch den glänzenden Auftritt von Lisa Koop die Bretter klar dominierten (Rebound-Vergleich 9:3),  mit 23:17 in Front.

Die belgische Auswahl machte den DBB-Damen zu Beginn des zweiten Viertels früh durch eine Presse Druck und zwang sie so zu Fehlern im Spielaufbau. Belgien traf nun auch hervorragend aus der Distanz und schaffte so den Führungswechsel (31:39, 16. Min.). Deutschlands Offensive stockte, auch bedingt durch Abspielfehler und Ballverluste. In der ersten Halbzeit bekam Deutschland lediglich vier Freiwürfe zugesprochen, von den die DBB-Damen allerdings auch nur einen trafen. Bundestrainer Szittya stellte sein Team in einer Auszeit um, doch Belgien blieb zunächst aggressiver. Erst nachdem Fröhlich in der 18. Spielminute wieder für Deutschland traf, lief es im Angriff etwas besser für Deutschland. Vor dem Seitenwechsel lagen die DBB-Damen mit 37:50 im Hintertreffen.

Mit aggressiver Verteidigung begann das DBB-Team Halbzeit zwei und hielt Belgien damit zunächst besser in Schach. Fröhlich fand ihren Touch von der Freiwurflinie wieder und verkürzte auf 41:52 (23. Min.). Die belgische Mannschaft ließ sich jedoch nicht abschütteln und da die DBB-Damen weiter Punkte an der Freiwurflinie liegen ließen, wuchs der Rückstand wieder (45:61, 25. Min.). Nach Petra Gläsers viertem persönlichen Foul lastete die alleinige Centerlast auf den Schultern von Lisa Koop (Foto unten), die sich in beiden Zonen gut behauptete und mit ihren Rebounds die Initialzündung zur deutschen Aufholjagd gab. Stina Barnert traf zum Abschluß des dritten Spielabschnitts zum 57:65-Zwischenstand, der ein spannendes letztes Viertel versprach.

Die Euphorie über Birthe Thimms schnellen Punkte zu Beginn des Schlußviertels währte nicht lange: Belgien antwortete mit sieben Punkten in Folge, die Bundestrainer Imre Szittya zu einer Auszeit zwangen. Sarah Austmanns Dreier und Fröhlichs Punkte von der Freiwurflinie sorgten wieder für einen einstelligen Rückstand (64:73, 34. Min.). Tina Menz und Margret Skuballa trafen ihre Würfe ‘just in time’, doch Belgien hatte in den Schlußminuten immer eine Antwort auf die deutschen Angriffsbemühungen. Fröhlichs Freiwürfe sorgten für den 76:83-Endstand in einem guten Spiel der deutschen Mannschaft.

Bundestrainer Imre Szittya äußerste sich nach dem Spiel trotz der Niederlage nicht unzufrieden: “Mit unserer Leistung in der Offensive bin ich, ausgenommen des zweiten Viertels, zufrieden. Unsere Freiwurfquote hatte allerdings keinen internationalen Standard. Das müssen wir unbedingt verbessern. In der Defensive haben wir den Belgierinnen zu viele freie Würfe gelassen, aber wir haben die nötige Intensität gezeigt und auch drei der vier Viertel gewonnen.”

Für Deutschland spielten:
Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 6), Stina Barnert (TV Saarlouis Royals, 6), Linda Fröhlich (Ros Caseres Valencia/Spanien, 21), Petra Gläser (ohne Verein, 11), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg5), Roli-Ann Nikagbatse (ohne Verein, 8), Tina Menz (ohne Verein, 2), Dorothea Richter (TSV Wasserburg, 8), Margret Skuballa (BC pharmaserv Marburg, 6), Birte Thimm (evo NB Oberhausen, 3).

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