DBB-Damen unterliegen Polen nach großem Kampf19. Juni 2011

Deutschland nach 60:75-Niederlage ohne Chance auf die Zwischenrunde – Wernthaler-Team mit toller Moral gegen Gastgeberinnen

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft hat im zweiten EM-Spiel gegen Polen eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Das Team von DBB-Bundestrainer Bastian Wernthaler unterlag den Gastgeberinnen mit 60:75 (19:23, 11:7, 15:24, 15:21) und hat nun keine Chance mehr, die Zwischenrunde zu erreichen. Das Abenteuer Europameisterschaft, das sich die deutsche Mannschaft nach sensationellen Leistungen erspielt hatte, ist somit frühzeitig beendet. Beste Werferin im DBB-Team war Romy Bär mit 13 Punkten. 

DBB-Bundestrainer Bastian Wernthaler begann mit seiner bewährten Startformation bestehend aus Lea Mersch, Dorothea Richter, Anne Breitreiner, Romy Bär und Lisa Koop. Polen, das gestern überraschend deutlich gegen die Auswahl Montenegros unterlag (53:70), begann stark und stellte das DBB-Team vor allem unter den Körben vor Probleme. Anne Breitreiner traf nach drei Minuten zum 6:6-Ausgleich aus der Distanz. Beide Mannschaften lieferten sich vor großer Kulisse (4000 Zuschauer) im ersten Spielabschnitt ein Duell auf Augenhöhe (14:14, 7. Min.). Angetrieben vom frenetischen Publikum gelangen den Polinnen sieben unbeantwortete Punkte, während bei Deutschland in dieser Phase keine Würfe fallen wollten. Sarah Austmann punktete dann mit einem schönen Drive zum Korb und verkürzte auf 16:21. Die agile Flügelspielerin sorgte mit einer sehenswerten Aktion auch für den 19:23-Viertelstand: von der Mittellinie netzte Austmann nach Spinmove ein.

Im zweiten Spielabschnitt agierten die DBB-Damen in der Verteidigung aggressiver und eroberten sich so wichtige Defensiv-Rebounds (Bär, Koop). Offensiv war vor allem auf Austmann Verlass, die für Deutschland auf 22:23 verkürzte (14. Min.). Während Polen weiter auf den ersten Korb im zweiten Viertel wartete, drehten die DBB-Damen durch Punkte von Bär und Richter die Führung (26:23). Nach Babickas Distanzwurf war die Kulisse auf einmal wieder da und das Spiel erneut völlig offen. Deutschlands Offensiv-Spiel wirkte variabler, doch die Damen von Bastian Wernthaler verfehlten zu oft aus guter Position. Polen haderte ebenfalls mit den Distanzwürfen (Deutschland 20 Prozent von der Dreierlinie, Polen 18 Prozent). So blieb die spannende EM-Partie um den Einzug in die Zwischenrunde zur Halbzeit ausgeglichen (30:30).

Nach dem Seitenwechsel begannen beide Teams nicht minder nervös als im ersten Abschnitt. Nach zwei Minuten schien der Bann für die DBB-Damen gebrochen: Anne Breitreiner traf nach Bär-Pass und sorgte für die ersten Punkte in der zweiten Halbzeit. Die Polinnen blieben allerdings brandgefährlich und eroberten sich nach Kobryns sehenswertem Move die Führung zurück. Bär hielt Deutschland mit fünf Punkten in Serie im Spiel – das Momentum war nach zwei Buzzer-Treffern allerdings auf Seiten der Gastgeberinnen. Deutschlands Kampfgeist war jedoch ungebrochen, doch offensiv hatte das Team von Bastian Wernthaler einfach kein Wurfglück. Als sich Bär kurz vor dem Ende des dritten Viertels am Fuß verletzte und Pawlak im Gegenzug aus der Distanz traf, sprach alles für Polen (45:53). Deutschland ging mit neun Punkten Rückstand in die letzten zehn Minuten.

Lea Mersch eröffnete das Schlussviertel mit wichtigen Punkten für Deutschland, Polen konterte allerdings im direkten Gegenzug. Kaszmarczyks Dreier traf dann mitten ins Herz der DBB-Damen, die sich dennoch nicht aufgaben und dank Breitreiners Distanzwurf weiter im Spiel blieben. Bär kehrte nach kurzer Behandlung auf das Spielfeld zurück – bezeichnend für die hervorragende Moral der ING-DiBa-Korbjägerinnen. Polen agierte nun jedoch äußerst clever und behauptete so den zweistelligen Vorsprung (51:62, 35. Min.). Deutschland warf in der Schlussphase alles in die Wagschale, was es zu geben hatte, doch weder Distanzwürfe noch Aktionen unter dem Korb sorgten für die so dringend benötigten Punkte. Die Dreier von Tina Menz und Doro Richter kamen letztlich zu spät. Die DBB-Damen unterlagen mit 60:75 und haben trotz des abschließenden Spiels morgen gegen Montenegro keine Chance mehr auf die Zwischenrunde.

DBB-Bundestrainer Bastian Wernthaler wusste die Begegnung unmittelbar nach Spielende einzuordnen: “Leider haben wir heute eine für unsere Verhältnisse schwache Leistung gezeigt. Uns haben die entscheidenden drei bis vier Prozent gefehlt. Man muss aber den gesamten Sommer betrachten, in dem wir sehr viel erreicht haben.”

Für Deutschland spielten:
Lea Mersch (evo NB Oberhausen, 5), Anne Breitreiner (Villeneuve/FRA, 11), Dorothea Richter (Heli Donau Ries, 10), Lisa Koop (BC pharmaserv Marburg), Sarah Austmann, (evo NB Oberhausen, 11), Stephanie Wagner (Rhein-Main Baskets), Romy Bär (Challes les Eaux/FRA, 13), Tina Menz (Leeds Carnegie/ENG, 8), Birte Thimm (evo NB Oberhausen), Svenja Greunke (Rhein Main Baskets / TV Langen, 2), Katharina Kühn (TSV Wasserburg), Petra Gläser (Kvarnby Basket/SWE).

Weitere Spieltermine in der Vorrunde
Montag, 20. Juni (12.30 Uhr): Deutschland – Montenegro

Statistiken und weitere Berichterstattung unter www.fibaeurope.com

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