DBB-Damen unterliegen nach Verlängerung26. Mai 2013

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat ihr zweites Spiel beim internationalen Turnier im britischen Guildford bei London verloren. Nach der 42:61-Auftaktniederlage gegen Griechenland unterlag die Mannschaft von Bundestrainerin Alexandra Maerz gegen Gastgeber Großbitannien mit 64:68 (16:17, 15:21, 13:8, 13:11, 7:11) nach Verlängerung. Nach den großen Scoutingproblemen vom Vortag gibt es heute auch wieder Punkte zu vermelden. Für die deutsche Mannschaft traf Anne Breitreiner (19) am besten. Morgen geht es zum Abschluss des Turnieres gegen Israel.

Katharina Fikiel, Margret Skuballa, Tina Menz, Lisa Koop und Anne Breitreiner (Foto) begannen für das DBB-Team. Nach schnellem 0:6-Rückstand dauerte es über vier Minuten, ehe Koop die deutsche Mannschaft mit zwei Freiwurftreffern auf die Anzeigetafel brachte. Breitreiner und die für Fikiel gekommene Svenja Brunckhorst besorgten den 6:6-Ausgleich nach sechs Minuten. Zwei Dreier von Breitreiner brachten Deutschland dann sogar in Führung (12:11, 7. Min.), Langsam schien das Maerz-Team einen Rhythmus zu finden. Das Spiel blieb bis zum Viertelende völlig offen, bis dahin hatten noch Lea Mersch und Katharina Fikiel getroffen (16:17).

Es blieb auch zu Anfang des zweiten Viertels meist bei einer knappen Führung der Britinnen (18:21, 12. Min.). Birte Thimms Dreier traf zum 21:23 nach 13 Minuten, kurz später durfte man sich auf deutscher Seite nach einem “and one” von Menz über die 26:25-Führung freuen (15. Min.). Lediglich die negative Reboundbilanz von 9:16 trübte das Bild zu diesem Zeitpunkt etwas. Die Gastgeberinnen übernahmen nach 18 Minuten wieder die Führung (28:32), weil die DBB-Auswahl einige Ballverluste verkraften musste. Da tat Menz´ Dreier gut, Deutschland blieb dran (31:33, 19. Min.). Die letzten 90 Sekunden vor dem Seitenwechsel nutzte dann allerdings der Gegner, um doch noch etwas vorzulegen (31:38). Bis auf die Rebounds (13/22) waren alle wichtigen statistischen Werte zur Pause ausgeglichen.

Menz, Koop und Fikiel zeichneten für den guten Auftakt der deutschen Mannschaft im dritten Viertel verantwortlich (37:40, 23. Min.). Dann aber verfehlten wieder einige vermeintlich leichte Würfe den britischen Korb, doch der Gegner nutzte das kaum. Ein sehr schöner Angriff wurde von Breitreiner zum 39:42 abgeschlossen, kurz später machte Brunckhorst an der Freiwurflinie das 41:42. Ein Dreier von Thimm schließlich glich die Partie nach längerer Zeit wieder aus (44:44, 27. Min.). Mit 44:46 ging es ins Schlussviertel.

Angeführt von einer jetzt sehr starken Breitreiner ging ein Ruck durch die deutsche Mannschaft, die glänzend verteidigte und vorne konsequent vollstreckte. Bis zum 55:50 führte diese gute Phase, in der Großbritannien fast schon etwas hilflos wirkte. Das änderte sich im weiteren Lauf wieder, aber die DBB-Damen verteidigten ihre Führung mit vollem Einsatz. Beim 57:56 hatten beide Mannschaften gleich mehrmals die Chance zu punkten, aber es blieb zunächst dabei. Fast schien es, als hätte das Maerz-Team Angst vor der eigenen Courage hätte. Die Gastgeberinnen kamen 3,7 Sekunden vor dem Ende an der Freiwurflinie zum 57:57-Ausgleich, Deutschland konnte die verbleibende Zeit nicht mehr zu Punkten nutzen.

Skuballa glich die britische Führung mit einem tollen Turnaround Jumpshot aus (59:59), aber Rachel Vanderbilt traf für Team GB einen Dreier zum 59:62. Maerz bat ihre Spielerinnen zur Auszeit (43. Min.). Skuballas Dreier machte wieder Hoffnung (62:64), aber Großbritannien punktete jetzt bei jedem Ballbesitz. Mit Ballbesitz und eigener 66:62-Führung ging der deutsche Gegner in die letzte Minute. 21 Sekunden vor Schluss verkürzte Breitreiner auf 64:66, dann schickte man die Britinnen an die Freiwurflinie (64:68). So war auch der Endstand.

“Das war ein Riesenschritt nach vorne, besonders offensiv. Unsere defensive Leistung war auch schon vorher gut. Die Entwicklung ist wirklich shr gut, dieses Turnier ist genau das, was wir brauchen. Die Spielerinnen sind fokussiert und arbeiten sehr konzentriert. Der nächste Schritt soll jetzt sein, solche Spiele auch zu Ende zu spielen. Aber ich bin sehr optimistisch”, sagte Alexandra Maerz nach dem Spiel.

Für Deutschland spielten:
Anne Breitreiner (TSV Wasserburg, 19), Svenja Brunckhorst (TSV Wasserburg, 4), Katharina Fikiel (TSV Wasserburg, 6), Lisa Koop (Grüner Stern Keltern, 6), Tina Menz (BC Pharmaserv Marburg, 10), Lea Mersch (ohne Verein, 2), Finja Schaake (Bender Baskets Grünberg / BC Pharmaserv Marburg, 2), Julia Schindler (Eisvögel Freiburg), Judith Schmidt (Eisvögel Freiburg, ), Margret Skuballa (BC Pharmaserv Marburg, 7), Birte Thimm (evo NB Oberhausen, 6), Stephanie Wagner (Rhein-Main Baskets, 2).

Ergebnisse vom Turnier in Guildford bei London
Deutschland – Griechenland 42:61
Großbritannien – Israel 73:64
Griechenland – Israel 64:55
Deutschland – Großbritannien 64:68

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