DBB-Damen unterliegen Tschechischer Republik6. September 2005

50:76 gegen den EM-Mitfavoriten

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft bleibt bei der Europameisterschaft in Bursa/Türkei weiterhin ohne Erfolg. Im 4. Vorrundenspiel gab es für das Team von Bundestrainer Olaf Stolz eine 50:76 (11:24, 12:14, 19:20, 8:18)-Niederlage gegen die Tschechische Republik. Schon zuvor hatte festgestanden, dass die DBB-Auswahl das Viertelfinale verpasst hat und ab Freitag um die Plätze 9-12 spielt. Zuvor gibt es morgen die abschließende Vorrundenbegegnung gegen Frankreich.

Gegen den hohen Favoriten Tschechische Republik begannen die ING-DiBa-Korbjägerinnen äußerst zaghaft und konnten erst nach dreieinhalb Minuten durch einen Dreier von Andrea Harder zum 3:4 den ersten Korb für sich verbuchen. Durch eine engagiert agierende Marlies Askamp konnte der nun stetig anwachsende Rückstand nur kurzzeitig aufgehalten werden, und so ging das 1. Viertel mit 11:24 klar an die Nationalmannschaft aus der Tschechischen Republik.

Zu Beginn des 2. Viertels gelang es den deutschen Damen, das Spiel zunächst sehr viel ausgeglichener zu gestalten. Auch Linda Fröhlich fand nun endlich immer besser ins Spiel und konnte durch ihre Punkte vier und fünf zum zwischenzeitlichen 21:29 verkürzen, bevor jedoch erneut zahlreiche Ballverluste und vor allem die stark aufspielenden Zuzana Klimesova (9 Pkt.) und Eva Viteckova (8 Pkt.) dafür sorgten, dass die Tschechische Republik zur Halbzeit mit 38:23 in Führung lag.

Auch im  3. Viertel konnte die DBB-Auswahl lange Zeit mit dem favorisierten Titelanwärter mithalten. Zwar fanden viele Würfe der deutschen Körbjägerinnen auch weiterhin nicht ihr Ziel, doch war auch der Gegner nicht in der Lage, in gewohnter Weise zu punkten. Zwischenzeitlich gelang es Anne Breitreiner durch einen Korbleger den Rückstand auf elf Punkte zu verkürzen. Aber die routinierten Tschechinnen hielten den Abstand konstant zweistellig, und so war auch der erste erfolgreich verwandelte Dreier von Alexandra Müller am Ende des Viertels zum 42:58 nur kurzzeitige Ergebniskosmetik.

Wie schon zu Spielbeginn war auch der letzte Abschnitt von vielen Fehlwürfen und Ballverlusten seitens der deutschen Mannschaft geprägt. Durch einen zwischenzeitlichen 19:9-Lauf des Favoriten schwoll der Abstand nunmehr auf über 20 Punkte an, wobei Lubica Schulze zwei Minuten vor dem Ende nur noch zum 50:76 Endstand verkürzen konnte. Freuen über ihre ersten Einsätze bei dieser Europameisterschaft durften sich Esther Katona und Yvonne Weber.

„Im Prinzip wurden wir im 1. Viertel überrannt. Ich denke, dass wir dann im 2. und 3. Spielabschnitt ordentlich mitgehalten haben. Doch im Endeffekt haben wir zu viele einfache Transitionpunkte zugelassen und vorne im Angriff einfach zu hastig abgeschlossen“ lautete das Fazit von Bundestrainer Olaf Stolz nach dem Spiel gegen den Titelanwärter.

Deutschland:
Marlies Askamp (NB Oberhausen, 7), Anne Breitreiner (TSV Wasserburg, 3), Linda Fröhlich (Spartak Moskau, 10), Petra Gläser (Spartak Moskau, 3), Andrea Harder (Foto, Powerbasket Wels/Österreich, 6), Tini Ishaque (BC Marburg, 6), Alexandra Müller (BSG Ludwigsburg, 5), Katja Munck (TSV Wasserburg), Dorothea Richter (BG Dorsten), Lubica Schultze (Tarbes Gespe Bigorre/Frankreich, 10), Yvonne Weber (BC Marburg), Esther Katona (USC Freiburg). 

Statistik unter www.fibaeurope.com

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