DBB-Damen unterliegen der Ukraine23. August 2010

Deutschland verliert nach umkämpftem Schlußviertel – Zwei Auswärtsspiele stehen noch an
Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat ihr letztes Heimspiel im Sommer 2010 verloren. Die ING-DiBa-Korbjägerinnen unterlagen in der Berliner Sömmeringhalle mit 69:74 (26:15, 16:21, 13:20, 14:18). 750 begeisterte Zuschauer sahen die spannende Begegnung, die sich im letzten Viertel zu einem wahren Basketball-Krimi entwickelte. Linda Fröhlich (Foto oben) war mit 19 Punkten und 11 Rebounds beste Akteurin für Deutschland, Sarah Austmann (Foto unten) sammelte 14 Punkte und Anne Breitreiner kam auf 12 Zähler. Da Großbritannien überraschend in der Slowakischen Republik gewann (63:70 aus Sicht der gastgebenden Slowakinnen), muss Deutschland aus den verbleibenden beiden Spielen zwei Siege holen, um die Qualifikation für die Europameisterschaft 2011 in Polen zu sichern.

Für Deutschland begannen Dorothea Richter, Anne Breitreiner, Romy Bär, Linda Fröhlich und Petra Gläser, die die Begegnung mit zwei Punkten von der Freiwurflinie eröffnete. Die DBB-Damen waren in der Anfangsphase optisch überlegen, vom Ergebnis blieb die Partie aber zunächst ausgeglichen (8:7, 5. Min.). Dorothea Richters Dreipunktewurf eröffnete mit ihrem Dreipunktewurf eine starke Phase der deutschen Mannschaft mit neun Punkten in Serie zum 17:9. In der Verteidigung setzte das DBB-Team die Vorgaben des Bundestrainers, möglichst wenig Distanzwürfe zuzulassen, sehr gut um. Nach den ersten zehn Minuten hatte die Ukraine noch keinen Dreipunktewurf getroffen. Lokalmatadorin Roli-Ann Nikagbatse, die ihren eigenen kleinen Fanclub in der Halle hatte, beendete das sehr gute erste Viertel der deutschen Mannschaft mit zwei Treffern von der Freiwurflinie (26:15).

Wieder war es Gläser, die zu Beginn des Viertels traf und den Vorsprung der DBB-Damen weiter ausbaute. Die Ukrainerinnen agierten nun treffsicherer, doch Sarah Austmann brachte Deutschland mit ihrem Dreier wieder auf Kurs (32:20, 14. Min.). Die gefährlichen Distanzschützinnen der Ukraine kamen jedoch jetzt immer mehr zum Zug und ließen das DBB-Team nicht davon ziehen. Austmann traf einen weiteren Distanzwurf, doch Szittya war ob der deutschen Verteidigung nicht zufrieden und rief sein Team zusammen. Doch auch danach ließ Deutschland zu viele Würfe der Ukrainerinnen zu und so konnten die Gäste weiter verkürzen (39:33, 18. Min.). Vor dem Seitenwechsel lag Deutschland mit 42:36 in Front.

Beide Teams schenkten sich zu Beginn des dritten Spielabschnitts nichts. Es entwickelte sich eine offene Begegnung, die nun immer intensiver wurde. Deutschland tat sich weiterhin schwer, im Angriff seine Stärken auszuspielen, behauptete die Führung aber knapp (50:47, 26. Min.). Eine Minute vor dem Ende des dritten Viertels schaffte die Ukraine den Führungswechsel (52:54), Linda Fröhlich konterte mit einem Drei-Punkt-Spiel, doch kurz vor Ende fing sich Deutschland noch einmal einen Korb von Prystupa (55:56).

Mit Richter, Breitreiner, Austmann, Fröhlich und Gläser stand die geballte Erfahrung auf dem Platz, die den Kampf mit der Ukraine annahm. Breitreiner traf einen ganz wichtigen Dreipunktewurf, dennoch blieb es ein Basketball-Krimi. Fünf Minuten vor Spielende lag Deutschland mit drei Punkten in Führung (63:60), doch die Ukrainerinnen schlugen zurück und eroberten sich die Führung mit sechs Punkten in Folge zurück. Sarah Austmann beging ihr fünftes persönliches Foul und musste die letzten zwei Minuten von der Bank verfolgen. In diesen schafften es die DBB-Damen trotz vielerlei Anstrengungen nicht mehr, das Spiel noch zu drehen. Deutschland musste sich am Ende mit 69:74 geschlagen geben und steht nun vor den beiden verbleibenden Auswärtsspielen gehörig unter Druck.

DBB-Bundestrainer Imre Szittya nannte die Probleme im Offensiv-Spiel als spielentscheidend: “Wir haben in der zweiten Halbzeit keine Antwort auf die aggressive Verteidigung der Ukrainerinnen gefunden. Nach der deutlichen Führung in der ersten Halbzeit haben wir die Spannung verloren. Doch noch haben wir alle Chancen und können die Qualifikation aus eigener Kraft schaffen. Diese Qualifikations-Runde ist wirklich eine Achterbahnfahrt – nach einem guten Spiel folgt ein schlechtes.”

Für Deutschland spielten:
 
Roli-Ann Nikagbatse (ohne Verein, 2), Anne Breitreiner (Club Athletico Faenza/Italien, 12), Dorothea Richter (HELI Donau-Ries, 5), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg, dnp), Sarah Austmann (evo NB Oberhausen, 14), Stina Barnert (TV Saarlouis Royals, 2), Romy Bär (Challes les Eaux/Frankreich, 4), Margret Skuballa (BC pharmaserv Marburg, 1), Birte Thimm (evo NB Oberhausen, dnp), Linda Fröhlich (Ros Caseres Valencia/Spanien, 19 Punkte, 11 Rebounds), Katja Bavendam (Hondarribia-Irun/Spanien, 2) und Petra Gläser (ohne Verein, 8).

Für die Ukraine traf Sazonenko mit 23 Punkten (davon sechs Dreipunktewürfe) am besten.

Die weiteren Spiele der EM-Qualifikation lauten wie folgt:

Großbritannien – Deutschland in Liverpool
26. August 2010, 17.30 Uhr deutscher Zeit

Slowakische Republik – Deutschland in Kosice
29. August 2010, 19 Uhr deutscher Zeit

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